AllgemeinLand steht Opfern bei
Donnerstag, 29. September 2011Abgedeckte Dächer, zersplitterte Fenster, zerstörte Fassaden: Das Unwetter mit Sturm, Hagel, Starkregen und Gewitter, das am 11. September durch weite Teile unseres Landes tobte, hat Sorgen und Nöte in zahlreiche Familien und auch Unternehmen gebracht.
Ich weiß, dass viele der Betroffenen schon während der Aufräumarbeiten in den Stunden nach der Katastrophe voller Hoffnung auf die Landesregierung schauten. Und wir werden auch helfen, obwohl uns die Bereitstellung von Geldern bekanntlich nicht leicht fällt. Dennoch bleibt eines klar: Die Landeshilfen können keine Versicherung ersetzen. Das wäre auch ungerecht denen gegenüber, die sich langfristig und ausreichend abgesichert haben.
Wir lassen wir die Menschen nicht im sprichwörtlichen Regen stehen: Mit dem aktuell beschlossenen Katastrophenerlass helfen wir Unwetter-Geschädigten, mögliche zusätzliche steuerliche Belastungen zu vermeiden. Unter anderem haben wir die Finanzämter gehalten, im Sinne die Betroffenen zu entscheiden, wenn sie fällige oder fällig werdende Steuern bis Ende 2012 stunden lassen wollen. Steuerliche Vergünstigungen gibt es auch für Reparaturen am eigenen Haus sowie für Gewerbetreibende und Landwirte.
Auch bei der Reparatur beschädigter Gebäude helfen wir – also beispielsweise bei der Instandsetzung von Dächern, Fassaden und Decken, beim Austausch beschädigter Fenster und bei der Trockenlegung von Gemäuern. Dazu hat die Landesregierung Mittel für ein Darlehensprogramm zur Soforthilfe freigegeben. Der Zinssatz für die Darlehen zwischen 5.000 und 20.000 Euro wird auf günstige 1,5 Prozent verbilligt. Die Laufzeit beträgt zehn oder 20 Jahre bei einem bis zwei tilgungsfreien Jahren. Ansprechpartner ist die Landesinvestitionsbank.
Neben der finanziellen Unterstützung gibt es bekanntlich zahlreiche Helfer im Land, die den Geschädigten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich kann mich davon tagtäglich auch im Landkreis Mansfeld-Südharz, der mit zu den vom Unwetter am stärksten Betroffenen zählt und mein Heimatkreis ist, überzeugen. Mit finanzieller Unterstützung durch das Land, Bürgersinn und Nachbarschaftshilfe sollte uns die Bewältigung der Unwetterschäden gemeinsam gelingen.


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