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	<title>Jens Bullerjahn</title>
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	<description>Mitglied des Landtages, Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt</description>
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		<title>Jens Bullerjahn im Interview: „Wer viel macht, muss auch einstecken k&#246;nnen!“</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 14:31:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalfinanzen]]></category>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen ist der Finanzminister immer in den Fokus von Pressekritiken geraten. Das ist richtig. Es gab in den letzten Wochen etliche kritische Meldungen, die im Einzelnen sicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/01/Bullerjahn_381_web.jpg"  class="lightbox"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-314" title="Jens Bullerjahn" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/01/Bullerjahn_381_web-185x278.jpg" alt="Jens Bullerjahn" width="185" height="278" /></a><strong>In den letzten Wochen ist der Finanzminister immer in den Fokus von Pressekritiken geraten.</strong><br />
Das ist richtig. Es gab in den letzten Wochen etliche kritische Meldungen, die im Einzelnen sicher kaum interessant sind, aber auf Dauer bei manchen Lesern einen negativen Eindruck hinterlassen haben. Da halte ich aber dagegen: Mit einem seit April deutlich gr&ouml;&szlig;eren Finanzministerium mit mehr Aufgaben und Verantwortung sind das Interesse an uns und die Reibungsfl&auml;chen gr&ouml;&szlig;er geworden. Damit muss ich leben. Wer viel macht, muss auch einstecken k&ouml;nnen. Und ich hab hier noch viel vor.</p>
<p><strong>Zu den einzelnen Kritikpunkten. Da sind zum einen die 45 zus&auml;tzlichen Stellen, die sich die neue Landesregierung „geg&ouml;nnt“ hat.</strong><br />
Bei jeder Regierungsneubildung wird eine gewisse Zahl von externen Einstellungen vereinbart, da geht es auch um Arbeitsbereiche eng an den Hausspitzen, da braucht man Vertrauen. In unserem Fall ging es aber auch darum, die vielen neuen Aufgaben Im Finanzministerium wie Immobilienmanagement oder IT besser als vorher bew&auml;ltigen zu k&ouml;nnen – deswegen wurden die Bereiche ja &uuml;berhaupt erst zu uns verlagert. Da braucht man manchen neuen Experten – speziell f&uuml;r die genannten Bereiche. Das Finanzministerium hat &uuml;brigens ganze 5 Stellen davon bekommen, der Rest teilt sich auf die anderen H&auml;user auf. Die Stellen werden &uuml;brigens sp&auml;ter wieder abgebaut und sind daher nicht auf Dauer geschaffen worden.</p>
<p><strong>Ein weitere Kritik war die „Steuerversch&auml;tzung“, wo sich das Finanzministerium um 300 Millionen Euro f&uuml;r zwei Jahre verrechnet haben soll.</strong><br />
Niemand hat eine Glaskugel. Aber wir brauchen f&uuml;r unsere Haushaltsplanung nat&uuml;rlich einigerma&szlig;en verl&auml;ssliche Sch&auml;tzungen. Der Bund macht mit den L&auml;ndern im Mai und im November solche Sch&auml;tzungen. F&uuml;r die Aufstellung unseres Haushaltsplans 2012/2013 brauchten wir im Sommer neue Zahlen, die Steuersch&auml;tzer des Bundes berieten aber wie gesagt erst im November vor. Solange konnte und wollte ich nicht warten, schlie&szlig;lich ist ein beschlossener Landeshaushalt Grundlage auch f&uuml;r die kommunalen Haushalte – da kann man einfach nicht ewig warten. Deshalb haben wir im Sommer selbst gerechnet. Dabei haben wir die wirtschaftliche Entwicklung etwas zu positiv eingesch&auml;tzt. Aber mal ehrlich: Wer kann heute auf dem Punkt schon sagen, wie sich in zwei oder drei Jahren die Wirtschaft und die Steuereinnahmen entwickeln werden. Es gibt immer Schwankungen und diesem Fall reden wir von 150 Millionen Euro bei einem 10 Milliarden-Haushalt – das sind gerade mal 1,5 %.</p>
<p><strong>Dann konnte man lesen, dass Teile der Landesverwaltung wegen des Umzugs nicht arbeitsf&auml;hig waren.</strong><br />
Jeder, der mal umgezogen ist, kennt die damit verbundenen Probleme. Richtig ist, dass das Finanzministerium f&uuml;r die Planung und Durchf&uuml;hrung sowie die IT-Infrastruktur zust&auml;ndig ist. Mit mehr als 700 Stellen, die umziehen werden oder umgezogen sind, vollziehen wir die gr&ouml;&szlig;ten Ver&auml;nderungen in der Landesverwaltung in den letzten 20 Jahren. Wir bem&uuml;hen uns, das so schnell und reibungslos &uuml;ber die B&uuml;hne zu bringen, aber es gibt auch Probleme, die manchmal auch mal ein paar Tage l&auml;nger brauchen.</p>
<p><strong>Was sagst du zu den Kritikern, die sagen, dass bei dieser Landesregierung keine SPD-Politik erkennbar wird?</strong><br />
Wer sich den Koalitionsvertrag anschaut, den wir gerade abarbeiten, wird eine klare sozialdemokratische Handschrift erkennen: Ganztagsanspruch auf einen Kita-Platz, verbindliche Schulempfehlung gestrichen, Einrichtung eines Kulturkonvents, Konzentrierung der EU-Mittel auf Ausbau von Schulen und Kitas und so weiter. Wir k&ouml;nnen zufrieden sein, wenn wir das alles umgesetzt haben. Aber richtig ist, wir m&uuml;ssen es immer wieder auch erkl&auml;ren.</p>
<p><strong>Es hat sich also schon viel bewegt und mit der geplanten Neuregelung der Kommunalfinanzen wird es auch anstrengend, oder?</strong><br />
Anstrengend? Sicher, aber dann wird’s auch nicht langweilig. Und gerade die Neuregelung des Finanzausgleichsgesetzes ist eine echte Herausforderung, der sich Unsere Experten im Ministerium und ich stellen werden und wof&uuml;r wir eng mit allen Kommunalpolitikern diskutieren wollen und werden, aber bitte sachlich! Das gilt &uuml;brigens f&uuml;r den gesamten Meinungsstreit – sich gegenseitig Vorw&uuml;rfe um die Ohren schlagen, ist allein nicht zielf&uuml;hrend – am Ende muss immer auch ein Vorschlag stehen.</p>
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		<title>Interview zu Probefahrt mit Elektrofahrzeug</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 07:54:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
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		<description><![CDATA[1. Wie hat Ihnen die Fahrt im Opel Ampera gefallen? Sehr gut, das Auto f&#228;hrt ruhig und trotzdem spritzig. Interessant ist, dass der Opel Ampera aufgrund des Elektroantriebs wirklich ger&#228;uscharm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Probefahrt mit dem Elektroauto Opel Ampera gemeinsam mit dem Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier" href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/10/bullerjahn-steinmeier-01.jpg"  class="lightbox"><img class="alignleft size-medium wp-image-1201"  src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/10/bullerjahn-steinmeier-01-350x233.jpg" alt="Probefahrt mit dem Elektroauto Opel Ampera gemeinsam mit dem Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier" width="280" height="186" /></a><strong>1. Wie hat Ihnen die Fahrt im Opel Ampera gefallen?</strong><br />
Sehr gut, das Auto f&auml;hrt ruhig und trotzdem spritzig. Interessant ist, dass der Opel Ampera aufgrund des Elektroantriebs wirklich ger&auml;uscharm ist.</p>
<p><strong>2. K&ouml;nnen sie sich vorstellen, selbst auf ein Elektroauto umzusteigen?</strong><br />
Grunds&auml;tzlich auf jeden Fall. Wichtige Aspekte bei Elektrofahrzeugen sind allerdings die Alltags- und Langstreckentauglichkeit sowie eine ausgebaute Ladeinfrastruktur.</p>
<p><strong>3. Wie wichtig ist, Ihrer Meinung nach, das Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft, Forschung und Verb&auml;nden beim Umstieg auf umweltfreundlichere Mobilit&auml;tsl&ouml;sungen?</strong><br />
Wenn Elektromobilit&auml;t in Deutschland massentauglich werden soll, m&uuml;ssen alle Beteiligten zusammenarbeiten und nach funktionierenden L&ouml;sungen suchen.</p>
<p><strong>4. Mit welchen konkreten Ma&szlig;nahmen w&auml;re es m&ouml;glich Elektromobilit&auml;t zu f&ouml;rdern?</strong><br />
Ich k&ouml;nnte mir vorstellen, dass der Umstieg auf umweltfreundliche Mobilit&auml;tsl&ouml;sungen finanziell honoriert wird.</p>
<p><strong><a title="Probefahrt mit dem Elektroauto Opel Ampera gemeinsam mit dem Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier" href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/10/bullerjahn-steinmeier-02.jpg"  class="lightbox"><img class="size-medium wp-image-1202 alignright" title="Probefahrt mit dem Elektroauto Opel Ampera gemeinsam mit dem Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/10/bullerjahn-steinmeier-02-350x241.jpg" alt="Probefahrt mit dem Elektroauto Opel Ampera gemeinsam mit dem Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier" width="179" height="123" /></a>5. Inwieweit kann die Politik Rahmenbedingungen schaffen, um die Attraktivit&auml;t von E-Fahrzeugen mit dem Ziel der privaten Akzeptanz zu erh&ouml;hen?</strong><br />
Die Anschaffung f&uuml;r ein solches Fahrzeug muss auch f&uuml;r den Privatnutzer attraktiver werden. Hinzu kommt, dass durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur f&uuml;r E-Fahrzeuge die Mobilit&auml;t verbessert wird.</p>
<p><strong>6. Gibt es bereits konkrete Ma&szlig;nahmen und Projekte in Sachsen‐Anhalt, um umweltfreundliche Mobilit&auml;tsl&ouml;sungen zu etablieren?</strong><br />
Es gibt in Sachsen-Anhalt einige interessante E-Mobilit&auml;tsprojekte – beispielsweise im Harz – wo regional E-Mobilit&auml;t getestet wird.</p>
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		<title>Land steht Opfern bei</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 11:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionsbank]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Unwetter]]></category>

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		<description><![CDATA[Abgedeckte D&#228;cher, zersplitterte Fenster, zerst&#246;rte Fassaden: Das Unwetter mit Sturm, Hagel, Starkregen und Gewitter, das am 11. September durch weite Teile unseres Landes tobte, hat Sorgen und N&#246;te in zahlreiche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Abgedeckte D&auml;cher, zersplitterte Fenster, zerst&ouml;rte Fassaden: Das Unwetter mit Sturm, Hagel, Starkregen und Gewitter, das am 11. September durch weite Teile unseres Landes tobte, hat Sorgen und N&ouml;te in zahlreiche Familien und auch Unternehmen gebracht.</p>
<p>Ich wei&szlig;, dass viele der Betroffenen schon w&auml;hrend der Aufr&auml;umarbeiten in den Stunden nach der Katastrophe voller Hoffnung auf die Landesregierung schauten. Und wir werden auch helfen, obwohl uns die Bereitstellung von Geldern bekanntlich nicht leicht f&auml;llt. Dennoch bleibt eines klar: Die Landeshilfen k&ouml;nnen keine Versicherung ersetzen. Das w&auml;re auch ungerecht denen gegen&uuml;ber, die sich langfristig und ausreichend abgesichert haben.</p>
<p>Wir lassen wir die Menschen nicht im sprichw&ouml;rtlichen Regen stehen: Mit dem aktuell beschlossenen Katastrophenerlass helfen wir Unwetter-Gesch&auml;digten, m&ouml;gliche zus&auml;tzliche steuerliche Belastungen zu vermeiden. Unter anderem haben wir die Finanz&auml;mter gehalten, im Sinne die Betroffenen zu entscheiden, wenn sie f&auml;llige oder f&auml;llig werdende Steuern bis Ende 2012 stunden lassen wollen. Steuerliche Verg&uuml;nstigungen gibt es auch f&uuml;r Reparaturen am eigenen Haus sowie f&uuml;r Gewerbetreibende und Landwirte.</p>
<p>Auch bei der Reparatur besch&auml;digter Geb&auml;ude helfen wir – also beispielsweise bei der Instandsetzung von D&auml;chern, Fassaden und Decken, beim Austausch besch&auml;digter Fenster und bei der Trockenlegung von Gem&auml;uern. Dazu hat die Landesregierung Mittel f&uuml;r ein Darlehensprogramm zur Soforthilfe freigegeben. Der Zinssatz f&uuml;r die Darlehen zwischen 5.000 und 20.000 Euro wird auf g&uuml;nstige 1,5 Prozent verbilligt. Die Laufzeit betr&auml;gt zehn oder 20 Jahre bei einem bis zwei tilgungsfreien Jahren. Ansprechpartner ist die Landesinvestitionsbank.</p>
<p>Neben der finanziellen Unterst&uuml;tzung gibt es bekanntlich zahlreiche Helfer im Land, die den Gesch&auml;digten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich kann mich davon tagt&auml;glich auch im Landkreis Mansfeld-S&uuml;dharz, der mit zu den vom Unwetter am st&auml;rksten Betroffenen z&auml;hlt und mein Heimatkreis ist, &uuml;berzeugen. Mit finanzieller Unterst&uuml;tzung durch das Land, B&uuml;rgersinn und Nachbarschaftshilfe sollte uns die Bew&auml;ltigung der Unwettersch&auml;den gemeinsam gelingen.</p>
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		<title>Mehr Geld f&#252;r die Kommunen in Sachsen-Anhalt / Kabinett beschlie&#223;t &#196;nderungen am Finanzausgleichsgesetz</title>
		<link>http://www.bullerjahn2011.de/2011/09/27/mehr-geld-fuer-die-kommunen-in-sachsen-anhalt-kabinett-beschlieszt-aenderungen-am-finanzausgleichsgesetz/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 14:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelhaushalt 2012/2013]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzausgleichsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalfinanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Finanzausgleichsgesetz (FAG) soll strukturell fortgeschrieben werden. Dazu hat die Landesregierung heute auf Vorschlag von Finanzminister Jens Bullerjahn wichtige &#196;nderungen im Finanzausgleichsgesetz (FAG) und dar&#252;ber hinaus finanzielle Verbesserungen f&#252;r die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Finanzausgleichsgesetz (FAG) soll strukturell fortgeschrieben  werden. Dazu hat die Landesregierung heute auf Vorschlag von  Finanzminister Jens Bullerjahn wichtige &Auml;nderungen im  Finanzausgleichsgesetz (FAG) und dar&uuml;ber hinaus finanzielle  Verbesserungen f&uuml;r die Kommunen beschlossen. Das Finanzausgleichsgesetz  (FAG) ist die Grundlage f&uuml;r die Finanzzuweisungen des Landes an die  Landkreise, St&auml;dte und Gemeinden.</p>
<p>Nach vielen Diskussionen des Finanzministers mit Kommunalpolitikern,  den kommunalen Spitzenverb&auml;nden und dem Parlament hat das Kabinett an  wichtigen Stellen gr&uuml;nes Licht gegeben f&uuml;r eine deutlich verbesserte  finanzielle Ausstattung der Kommunen:</p>
<ul>
<li>Die f&uuml;r die Kommunen wichtige Investitionspauschale wird in den  Jahren 2012 und 2013 nahezu verstetigt. In 2012 bleibt sie in gleicher  H&ouml;he wie im laufenden Jahr bei 128 Mio. €, in 2013 sinkt sie geringf&uuml;gig  um 3 Mio. € auf dann 125 Mio. € (Das sind 73 Mio. Euro mehr als im  ersten Haushaltsentwurf geplant).</li>
<li>Wegen einer &Uuml;berzahlung im Jahre 2009 m&uuml;ssen die Kommunen eine  letzte Rate von 53,3 Mio. € in 2012 an das Land zur&uuml;ckzahlen. Diese  Forderung sollte urspr&uuml;nglich in zwei Jahresraten gesplittet werden.  Jetzt empfiehlt die Landesregierung den Regierungsfraktionen, die erste  Rate f&uuml;r 2012 zu streichen und die zweite Rate in 2013 im Zusammenhang  mit der umfassenden &Uuml;berarbeitung des FAG ab 2013 neu zu regeln.</li>
<li>Das Land wird eine alte Zinsforderung aus den Jahren 1991-1995 in  H&ouml;he von etwa 11 Mio. € nicht mehr von den 150 betroffenen Kommunen  zur&uuml;ckfordern. Damit ist f&uuml;r die Gemeinden ein Jahre w&auml;hrendes  Haushaltsrisiko vom Tisch. Diese hatten damals Gelder f&uuml;r den St&auml;dtebau  nicht fristgem&auml;&szlig; ausgegeben, daraufhin hatte das Land Zinsen  zur&uuml;ckverlangt.</li>
<li>Das Land zahlt vorbehaltlich der Zustimmung im Finanzausschuss des  Landtages noch in diesem Jahr 30 Mio. € an etliche Kommunen. Dieses Geld  soll den Kommunen zuteil werden, die im Rahmen der  Gemeinde-Gebietsreform freiwillig fusionierten. Es ist ein Ausgleich f&uuml;r  damit verbundene Lasten und hilft erheblich bei der Konsolidierung der  betroffenen kommunalen Haushalte. Diese zus&auml;tzliche Ausgabe geht zu  Lasten des Vollzugs im laufenden Landeshaushaltsjahr 2011.</li>
<li>Das Land wird wegen zur&uuml;ckgehender Sonderbedarfszuweisungen vom Bund  (SoBEZ)den Landkreisen und kreisfreien St&auml;dten eine Summe von etwa 48  Mio. € vorfinanzieren. Dieses Geld fehlt den Landkreisen und kreisfreien  St&auml;dten durch die Bundesk&uuml;rzungen in den kommenden zwei Jahren.</li>
<li>In 2012 werden 20 Mio. Euro aus dem Ausgleichsstock entnommen und  zur Aufstockung der allgemeinen Zuweisungen f&uuml;r Gemeinden des  kreisangeh&ouml;rigen Raums verwandt.</li>
</ul>
<p>Mit den oben beschlossenen Ver&auml;nderungen bei den Kommunalfinanzen  &uuml;berweist das Land den Kommunen insgesamt etwa 140 Mio. € mehr als im  ersten Haushaltsentwurf geplant war. Dazu kommt die Vorfinanzierung  kommunaler Fehlbetr&auml;ge in H&ouml;he von etwa 48 Mio. € (SoBEZ).</p>
<p>Die heutigen Beschl&uuml;sse sind die erste S&auml;ule des B&uuml;ndnisses f&uuml;r  starke Kommunen, das Minister Bullerjahn den Kommunen bereits vor einer  Woche angeboten hatte. Dazu geh&ouml;ren auch die Programme STARK II  (Teilentschuldungs-Programm f&uuml;r Kommunen), STARK III (Sanierung aller  Kitas und Schulen) und STARK IV (geplantes Programm zur  Gewerbesteuer-Stabilisierung f&uuml;r Kommunen).</p>
<p>Eine umfassende &Auml;nderung des Finanzausgleichsgesetzes wird im  kommenden Jahr beraten. Daf&uuml;r wird das Ministerium der Finanzen ein  Gutachten einholen, das dann helfen soll, in breiter Diskussion mit  allen Beteiligten ein neues FAG zu erarbeiten, das dann ab 2013 gelten  soll. Das neue FAG soll dann f&uuml;r Politik wie Kommunen durchschaubarer,  nachvollziehbarer sowie zeitlich strukturierter werden.</p>
<h3>Minister Bullerjahn erkl&auml;rt dazu:</h3>
<p>„Wir haben jetzt f&uuml;r schnelle und umfangreiche Hilfen gesorgt, da wo  es m&ouml;glich ist. Weil aber alle Regeln des Finanzausgleichsgesetzes  verzahnt ineinandergreifen, reicht es nicht, einige Probleme selektiv  herauszugreifen, um damit h&ouml;here Zuweisungen zu begr&uuml;nden. Deshalb  strebe ich – in breiter &ouml;ffentlicher Diskussion – eine umfassende  &Uuml;berarbeitung des FAG bereits ab 2013 an.“</p>
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		<title>Finanzminister Jens Bullerjahn hat sofortige steuerliche Hilfen f&#252;r die Betroffenen des schweren Unwetters vom 11.September 2011 verf&#252;gt</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 10:10:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sofort-Hilfsmaßnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Unwetter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die betr&#228;chtlichen Sch&#228;den durch Sturm, Hagel, Starkregen und Gewittern in weiten Teilen Sachsen-Anhalts (vor allem in den Landkreisen Mansfeld-S&#252;dharz, Anhalt-Bitterfeld, Saalekreis, Salzlandkreis, Wittenberg und der Stadt Dessau-Ro&#223;lau) f&#252;hren bei vielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die betr&auml;chtlichen Sch&auml;den durch Sturm, Hagel, Starkregen und Gewittern in weiten Teilen Sachsen-Anhalts (vor allem in den Landkreisen Mansfeld-S&uuml;dharz, Anhalt-Bitterfeld, Saalekreis, Salzlandkreis, Wittenberg und der Stadt Dessau-Ro&szlig;lau) f&uuml;hren bei vielen Privatpersonen, aber auch Unternehmen zu erheblichen finanziellen Belastungen. In dieser Situation ist es dem Finanzminister wichtig, dass m&ouml;gliche zus&auml;tzliche steuerliche Belastungen f&uuml;r die Betroffenen unbedingt vermieden werden.</p>
<p>Deswegen hat das Finanzministerium heute steuerliche Sofort-Hilfsma&szlig;nahmen beschlossen.</p>
<h3>Eine Auswahl:</h3>
<ul>
<li>Betroffene k&ouml;nnen ihre bereits f&auml;lligen oder f&auml;llig werdenden Steuern bis zum 31.01.2012 auf Antrag ohne weitere Kosten stunden lassen. Bei der Antrags-Pr&uuml;fung sind die Finanz&auml;mter gehalten, „wohlwollend“ im Sinne der Betroffenen zu entscheiden.</li>
<li>Wenn Betroffene von Vollstreckungsma&szlig;nahmen bedroht sind, sollen diese bis 31.01.2012 nicht umgesetzt werden – ohne dass weitere S&auml;umnis-Zuschl&auml;ge anfallen.</li>
<li>Wer f&uuml;r Unwetter-Betroffene spendet, kann dies durch einfachen Bareinzahlungs-Beleg oder Buchungsbest&auml;tigung (z.B. Kontoauszug) steuerlich verg&uuml;nstigend geltend machen k&ouml;nnen.</li>
<li>Wer nachweislich durch das Unwetter Aufzeichnungen oder Buchf&uuml;hrungs-Unterlagen verloren hat, dem sollen daraus keine steuerlichen Nachteile entstehen.</li>
<li>Gewerbetreibende k&ouml;nnen bei Aufwendungen zum Wiederaufbau ganz oder teilweise durch das Unwetter zerst&ouml;rter Geb&auml;ude auf Antrag Sonderabschreibungen bis zu insgesamt 30 % vornehmen.</li>
<li>Aufwendungen zur Beseitigung der Unwettersch&auml;den an Grund und Boden, sowie Wiederherstellungen von Hofbefestigungen oder Wirtschaftswegen k&ouml;nnen sofort als Betriebsausgaben abgezogen werden. Das Gleiche gilt bei Landwirten f&uuml;r die Herrichtung und Wiederanpflanzung zerst&ouml;rter Anlagen.</li>
<li>Landwirte erhalten steuerliche Verg&uuml;nstigungen, wenn sie durch das Unwetter Ernteausf&auml;lle zu beklagen haben.</li>
<li>Unterst&uuml;tzungen, die Betroffene von ihren Arbeitgebern erhalten, werden bis zu einer H&ouml;he von 600,- Euro und in Ausnahmef&auml;llen auch dar&uuml;ber hinaus nicht besteuert.</li>
<li>Wenn Betroffene neuen Hausrat und/oder Kleidung kaufen oder Reparaturen am eigenen Haus machen m&uuml;ssen, k&ouml;nnen diese steuerlich als „au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung“ ber&uuml;cksichtigt werden.</li>
</ul>
<p>Die genauen Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die jeweiligen Betroffenen k&ouml;nnen in jedem Finanzamt erfragt werden und gelten ab sofort.</p>
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		<title>Ein B&#252;ndnis f&#252;r starke St&#228;dte und Gemeinden</title>
		<link>http://www.bullerjahn2011.de/2011/09/21/ein-buendnis-fuer-starke-staedte-und-gemeinden/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 07:52:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzausgleichsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalfinanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunen]]></category>

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		<description><![CDATA[Sachsen-Anhalt steht als gesamtes Land vor der Herausforderung, bis 2019 finanziell auf soliden F&#252;ssen stehen zu m&#252;ssen. Angesichts zur&#252;ckgehender finanzieller Leistungen Dritter wie Bund und EU gilt dies f&#252;r das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sachsen-Anhalt steht als gesamtes Land vor der Herausforderung, bis  2019 finanziell auf soliden F&uuml;ssen stehen zu m&uuml;ssen. Angesichts  zur&uuml;ckgehender finanzieller Leistungen Dritter wie Bund und EU gilt dies  f&uuml;r das Land und die Kommunen gleicherma&szlig;en. Landesfinanzminister Jens  Bullerjahn strebt deshalb eine langfristige strategische Partnerschaft  mit den Kommunen zur Stabilisierung der Haushalte an – ein B&uuml;ndnis f&uuml;r  starke Kommunen.</p>
<p>Dabei stehen f&uuml;r beide Ebenen – Land wie Kommunen – das Auskommen  ohne neue Schulden, die Begleichung aufgelaufener Schulden, die St&auml;rkung  von Vorsorge-Elementen und gleichzeitiges weiteres Investieren in  Zukunftsprojekte im Mittelpunkt. Keine der beiden Ebenen – Land und  Kommunen – darf dabei in eigenen Anstrengungen nachlassen. Beide sind  zum Erfolg verpflichtet. Keine der beiden Ebenen darf in diesem Prozess  die andere &uuml;berfordern.</p>
<p>Im Kabinett hat Finanzminister Bullerjahn heute nach etlichen  Gespr&auml;chen mit den regierungstragenden Fraktionen von CDU und SPD und  den kommunalen Spitzenverb&auml;nden, von denen viele Anregungen kamen, eine  ganze Reihe von Vorschl&auml;gen gemacht. Diese Vorschl&auml;ge gliedern sich auf  in Sofort-Ma&szlig;nahmen, Pr&uuml;fauftr&auml;ge und langfristige Projekte.</p>
<h3>Das Kabinett hat heute erste Sofortma&szlig;nahmen beschlossen. Dabei geht  es darum, den Kommunen dort zu helfen, wo es schnell m&ouml;glich ist:</h3>
<ul>
<li>Die f&uuml;r die Kommunen wichtige Investitionspauschale wird entgegen  erster Pl&auml;ne in den Jahren 2012 und 2013 kaum abgesenkt. In 2012 bleibt  sie in gleicher H&ouml;he wie im laufenden Jahr bei 128 Mio. €, in 2013 sinkt  sie geringf&uuml;gig um 3 Mio. € auf dann 125 Mio. € (Das sind 73 Mio. Euro  mehr als urspr&uuml;nglich geplant).</li>
<li>Wegen einer &Uuml;berzahlung im Finanzausgleich des Jahres 2009 sind die  Kommunen gegen&uuml;ber dem Land erstattungspflichtig, eine letzte Rate in  H&ouml;he von etwa 53 Mio. € sollte in 2012 gezahlt werden. Nach Vorschlag  von Finanzminister Bullerjahn wird diese letzte Rate auf zwei Jahre  ausgedehnt – das hei&szlig;t, sie muss erst bis Ende 2013 komplett  zur&uuml;ckgezahlt werden (j&auml;hrlich gut 26 Mio. Euro).</li>
</ul>
<h3>Bei den ebenfalls heute beschlossenen Pr&uuml;fauftr&auml;gen f&uuml;r verschiedene  Ministerien geht es um weitere Entlastungen f&uuml;r die Kommunen:</h3>
<ul>
<li>Gepr&uuml;ft wird, ob das Land eine alte Zinsforderung aus den Jahren  1991-1995 in H&ouml;he von etwa 11 Mio. € aufrecht erh&auml;lt. Seit Jahren ist  dies ein Haushaltsrisiko f&uuml;r etwa 150 betroffene Gemeinden in  Sachsen-Anhalt. Diese hatten damals Gelder f&uuml;r den St&auml;dtebau nicht  fristgem&auml;&szlig; ausgegeben, daraufhin hatte das Land Zinsen zur&uuml;ckverlangt.</li>
<li>Gepr&uuml;ft wird, ob noch in diesem Jahr Ausgaben in H&ouml;he von 30 Mio. €  ausgezahlt werden k&ouml;nnen. Dieses Geld soll den Kommunen zuteil werden,  die im Rahmen der Gemeindegebietsreform freiwillig fusionierten. Es ist  ein Ausgleich f&uuml;r damit verbundene Lasten und hilft erheblich bei der  Konsolidierung der betroffenen kommunalen Haushalte. Allerdings geht  diese Ausgabe zu Lasten des Vollzugs im laufenden Haushaltsjahr 2011.</li>
<li>Gepr&uuml;ft wird. ob das Land wegen zur&uuml;ckgehender  Sonderbedarfszuweisungen vom Bund an die Landkreise und kreisfreien  St&auml;dte mit einer Vorfinanzierung von maximal 45 Mio. Euro helfen kann.  Dieses Geld fehlt den Landkreisen und kreisfreien St&auml;dten durch die  Bundesk&uuml;rzungen.</li>
<li>Gepr&uuml;ft wird, ob Gelder bereitgestellt werden k&ouml;nnen f&uuml;r die  Bek&auml;mpfung der Grundwassersch&auml;den in zahlreichen Regionen des Landes.  Die Landesregierung ist sich im Klaren dar&uuml;ber, dass &Auml;nderungen im FAG  und die beschlossenen Pr&uuml;fauftr&auml;ge allein nicht ausreichen, um die Ziele  der Haushaltssanierung zu erreichen. Deshalb ist es wichtig, weitere  grundlegende S&auml;ulen des angestrebten<br />
„B&uuml;ndnisses f&uuml;r starke Kommunen“ auszubauen.</li>
</ul>
<h3>Deshalb sollen folgende l&auml;ngerfristige Projekte entwickelt werden:</h3>
<ul>
<li>Weiterf&uuml;hrung und Fortentwicklung des Teilentschuldungsprogramms  STARK II (bisher haben &uuml;ber 100 Kommunen im Land das Programm in  Anspruch genommen – das Land half hier mit &uuml;ber 230 Mio. €  Sofort-Entschuldungen)</li>
<li>Entwicklung des Investitionsprogramms STARK III zur weiteren  energetischen Sanierung und Modernisierung aller Kitas und Schulen im  Land (Dabei sollen konkrete Vorschl&auml;ge f&uuml;r die inhaltliche Ausgestaltung  des Programms inklusive der Art und H&ouml;he des kommunalen Eigenanteils  erarbeitet werden.)</li>
<li>Etablierung eines Fonds (STARK IV) zum Ausgleich von Steuerausf&auml;llen  auf kommunaler Ebene – &auml;hnlich dem Steuerschwankungsfonds auf  Landesebene</li>
</ul>
<p>Allerdings – viele Probleme der kommunalen Familie werden durch die  Vorschl&auml;ge allein nicht geheilt. Es besteht weiter erheblicher  Gespr&auml;chs- und Handlungsbedarf. Damit im Zusammenhang steht auch eine  bessere Honorierung eigener Konsolidierungsanstrengungen der Kommunen,  weil Leistungsanreize an dieser Stelle unabdingbar sind.</p>
<p>Zur Kl&auml;rung dieser Probleme rund um die Finanzbeziehungen zwischen  Land und Kommunen wird das Ministerium der Finanzen gemeinsam mit dem  Ministerium f&uuml;r Inneres und Sport sowie in Absprache mit den  regierungstragenden Fraktionen von CDU und SPD und den kommunalen  Spitzenverb&auml;nden ein Gutachten in Auftrag geben, das nebst Bewertungen  und Vorschl&auml;gen bis Mitte 2012 vorliegen wird. Mit Hilfe dieses  Gutachtens, das sich umfassend mit den Finanzbeziehungen zwischen Land  und Kommunen sowie innerhalb der kommunalen Familie besch&auml;ftigen wird,  soll das FAG grunds&auml;tzlich &uuml;berarbeitet werden.</p>
<p>Das gegenw&auml;rtig geltende Gesetz soll durchschaubarer,  nachvollziehbarer und zeitlich besser strukturiert werden. Gleichzeitig  soll es allen Mitgliedern der kommunalen Familie m&ouml;glich gemacht werden,  die Art und H&ouml;he der Zuweisungen an die jeweiligen Gruppen innerhalb  der Kommunen zu verstehen. Am Ende des Prozesses soll ein neues FAG  entstehen, mit dem alle Beteiligten (Landesregierung, Parlament,  Kommunen) gut arbeiten k&ouml;nnen. Nur so wird so wird das angestrebte  B&uuml;ndnis erfolgreich sein.</p>
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		<title>Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn lehnt Amnestie f&#252;r Steuers&#252;nder ab</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 07:36:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerabkommen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn im Bundesrat &#252;ber das von Bundesfinanzminister Sch&#228;uble mit der Schweiz ausgehandelte Steuerabkommen beraten wird, kann der Bund nicht mit der Zustimmung Sachsen-Anhalts rechnen. Landes-Finanzminister Jens Bullerjahn begr&#252;ndet seine ablehnende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn im Bundesrat &uuml;ber das von Bundesfinanzminister Sch&auml;uble mit der Schweiz ausgehandelte Steuerabkommen beraten wird, kann der Bund nicht mit der Zustimmung Sachsen-Anhalts rechnen. Landes-Finanzminister Jens Bullerjahn begr&uuml;ndet seine ablehnende Haltung unter anderem mit der Geheimniskr&auml;merei, die Sch&auml;uble bei diesem Abkommen bisher an den Tag legt, denn nach wie vor ist das Abkommen den L&auml;nder-Finanzministern offiziell nicht bekannt. Dazu komme, dass bisher bekannte Teile des Abkommens seiner Ansicht von Steuergerechtigkeit nicht entsprechen w&uuml;rden.</p>
<p>Jens Bullerjahn: „Ich bin ersch&uuml;ttert, dass der ehemalige Verfassungsminister offensichtlich &uuml;ber eine Amnestie f&uuml;r Steuers&uuml;nder nachdenkt. Dass den Bundesl&auml;ndern die Inhalte des verhandelten Abkommens mit der Schweiz vorenthalten werden, stimmt mich &auml;u&szlig;erst misstrauisch. Eine m&ouml;gliche Legalisierung von Steuerhinterziehung lehne ich ab. Steueramnestien tragen zur Spaltung unserer Gesellschaft bei. Daf&uuml;r werde ich nicht die Hand reichen.“</p>
<p>Hintergrund: Im August dieses Jahres hatten sich Deutschland und die Schweiz auf eine Versteuerung von Kapitalertr&auml;gen deutscher Bankkunden in der Schweiz geeinigt. Damit soll ab dem Jahr 2013 das von Deutschen geparkte Bankverm&ouml;gen pauschal nach versteuert werden. In Zukunft soll dann eine Quellensteuer von 26 Prozent auf Zinsen und Dividenden greifen. Unklar ist bisher, ob im Abkommen auch eine Amnestie f&uuml;r Steuers&uuml;nder vorgesehen ist, allerdings deuten einige Zeichen daraufhin.</p>
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		<title>Steuermehreinnahmen bringen neue M&#246;glichkeiten f&#252;r den Doppelhaushalt Sachsen-Anhalts 2012/13</title>
		<link>http://www.bullerjahn2011.de/2011/08/30/steuermehreinnahmen-bringen-neue-moeglichkeiten-fuer-den-doppelhaushalt-sachsen-anhalts-201213/</link>
		<comments>http://www.bullerjahn2011.de/2011/08/30/steuermehreinnahmen-bringen-neue-moeglichkeiten-fuer-den-doppelhaushalt-sachsen-anhalts-201213/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 14:42:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelhaushalt 2012/2013]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einem Vierteljahr wird auf allen Ebenen der Landesregierung &#252;ber den Doppelhaushalt 2012/13 beraten, auch mit den Fraktionen wird bereits diskutiert. Was anf&#228;nglich nur die Optimisten zu hoffen wagten, tritt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/07/doppelhaushalt.jpg"  class="lightbox"><img class="alignright size-full wp-image-1053" title="Doppel-Landeshaushalt 2012/2013" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/07/doppelhaushalt.jpg" alt="Doppel-Landeshaushalt 2012/2013" width="210" height="168" /></a>Seit einem Vierteljahr wird auf allen Ebenen der Landesregierung &uuml;ber den Doppelhaushalt 2012/13 beraten, auch mit den Fraktionen wird bereits diskutiert. Was anf&auml;nglich nur die Optimisten zu hoffen wagten, tritt ein: Die Steuereinnahmen unseres Landes steigen gegenw&auml;rtig st&auml;rker als von den Steuersch&auml;tzern noch im Mai vorhergesehen. Die Mai-Sch&auml;tzung war die Grundlage f&uuml;r die Haushaltsplanungen des Finanzministeriums. Von 2012 bis 2015 nimmt Sachsen-Anhalt auf Grund neuer Hochrechnungen des Landesfinanzministeriums etwa 900 Mio. € mehr an Steuern gegen&uuml;ber der Mai-Steuersch&auml;tzung ein.</p>
<p>Damit ergeben sich neue M&ouml;glichkeiten f&uuml;r den Landeshaushalt, die in Ministergespr&auml;chen, die erst vor wenigen Tagen endeten, er&ouml;rtert wurden. Von den Mehreinnahmen sind bereits 300 Mio. € im Eckwerte-Beschluss der Landesregierung Anfang Juli vorweg genommen worden. Im Ergebnis sollen die weiteren Mehreinnahmen bei den Steuern im Wesentlichen an drei Brennpunkten helfen:</p>
<p><strong>1. Die Vorsorgeelemente werden gest&auml;rkt.</strong></p>
<ul>
<li>Die n&auml;chste Wirtschaftskrise kommt bestimmt, die Frage ist nur wann. Deswegen bleibt es dabei; Sachsen-Anhalt wird keine neuen Schulden mehr aufnehmen, ab 2014 wird getilgt!</li>
<li>Genauso wird es – &uuml;brigens erstmals seit der Wiedervereinigung – keine Globale Minderausgabe 2012 und 2013 geben (also keine „zu erwirtschaftenden Summen“, die dann Beschl&uuml;sse des Parlaments nachtr&auml;glich in Frage stellen).</li>
<li>Bereits 2012, ein Jahr eher als urspr&uuml;nglich geplant, wird die Steuerschwankungsreserve mit 50 Mio. € aufgef&uuml;llt (diese in den n&auml;chsten Jahren weiter zu st&auml;rkende Reserve soll Sachsen-Anhalt vor den Folgen kommender Krisen sch&uuml;tzen).</li>
<li>Genauso werden in den Pensionsfonds (zur sp&auml;teren Begleichung der Pensionen von Landesbeamten) bereits ab 2012 wieder 20 Mio. € j&auml;hrlich zus&auml;tzlich eingezahlt.</li>
</ul>
<p><strong>2.      Die Eckwerte f&uuml;r die einzelnen Ressorts wurden vor allem immer dort nachgebessert, wo investiert wird.</strong> Es galt, m&ouml;glichst viele Drittmittel von Bund und EU zu binden. Es ist nach vielen Gespr&auml;chen sowie Beratungen und Eigenanstrengungen der Ressorts nun gelungen, s&auml;mtliche Drittmittel in der bis 2013 laufenden EU-F&ouml;rderperiode und der Gemeinschaftsaufgabe zu binden – das hei&szlig;t, Sachsen-Anhalt geht kein F&ouml;rder-Euro von Bund oder EU verloren! Um dies zu erreichen, waren insgesamt etwa 200 Mio. € mehr als urspr&uuml;nglich veranschlagt n&ouml;tig.</p>
<p><strong>3.      Die Diskussion &uuml;ber ein neues, f&uuml;r alle Mitglieder der kommunalen Familie gerechteres Finanzausgleichsgesetz geht weiter.</strong> Klar war und ist aber: Es muss alles versucht werden, damit auch die Kommunen in die Lage versetzt werden, m&ouml;glichst viele Investitionen kofinanzieren zu k&ouml;nnen. Mit der Verschiebung der f&uuml;r 2012 geplanten K&uuml;rzung der Investitions-Pauschale f&uuml;r die Kommunen (die auf dem R&uuml;ckgang der Sonderbundeserg&auml;nzungs-Zuweisungen SoBEZ um j&auml;hrlich 120 Mio. Euro basieren) um ein Jahr nach hinten ergeben sich nun sofort bessere Spielr&auml;ume f&uuml;r die Kommunen, Investitionen kofinanzieren zu k&ouml;nnen. Verabredet ist:</p>
<ul>
<li>2012 stehen damit wie bisher 128 Mio. € Investitionspauschale f&uuml;r die Kommunen zur Verf&uuml;gung. Die urspr&uuml;nglich geplante K&uuml;rzung um 26 Mio. € wird um ein Jahr nach hinten verschoben, greift erst 2013.</li>
<li>2013 stehen dann noch 102 Mio. € Investitionspauschale f&uuml;r die Kommunen zur Verf&uuml;gung (statt wie fr&uuml;her geplant nur 78 Mio. €).</li>
</ul>
<p>Bis 2019 sinken die SoBEZ j&auml;hrlich weiter ab, 2020 dann laufen sie v&ouml;llig aus. Damit die Investitionspauschale nicht gleicherma&szlig;en auf Null absinkt, will die Landesregierung ab 2020 j&auml;hrlich einen Sockelbetrag von 50 Mio. € allein aus dem Landeshaushalt bereitstellen, um die dann noch vorhandene Infrastrukturl&uuml;cke schlie&szlig;en zu k&ouml;nnen.</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus wird der Haushaltsvollzug vereinfacht und modernisiert. Die Ministerien k&ouml;nnen Gelder im jeweiligen Wirkungsbereich von 2012 auf 2013 &uuml;bertragen – das gab es bisher so nicht. Es wird auch keinerlei Bewirtschaftungsbeschr&auml;nkungen mehr geben, genauso keine Haushaltsperren. Wenn der Landtag nach eingehender Beratung den Doppelhaushalt verabschiedet, kann insbesondere sofort investiert werden, weil dann die Mittel zu 100 Prozent bereitgestellt werden k&ouml;nnen.</p>
<p>Mit den Haushaltsberatungen wurde auch das PEK – das Personal-Entwicklungs-Konzept – fortgeschrieben und weiterentwickelt. Nach Gespr&auml;chen mit allen Ressorts wurde der Einstellungskorridor f&uuml;r den Nachwuchs von 350 Neueinstellungen j&auml;hrlich (Ansatz Mai 2011) auf etwa 550 pro Jahr erh&ouml;ht. Das gibt nun Ministerien und Beh&ouml;rden viel mehr Planungssicherheit und Nachwuchskr&auml;ften neue Perspektiven im Lande. Die Landesregierung verfolgt mit dem nun aktualisierten PEK weiterhin das Ziel, bis Ende 2019 die Zahl der Landesbesch&auml;ftigten auf etwa 40.000 abzusenken. Dann liegt Sachsen-Anhalt mit etwa 19 Landesbediensteten (Vollzeit-&Auml;quivalente) auf 1000 Einwohner im deutschen Durchschnitt.</p>
<p>S&auml;mtliche Bem&uuml;hungen im Landeshaushalt 2012/13 stehen unter der &Uuml;berschrift Konsolidieren – Investieren – Vorsorgen und unter der Ma&szlig;gabe, dass das Land wegen der zur&uuml;ckgehenden Finanzhilfen von Bund und EU am Ende dieses Jahrzehnts auf eigenen finanziellen F&uuml;ssen stehen muss und somit finanziell eigenst&auml;ndig bleibt.</p>
<p>Dieses Ziel unbedingt zu erreichen gilt es auch wegen des j&auml;hrlich an den Bund zu leistenden Fortschrittberichtes des Landes Sachsen-Anhalt. Darin wird Rechenschaft abgelegt &uuml;ber die ordnungsgem&auml;&szlig;e Verwendung der SoBEZ und &uuml;ber die Fortschritte beim Aufholprozess gegen&uuml;ber den alten Bundesl&auml;ndern. Im aktuellen Fortschrittsbericht, den heute die Landesregierung zur Kenntnis nahm, ist die Quote der ordnungsgem&auml;&szlig; verwendeten Solidarmittel von 79 Prozent im Jahr 2009 auf nur noch 50 Prozent im Jahr 2010 gefallen. Dieser R&uuml;ckgang h&auml;ngt zusammen mit der Aufnahme neuer Schulden durch das Land 2010, er ist kein Beleg f&uuml;r eine Fehlverwendung der Solidarmittel. H&auml;tte Sachsen-Anhalt 2010 keine neuen krisenbedingten Schulden aufnehmen m&uuml;ssen, w&auml;re die Quote auf &uuml;ber 80 Prozent gestiegen. Mit dem vorliegenden Finanzkonzept stellt die Landesregierung sicher, dass der Stabilit&auml;tsrat bei seiner n&auml;chsten Beratung im November f&uuml;r unser Land keinen Haushalts-Notstand konstatieren wird.</p>
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		<title>Diskussion &#252;ber Kommunalfinanzen &#8211; Land st&#246;&#223;t sich nicht auf Kosten der St&#228;dte und Gemeinden gesund</title>
		<link>http://www.bullerjahn2011.de/2011/08/10/diskussion-ueber-kommunalfinanzen-land-stoeszt-sich-nicht-auf-kosten-der-staedte-und-gemeinden-gesund/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 12:46:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzausgleichsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalfinanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Anfang der 90er Jahre kommt es immer wieder zum heftigen Streit &#252;ber die H&#246;he der kommunalen Finanzzuweisungen. Schon damals lautete oft der Vorwurf, dass sich das Land Sachsen-Anhalt auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/08/fag-grafik.jpg"  class="lightbox"><img class="alignright size-medium wp-image-1156" title="Diskussion &uuml;ber Kommunalfinanzen" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/08/fag-grafik-350x232.jpg" alt="Diskussion &uuml;ber Kommunalfinanzen" width="280" height="186" /></a>Seit Anfang der 90er Jahre kommt es immer wieder zum heftigen Streit &uuml;ber die H&ouml;he der kommunalen Finanzzuweisungen. Schon damals lautete oft der Vorwurf, dass sich das Land Sachsen-Anhalt auf Kosten seiner Kommunen gesund sto&szlig;e oder seine Finanzprobleme zu Lasten der St&auml;dte und Gemeinden l&ouml;sen wolle. Auch deshalb wurde 2009 vom Landtag das System des kommunalen Finanzausgleichsgesetzes (FAG) ge&auml;ndert. Bis dahin richtete sich die H&ouml;he der Zuweisungen nach einer festgelegten Quote am Landeshaushalt. Der Nachteil: Wurde der Landeshaushalt geringer, sanken auch die kommunalen Zuwendungen &#8211; ganz gleich welche Aufgaben vor Ort zu bew&auml;ltigen waren.</p>
<p>Im Dezember 2009 wurde dann vom Landtag der aufgabenbezogene &#8211; am Bedarf orientierte &#8211; Finanzausgleich eingef&uuml;hrt. An der Erarbeitung dieses Verfahrens waren auch die kommunalen Spitzenverb&auml;nde beteiligt. Nach dem alten Quotensystem w&auml;ren die kommunalen Zuweisungen schon in den Jahren 2010 (minus 66 Millionen Euro) und 2011 (minus 94 Millionen Euro) geringer ausgefallen als nach dem jetzt geltenden FAG.</p>
<h2>Drei S&auml;ulen des Finanzausgleichsgesetzes</h2>
<p>Die H&ouml;he der kommunalen Zuweisungen insgesamt (Fachbegriff: kommunale Finanzausgleichsmasse)  setzt  sich aus dem errechneten  angemessenen Finanzbedarf, der Investitionspauschale  und den Bedarfszuweisungen zusammen.</p>
<p><strong>1. Errechneter angemessener Finanzbedarf </strong></p>
<p>Der angemessene Finanzbedarf wird auf der Grundlage der Verwaltungshaushalte der Kommunen und nach dem von einer daf&uuml;r eingesetzten Arbeitsgruppe, an der auch die kommunalen Spitzenverb&auml;nde beteiligt waren, vereinbarten Verfahren berechnet. Darauf nimmt also weder der Finanzminister noch die Landesregierung oder der Landtag Einfluss.</p>
<p>F&uuml;r das Jahr 2012 wurde von Experten des Statistischen Landesamtes ein angemessener Finanzbedarf f&uuml;r die Kommunen von 1.353.432.786 Euro errechnet. Gegen&uuml;ber 2011 bedeutet dies ein R&uuml;ckgang von rund 49 Millionen Euro. Als Datenbasis f&uuml;r die aktuellen Berechnungen dienten dabei die Jahre 2008-2010. Der R&uuml;ckgang von 49 Millionen Euro beruht im Wesentlichen auf den Mehreinnahmen der Kommunen von &uuml;ber 350 Millionen Euro in den Jahren 2008-2010. Davon sind Landkreise, kreisfreie St&auml;dte und kreisangeh&ouml;rige Gemeinden unterschiedlich betroffen.</p>
<p>Der R&uuml;ckgang bei den Kreisen ist im Wesentlichen auf die erh&ouml;hten Kreisumlagen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Die Zusch&uuml;sse f&uuml;r die kreisfreien St&auml;dte fallen geringer aus, weil diese ein Plus bei Steuern verzeichnen und weniger f&uuml;r Tilgungen zahlten. Der h&ouml;here Bedarf bei den kreisangeh&ouml;rigen Gemeinden wiederum beruht auf einem Anstieg bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt, wobei rechnerisch die Steuermehreinnahmen hier die erh&ouml;hte Kreisumlage ausgleichen.</p>
<p>Bei der Berechnung des angemessenen Finanzbedarfs ist das Land den Kommunen in mehreren Punkten entgegen gekommen. So werden die Ausgaben f&uuml;r freiwillige Leistungen in voller H&ouml;he angerechnet. In Th&uuml;ringen zum Beispiel werden die Ausgaben im freiwilligen Bereich nur mit sechs Prozent in die FAG einbezogen. In Sachsen-Anhalt werden zudem &ouml;rtliche Steuern (Hunde-, Vergn&uuml;gungs-, Zweitwohnsitzsteuer) und das Teilentschuldungsprogramm STARK II, das die Kommunen entlastet, beim Finanzbedarf nicht mit ber&uuml;cksichtigt. Und nat&uuml;rlich wird den Kommunen die Sanierung ihrer Kitas und Schulen bei den Landeszusch&uuml;ssen ebenfalls nicht angerechnet.</p>
<p><strong>2. Investitionspauschale</strong></p>
<p>Die zweite S&auml;ule des kommunalen Finanzausgleichs, die Investitionspauschale, wird sich 2012 voraussichtlich auf 102 Millionen Euro und 2013 auf 76 Millionen Euro belaufen. In diesem Jahr betr&auml;gt die Pauschale 128 Millionen Euro. Die Differenz zu 2011 betr&auml;gt demnach 26 Millionen Euro. Der R&uuml;ckgang ist auf den drastischen Abbau bei den Bundeserg&auml;nzungszuweisungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Hier gibt das Land einen relativ geringen Teil der Lasten an die Kommunen weiter, denn  4/5 des R&uuml;ckgangs tr&auml;gt das Land.</p>
<p><strong>3. Bedarfszuweisungen</strong></p>
<p>F&uuml;r die Bedarfszuweisungen (auch Ausgleichsstock f&uuml;r Notf&auml;lle) sind wieder rund 40 Millionen Euro vorgesehen. 2010 und 2011 waren es jeweils 60 Millionen Euro, weil man einen „Anstieg an Notf&auml;llen“ prognostiziert hatte.</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen die Kommunen im  kommenden Jahr letztmalig gut 53 Millionen Euro an das Land zur&uuml;ckzahlen, weil sie im Jahr 2009 mehr als 150 Millionen Euro zuviel vom Land bekommen hatten. Die H&ouml;he der Landeszuweisungen wird ja im Vorfeld nach den Einnahmeerwartungen im Landeshaushalt berechnet. F&auml;llt nun das Jahr schlechter als erwartet aus, m&uuml;ssen die zu hoch ausgefallenen Zuweisungen wieder zur&uuml;ckgezahlt werden. Und 2009 war f&uuml;r alle ein besonders mageres Jahr. Das Land hat den Kommunen einger&auml;umt, die R&uuml;ckzahlungen in drei Jahresscheiben vornehmen zu k&ouml;nnen.</p>
<p>In der &ouml;ffentlichen Debatte ist des &Ouml;fteren davon die Rede, dass die Kommunen im kommenden Jahr 150 Millionen Euro weniger vom Land bekommen w&uuml;rden. Diese Summe setzt sich aus dem errechneten geringeren Finanzbedarf von rund 49 Millionen Euro zusammen, worauf die Landesregierung keinen Einfluss hat. Um 26 Millionen Euro sinkt die Investitionspauschale, weil der Bund sein Erg&auml;nzungszuweisungen drastisch senkt, wovon das Land 4/5 tr&auml;gt. Um 20 Millionen Euro werden die f&uuml;r zwei Jahre aufgestockten Zuweisungen aus dem Ausgleichsstock wieder zur&uuml;ckgefahren. Und gut 53 Millionen Euro m&uuml;ssen die Kommunen letztmalig an das Land zur&uuml;ckzahlen, weil sie 2009 mehr als 150 Millionen Euro zuviel vom Land bekommen haben.</p>
<h2>Neues FAG</h2>
<p>Das jetzt g&uuml;ltige, unter Federf&uuml;hrung des Innenministeriums entstandene Gesetz, wird 2012 und 2013 fortgeschrieben. Es werden nur kleinere &Auml;nderungen vorgenommen. Ein wirklich neues FAG k&ouml;nnte dann im Jahr 2014 in Kraft treten. In einem Gutachten sollen die Finanzsituation und die Probleme der Kommunen des Landes in ihrer Vielfalt er&ouml;rtert werden.</p>
<p>Vor einer umfassenden Gesetzes&auml;nderung muss nat&uuml;rlich der Ausgang von drei beim Landesverfassungsgericht anh&auml;ngigen Verfassungsbeschwerden gegen das jetzt g&uuml;ltige FAG abgewartet werden. Und vor allem soll eine m&ouml;gliche Novellierung erst nach einer breiten gesellschaftlichen Debatte erfolgen.</p>
<p><strong>Den Auftakt daf&uuml;r wollen die kommunalen Spitzenverb&auml;nde gemeinsam mit dem jetzt f&uuml;r das FAG zust&auml;ndigen Finanzminister Jens Bullerjahn und dem Innenministerium mit zwei gro&szlig;en „B&uuml;rgermeisterkonferenzen“ am 15. August in Magdeburg und am 16. August in Halle machen.</strong></p>
<p>Zu diesen Konferenzen gibt es schon jetzt jede Menge Anregungen und Anmeldungen. Dies zeigt deutlich, dass das Interesse an einem umfassenden Meinungsaustausch gro&szlig; ist. Angesprochene Diskussionspunkte sind zum Beispiel die Finanzsituation in den gro&szlig;en St&auml;dten des Landes. Dabei geht es auch um die Stadt-Umland-Problematik. Wie kann zum Beispiel mehr Gerechtigkeit bei der Finanzierung von Aufgaben eines Oberzentrums hergestellt werden, sollten auch die Umland-Gemeinden dabei finanziell helfen, lauten einige Fragen.  B&uuml;rgermeister beklagen, dass ihnen bei laufender Konsolidierung die Mittel f&uuml;r Investitionen fehlten.</p>
<p>Angesichts des immensen Diskussionsbedarfs soll das FAG nicht in wenigen Wochen oder Monaten &uuml;berarbeitet werden. Gr&uuml;ndlichkeit muss vor Schnelligkeit gehen. Deshalb sollte aus Sicht des Finanzministeriums  das neue FAG erst ab 2014 greifen.</p>
<h2>Weitere Informationen:</h2>
<p><a title="Kurzfassung des Kommunalfinanzberichtes 2011 des Innenministeriums als pdf-Datei herunterladen" href="http://www.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Elementbibliothek/Bibliothek_Politik_und_Verwaltung/Bibliothek_Ministerium_der_Finanzen/Dokumente/MF_Nachrichten/FAGKurz4.pdf" target="_blank">Kurzfassung des Kommunalfinanzberichtes 2011 des Innenministeriums als pdf-Datei herunterladen</a></p>
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		<title>Motorradtour vom 09. bis 11. August durch die Altmark</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 14:55:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Altmark]]></category>
		<category><![CDATA[Motorradtour]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 9. bis 11. August 2011 ist Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn u.a. mit J&#252;rgen Barth (MdL), Marko M&#252;hlstein und Detleff Bill (Vorsitzender SPD-Ortsverein Diesdorf) mit dem Motorrad in der Altmark [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Jens Bullerjahn startet auf seiner roten Suzuki zur Motorradtour in die Altmark" href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/08/foto_motorradtour2011.jpg"  class="lightbox"><img class="alignright size-medium wp-image-1113" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/08/foto_motorradtour2011-350x261.jpg" alt="Jens Bullerjahn startet auf seiner roten Suzuki zur Motorradtour in die Altmark" width="164" height="122" /></a>Vom 9. bis 11. August 2011 ist Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn u.a. mit J&uuml;rgen Barth (MdL), Marko M&uuml;hlstein und Detleff Bill (Vorsitzender SPD-Ortsverein Diesdorf) mit dem Motorrad in der Altmark unterwegs. Auf der nach 2010 zweiten Tour dieser Art stehen Besuche bei der Bundeswehr in Havelberg, in der Gemeinde Schollene, im Biohof Ritzleben, im KiEZ Arendsee und im Mehrgenerationenhaus Salzwedel auf dem Programm.</p>
<h2>Dienstag, 09.08.2011</h2>
<p><strong>17:00 Uhr</strong><br />
Besuch bei der Bundeswehr in der Elb-Havel-Kaserne in Havelberg<br />
mit Vorstellung LVU (Lagevortrag zur Unterrichtung) Panzerbataillon 803, Rundgang Kaserne, Erl&auml;uterung Infrastruktur, Besichtigung Taucherausbildungsst&auml;tte</p>
<p><strong>19:30 Uhr </strong><br />
Abfahrt nach Schollene</p>
<h2>Mittwoch, 10.08.2011</h2>
<p><strong>ab 9:00 Uhr</strong><br />
Treff Gemeinde Schollene mit Vorstellung Schulprojekt Grundschule Schollene durch Verbandsgemeinde-B&uuml;rgermeister Bernd Witt mit Teilnahme einiger Gemeinderatsmitglieder<br />
Vorstellung des Projektes Havelradweg mit Erl&auml;uterung und F&uuml;hrung durch Armin Wernicke<br />
Besichtigung Naturfreundehaus Ferchels mit F&uuml;hrung und Erl&auml;uterung durch Helmut Ueberschaer (SPD-Mitglied)</p>
<p><strong>12:00 Uhr </strong><br />
Abfahrt nach Ritzleben</p>
<p><strong>14:00 bis 16:00 Uhr</strong><br />
Besuch Biohof Ritzleben und Gespr&auml;ch mit Carsten Niemann</p>
<p><strong>16:00 Uhr </strong><br />
Abfahrt nach Arendsee</p>
<p><strong>16:30 Uhr</strong><br />
&Uuml;bernachtung 10./11.08.2011 im Kinder- und Jugenderholungszentrum KiEZ Arendsee</p>
<h2>Donnerstag, 11.08.2011</h2>
<p><strong>ab 8:00 Uhr</strong><br />
Fr&uuml;hst&uuml;ck im KiEZ Arendsee</p>
<p><strong>9:30 Uhr </strong><br />
Abfahrt nach Salzwedel</p>
<p><strong>10:00 bis 12:00 Uhr</strong><br />
Besuch und Mittagessen Mehrgenerationenhaus Salzwedel,<br />
Gespr&auml;ch mit Leiterin des Mehrgenerationenhaus Susann Meinecke</p>
<p><strong>ab 12:00 Uhr </strong><br />
Heimreise</p>
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