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BildungKeine endlose Bildungsdebatte

Mittwoch, 14. April 2010

Nach allem was wir aus den Schulvergleichsstudien der letzten Jahre wissen, ist das deutsche Bildungssystem international nicht Spitze.  Von den erfolgreichen Ländern zu lernen, bedeutet u.a. mehr Ganztagsschulen, kostenloses Mittagessen sowie ein längeres gemeinsames Lernen. Damit kann unser Bildungssystem gerechter werden, weil es mehr Kindern größere Chancen eröffnet. Ein Ziel in Sachsen-Anhalt ist die Einführung der Allgemeinbildenden Oberschule, die bis zur achten Klasse geht.

In der Volksstimme habe ich am Montag in einem Interview gesagt, dass es mit uns aber keine Radikalreform im Schulsystem geben wird. Ich halte dieses Signal für sehr wichtig, weil wir in diesem Bereich aus meiner Sicht keine ideologischen Kämpfe mehr brauchen. Nach einer breiten gesellschaftlichen Einigung, müssen die beschlossenen Bildungsreformen in Ruhe umgesetzt werden und Verlässlichkeit in die Bildungslandschaft bringen.

Auf Vorschlag der SPD hat der Landtag 2006 den Bildungskonvent eingesetzt, um diese Stabilität und Verlässlichkeit zukünftig zu erreichen. Alle gesellschaftlichen Gruppen sollen ein gemeinsames Grundsatzpapier zur Bildungspolitik verabschieden. Natürlich wird dies ein Kompromiss sein, wo jede Seite Abstriche von ihren Vorstellungen machen muss. Aber nur so können wir ein gerechtes und leistungsfähiges Schulsystem für die Zukunft in Sachsen-Anhalt aufbauen.

Ich setze daher auf die Kraft der Einsicht und Vernunft bei allen Teilnehmern des Bildungskonvents und hoffe, dass auf Basis des Kompromisspapiers von Arbeitgeberverband und Kirchen wirkungsvolle und gerechte Reformen umgesetzt werden kann.

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