Landtagswahl 2011Sachsen-Anhalt hat gewählt – eine erste Auswertung
Dienstag, 22. März 2011
Die SPD verbessert sich um 0,1 Punkte und erreicht einen Stimmenanteil von 21,5 Prozent. Nach einem Zugewinn von 20.832 Stimmen erhalten die Sozialdemokraten insgesamt 213.586 Parteienstimmen, bleiben aber hinter der Linken zurück. Die CDU verliert 3,7 Prozentpunkte und fällt auf 32,5 Prozent zurück – das zweitschlechteste Landtagswahlergebnis der Christdemokraten in Sachsen-Anhalt. Die FDP erzielt nach einem Minus von 2,8 Prozentpunkten einen Stimmenanteil von 3,8 Prozent und scheidet damit aus dem Landtag aus. Insgesamt verliert Schwarz-Gelb 7,5 Prozentpunkte.
Erststimmenergebnis
Den mit Abstand größten persönlichen Bonus aller Kandidaten bei dieser Landtagswahl sicherte sich Jens Bullerjahn. Das Erststimmenergebnis des SPD-Spitzenkandidaten überstieg mit 34,9 Prozent das Zweitstimmenresultat seiner Partei im Wahlkreis um 8,3 Punkte.
Wahlbeteiligung
Die Wahlbeteiligung, die 2006 einen bundesweiten Negativrekord erreichte, ist in Sachsen-Anhalt gestiegen: 51,2 Prozent der 1.988.290 Wahlberechtigten nahmen an der Abstimmung teil. Gegenüber 2006 erhöht sich das Beteiligungsniveau um 6,7 Prozentpunkte. Die Wahlbeteiligung ist in allen 45 Wahlkreisen gestiegen, davon in 39 um mehr als 5 Prozentpunkte. Zweistellige Beteiligungszugewinne erlebten die Wahlkreise Havelberg-Osterburg (+10,5), Magdeburg IV (+10,2) und Stendal (+10,2), von denen auch die SPD profitierte. Dennoch bleibt die Wahlbeteiligung die zweitniedrigste Beteiligung bei einer Landtagswahl in der Geschichte der Bundesrepublik dar.
Schwerpunkte und Schwachpunkte
Die SPD liegt in zehn Wahlkreisen hinter der CDU auf dem zweiten Platz. Mit am besten schneidet sie erneut in der Landeshauptstadt Magdeburg ab (Magdeburg I, Magdeburg IV). Als SPD-Schwerpunkt hinzu kommen einzelne Wahlkreise im Harz bzw. Harzvorland (Wernigerode, Blankenburg, Hettstedt, Eisleben), die Börde-Region Oscherlseben sowie der Wahlkreis Gardelegen-Klötze in der Altmark. Die SPD-Schwachpunkte betreffen ein geschlossenes Band, das im Osten Anhalts (Dessau-Roßlau, Wittenberg, Jessen) beginnt und über den Raum Halle-Bitterfeld (Saalkreis, Bad-Dürrenberg-Saalkreis, Bitterfeld) bis in die Saale-Unstrut-Region reicht (Querfurt, Nebra, Zeitz, Naumburg).
Weitere Links zur Landtagswahl:
- Alle Zahlen des Landeswahlleiters auf der Homepage des Statistischen Landesamts Sachsen-Anhalt
- Interaktive Karte mit dem Landesergebnis, der Sitzverteilung und den Zahlen aus den einzelnen Wahlkreisen auf mdr.de
- Wahl-Tool mit den wichtigsten Zahlen auf zdf.de
- Interview mit Jens Bullerjahn am Wahlabend im heute journal auf zdf.de
- Artikel “SPD-Landesvorstand beschließt Aufnahme von Sondierungsgesprächen mit der CDU ” auf spd-sachsen-anhalt.de
- Artikel “Schwarz und Gelb verlieren über sechs Prozent” auf spd.de


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