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	<title>Jens Bullerjahn &#187; Sachsen-Anhalt</title>
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	<description>Mitglied des Landtages, Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 Nov 2011 14:35:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>F&#252;r ein attraktives Sachsen-Anhalt: Keine neuen Schulden &#8211; die „Null“ muss stehen!</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 10:44:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelhaushalt 2012/2013]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldenabbau]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Down-Verfahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Sachsen-Anhalt wird in Zukunft nur dann auf eigenen F&#252;&#223;en stehen und seine Geschicke selbst bestimmen k&#246;nnen, wenn es keine neuen Schulden macht. Deshalb muss sowohl im Doppelhaushalt 2012/2013 als auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-1053" title="Doppel-Landeshaushalt 2012/2013" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/07/doppelhaushalt.jpg" alt="Doppel-Landeshaushalt 2012/2013" width="210" height="168" />Sachsen-Anhalt wird in Zukunft nur dann auf eigenen F&uuml;&szlig;en stehen  und seine Geschicke selbst bestimmen k&ouml;nnen, wenn es keine neuen Schulden macht.  Deshalb muss sowohl im Doppelhaushalt 2012/2013 als auch in der Mittelfristigen Finanzplanung <strong>„die Null stehen“</strong>.</p>
<p><strong>Im Klartext hei&szlig;t das:</strong></p>
<ul>
<li> ab 2012  keine neue neuen Kredite f&uuml;r Sachsen-Anhalt</li>
<li> ab 2013 Anlegen von Reserven (z.B. Steuerschwankungsreserve)</li>
<li> ab 2014 Tilgung der bisher angeh&auml;uften Schulden</li>
</ul>
<p>Zum strikten Sparkurs gibt es schon allein deshalb keine Alternative, weil Sachsen-Anhalt &uuml;ber verschiedene Landesregierungen und Koalitionen hinweg inzwischen einen Schuldenberg von mehr als 20 Milliarden Euro angeh&auml;uft hat. Bereits jetzt sind die daf&uuml;r zu zahlenden Zinsen eine riesige Belastung f&uuml;r die Landeskasse. Dar&uuml;ber hinaus grenzen sie die Spielr&auml;ume f&uuml;r Investitionen und andere Ausgaben dramatisch ein.</p>
<h2>Zinsausgaben-Quote im Vergleich (2010)</h2>
<p><img src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/07/zinsausgabenquote.jpg" alt="Zinsausgaben-Quote im Vergleich (2010)" title="Zinsausgaben-Quote im Vergleich (2010)" width="589" height="116" class="alignnone size-full wp-image-1099" /></p>
<p><strong>In absoluten Zahlen hei&szlig;t das:</strong> Sachsen muss &#8211; aufgrund einer &uuml;ber Jahre hinweg solideren Finanzpolitik &#8211; j&auml;hrlich etwa <strong>190 Millionen Euro</strong> an Zinsen zahlen, in Mecklenburg-Vorpommern sind das etwa <strong>560 Millionen Euro</strong>. Sachsen-Anhalt dagegen zahlte 2010 etwa <strong>780 Millionen Euro</strong> Zinsen f&uuml;r aufgelaufene Kredite. Dieser Vergleich macht deutlich, dass die vom Landtag inzwischen beschlossene Schuldenbremse  zwingend geboten ist und eingehalten werden muss.</p>
<h2>Die Finanzpolitik des Landes muss von einem Dreiklang bestimmt werden:<br />
<strong>Konsolidieren, Vorsorgen, Investieren</strong></h2>
<p>Wir bekommen mit dem Sparkurs nach 2007 bis 2009 die Chance, eine neue Krise (die bestimmt kommt) besser bew&auml;ltigen zu k&ouml;nnen. Sachsen und Mecklenburg Vorpommern zum Beispiel sind durch die j&uuml;ngste Krise ohne neue Schulden gekommen, weil sie vorgesorgt hatten! Zugleich werden so Spielr&auml;ume f&uuml;r Investitionen und andere wichtige Projekte etwa in der Bildung geschaffen.</p>
<p>Diese Ziele umzusetzen erfordern schwierige politische Entscheidungen und zum Teil gravierende Strukturver&auml;nderungen in der Finanzpolitik und damit im Haushalt. <strong>Die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, bestimmen die Entwicklung  unseres Landes in den n&auml;chsten zehn bis 15 Jahren entscheidend.</strong></p>
<p>Deshalb ist der k&uuml;nftige Doppelhaushalt der wohl wichtigste Etat in der Geschichte Sachsen-Anhalts seit der Neugr&uuml;ndung. Das neue Verfahren f&uuml;r den Doppeletat und die damit verbundenen Eckwerte (siehe Anhang) sorgen f&uuml;r mehr Transparenz sowie Planbarkeit und Berechenbarkeit als bisher. Sie schaffen Raum f&uuml;r eigene Ideen und Projekte in den Ministerien. Letztendlich wird dadurch auch die jahrelang geforderte n&ouml;tige Planungssicherheit f&uuml;r die Wirtschaft, die Kommunen, Vereine und Institutionen im Land geschaffen. Haushaltssperren und andere oft kritisierte Eingriffe durch den Finanzminister geh&ouml;ren mit dem Doppelhaushalt 2012/13 der Vergangenheit an.</p>
<h2>Mehr Investitionen – F&ouml;rdermittel besser genutzt</h2>
<p>Bei den nun folgenden Haushaltsberatungen ab dem Sommer werden weiter die Investitionen im Mittelpunkt stehen. Bei den bisherigen Etat-Beratungen wurden bereits mehr als 200 Millionen Euro zugunsten von Investitionen umgeschichtet. Ziel ist es, m&ouml;glichst viele F&ouml;rdermittel des Bundes und EU (Drittmittel) zu binden, also das Geld f&uuml;r die n&ouml;tige Ko-Finanzierung von Projekten bereitzustellen. In diesem Zusammenhang m&uuml;ssen intelligente Modelle zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Investitionsbank gefunden werden. Es geht bei der F&ouml;rderung sowohl um gr&ouml;&szlig;ere Unternehmen als auch um den hiesigen Mittelstand. Deshalb muss an Projekten  wie der Sanierung aller Kitas und Schulen genauso festgehalten werden wie an der Unterst&uuml;tzung von zukunftstr&auml;chtigen Gro&szlig;-Investitionen, die hier ihren Firmen-Mittelpunkt gestalten wollen.</p>
<h2>Bildungsoffensive &#8211; attraktiv gerade f&uuml;r junge Familien</h2>
<p>Mit dem jetzt diskutierten Finanzkonzept wird also der Rahmen gefertigt f&uuml;r ein selbstbewusstes, attraktives und modernes Sachsen-Anhalt, das insbesondere jungen Familien eine Perspektive er&ouml;ffnen soll. Schon jetzt haben wir eine hervorragende Kinderbetreuung und im Bundesvergleich nach Th&uuml;ringen die kleinsten Klassen in den Schulen (etwa 11 Sch&uuml;ler je Lehrer). Ziel unserer Politik ist es, der Abwanderung entgegenzuwirken. Daf&uuml;r wurden in der Koalitionsvereinbarung Ziele formuliert, die zum Teil bundesweit einzigartig sind. Und mit dem Doppelhaushalt wird f&uuml;r diese Projekte eine solide finanzielle Basis geschaffen.</p>
<h2>Die wichtigsten Schwerpunkte sind:</h2>
<ul>
<li>Der Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung f&uuml;r alle Kinder wird umgesetzt, alle Schulen und Kitas werden bis 2016 saniert sein.</li>
<li>Die Budgets der Hochschulen werden nicht gek&uuml;rzt.</li>
<li>Investitionen werden auf die Schaffung gut bezahlter Arbeitspl&auml;tze in der Wirtschaft konzentriert, vor allem im Hochtechnologiebereich.</li>
<li>Die kommunalen Finanzzuweisungen richten sich nach dem Bedarf und den Aufgaben der St&auml;dte und Gemeinden, Belastungen durch teure Standards und Vorschriften werden abgebaut.</li>
<li>Das Datennetz wird erneuert, damit alle Landesteile an die Datenautobahn angeschlossen werden.</li>
<li>Die in vielen St&auml;dten Sachsen-Anhalts willkommene St&auml;dtebauf&ouml;rderung durch Bundes- und Landesmittel wird auf hohem Niveau weitergehen.</li>
<li>Immobilienmanagement und staatlicher Hochbau werden einen Einheit, die auch &uuml;ber ein Mieter-Vermieter-Modell Effizienzgewinne erziele wird.</li>
<li>Weitere Strukturanpassungen werden im Strafvollzug vorgenommen; Teilprivatisierungen werden in verschiedenen Bereichen gepr&uuml;ft.</li>
</ul>
<h2>Struktur-&Uuml;bersicht – Doppelhaushalt 2012/13</h2>
<p><img src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/07/top-down-2012.jpg" alt="Struktur-&Uuml;bersicht – Doppelhaushalt 2012/13" title="Struktur-&Uuml;bersicht – Doppelhaushalt 2012/13" width="685" height="890" class="alignnone size-full wp-image-1094" /></p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>In Summe stehen den H&auml;usern nicht weniger Zusch&uuml;sse als im Vergleichsjahr 2010 zur Verf&uuml;gung. Es kann gestaltet werden (Investitionen, KiF&Ouml;G u.a.) trotz der Einsparung erheblicher Mittel (z.B. 180 Mio. € weniger durch schwindende Einwohnerzahl, &uuml;ber 600 Mio. € weniger weil keine Neuverschuldung mehr u.a.). Es ist der einzige Weg (der fortgesetzt werden muss), in zehn Jahren finanziell auf eigenen F&uuml;&szlig;en zu stehen – <strong>ein Weg ohne Sparen f&uuml;hrt in die Zwangsverwaltung durch Dritte.</strong></p>
<h2>Warum ein neues Haushaltsverfahren?</h2>
<p>Solide und feste finanzielle Standbeine f&uuml;r Sachsen-Anhalt entwickeln – und das langfristig und einigerma&szlig;en stark gegen &auml;u&szlig;ere Einfl&uuml;sse – das ist das Ziel des Doppelhaushaltes der Landesregierung. Dabei wollen und m&uuml;ssen alle Ressorts intensiv und kreativ mitwirken. Deshalb ist mit diesem Haushaltsentwurf das Verfahren ge&auml;ndert worden. Erstmals wird ein so genanntes <strong>„Top-Down-Verfahren“</strong> angewandt. Das Verfahren wenden bereits etliche andere L&auml;nder an, zum Beispiel die skandinavischen L&auml;nder und inzwischen auch die Bundesregierung.</p>
<p>War es bisher in Sachsen-Anhalt so, dass die Minister zu Jahresbeginn beim Finanzminister ihre Pl&auml;ne und damit verbundene Ausgabew&uuml;nsche anmeldeten, gibt im neuen Verfahren das Haseloff-Kabinett den einzelnen Ressorts spezielle „Eckwerte“. Das sind Budgets, &uuml;ber die hinaus die jeweiligen Minister kein Geld ausgeben d&uuml;rfen. Das erh&ouml;ht den Spardruck auf die gesamte Regierung und &uuml;bertr&auml;gt den Ressortchefs mehr Verantwortung. Ein weiterer Pluspunkt des neuen Verfahrens – es wird ab 2013 keine versteckten Haushaltsl&ouml;cher (unter dem Stichwort „globale Minderausgabe“) mehr geben und auch keine Haushaltssperren. <strong>Das erh&ouml;ht die Planungssicherheit in allen Ministerien.</strong></p>
<h3>Im Top-Down-Verfahren werden s&auml;mtliche Ausgaben…</h3>
<ul>
<li>f&uuml;r das Personal (gr&ouml;&szlig;ter Ausgabe-Posten mit etwa 3 Milliarden €),</li>
<li> f&uuml;r so genannte Rechtsverpflichtungen (Ausgaben, die das Land zwingend machen muss weil dahinter Gesetze, Vereinbarungen oder Vertr&auml;ge stehen),</li>
<li> sowie f&uuml;r politisch gewollte Ausgaben (wie zum Beispiel die Mehrausgaben f&uuml;r die Kinderf&ouml;rderung, wo ja die CDU-SPD-Koalition zur Ganztags-Betreuung f&uuml;r alle Kinder unabh&auml;ngig von der Arbeit ihrer Eltern zur&uuml;ckkehren will)</li>
</ul>
<h3>…aus den gesamten Haushalt gespeist.</h3>
<p>Danach bleibt ein &Uuml;berschuss, der die Grundlage f&uuml;r den Eckwert jedes einzelnen Ministeriums bildet – im Doppelhaushalt 2012/13 eine Summe von etwa 1,8 Mrd. €. Allerdings – das zur Verf&uuml;gung stehende Geld wird durch eine &Auml;nderung des Verfahrens nicht weniger, aber leider auch nicht mehr.</p>
<h2>Wie kommt das Finanzministerium zu den „Eckwerten“?</h2>
<p>Ausgegangen wird von der oben beschriebenen &Uuml;berschuss-Summe von etwa 1,8 Milliarden €. Die ergibt sich nach Abzug der Kosten f&uuml;r Personal, f&uuml;r Rechtsverpflichtungen des Landes und f&uuml;r politisch gewollte Schwerpunktaufgaben von der Gesamtsumme des Landeshaushaltes.</p>
<p>Grundlage f&uuml;r die Berechnung der Eckwerte sind weiterhin Erfahrungen aus den Vorjahren – wie viel Geld wurde wo umgesetzt und mit welchen Effekten – und die mittelfristige Finanzplanung des Landes. Dazu kommen dann Ver&auml;nderungen, die sich gegen&uuml;ber dem vorigen Haushalt ergeben haben (z.B. Schuldenbremse).</p>
<p>Ein direkter Vergleich zwischen bisherigen Haushaltstiteln und neuen Titel nach dem Top-Down-Verfahren ist nur f&uuml;r echte Insider m&ouml;glich. In der Gesamtsumme allerdings steht den einzelnen Ministerien nach Aussagen der Experten im Finanzministerium nicht wesentlich weniger als fr&uuml;her zur Verf&uuml;gung. In 2010 waren es etwa 1,836 Milliarden Euro, die die Ressorts ausgeben konnten. Im kommenden Jahr 2012 liegt die vergleichbare Summe bei 1,802 Milliarden Euro.</p>
<p>Zugegeben, das sind 34 Millionen € weniger, allerdings sind das nicht einmal 2 % Ver&auml;nderung – das ist durchaus verkraftbar und zumutbar f&uuml;r die Ressorts. Jeder private Haushalt hat dies fast j&auml;hrlich durch die Teuerungsrate zu schultern.</p>
<h2>Wie geht es weiter?</h2>
<p>Die Ministerien werden bis Anfang August ihre Eckwerte mit konkreten Projekten unterlegen und dann ihre detaillierten  Haushaltspl&auml;ne vorlegen. Anfang September werden diese Projekte, die Mittelfristige Finanzplanung des Landes sowie das Personalentwicklungskonzept (PEK) im Kabinett beraten. Der Landtag wird sich dann sp&auml;testens im Oktober erstmals mit dem Doppelhaushalt 2012/13 befassen k&ouml;nnen.</p>
<p>(Quelle: Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt)</p>
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		<title>Anspruchsvolle Haushaltsziele f&#252;r Sachsen-Anhalt</title>
		<link>http://www.bullerjahn2011.de/2011/06/16/anspruchsvolle-haushaltsziele-fuer-sachsen-anhalt/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 13:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelhaushalt 2012/2013]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir stehen erst an Beginn der Beratungen &#252;ber den Doppelhaushalt 2012/2013 und der Mittelfristigen Finanzplanung. Mit den in der kommenden Woche im Landeskabinett vorgelegten Eckwerten f&#252;r den Doppelhaushalt wird die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/06/haushalt.jpg"  class="lightbox"><img class="alignright size-medium wp-image-1039" title="Haushalt des Landes Sachsen-Anhalt (Foto: Archiv)" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/06/haushalt-350x261.jpg" alt="Haushalt des Landes Sachsen-Anhalt (Foto: Archiv)" width="202" height="150" /></a>Wir stehen erst an Beginn der Beratungen &uuml;ber den Doppelhaushalt 2012/2013 und der Mittelfristigen Finanzplanung. Mit den in der kommenden Woche im Landeskabinett  vorgelegten Eckwerten f&uuml;r den Doppelhaushalt wird die weitere Basis f&uuml;r ein lebenswertes, eigenst&auml;ndiges und selbstbewusstes Sachsen-Anhalt gelegt. Wir m&uuml;ssen das Land noch attraktiver insbesondere f&uuml;r junge Familien machen, ohne die Bed&uuml;rfnisse der &auml;lteren Generation zu vernachl&auml;ssigen. Wir m&uuml;ssen der Abwanderung entgegenwirken und uns den Herausforderungen des demographischen Wandels stellen. Wir m&uuml;ssen das Wirtschaftswachstum st&auml;rken und noch bessere Bedingungen f&uuml;r die Forschung schaffen. Wir m&uuml;ssen den Landeshaushalt konsolidieren und zugleich die Voraussetzungen daf&uuml;r schaffen, dass auch die Kommunen ausgeglichene Haushalte aufstellen k&ouml;nnen.</p>
<h3>F&uuml;r den Doppelhaushalt 2012/13 und die Mittelfristige Finanzplanung ergeben sich daraus folgende zentrale Aussagen:</h3>
<ul>
<li>Die vorgeschlagenen Eckwerte f&uuml;r den Doppelhaushalt und die Mittelfristige Finanzplanung folgen einem klaren Kompass: <strong>Keine Neuverschuldung ab 2012, Aufbau von Reserven ab 2013 und Schuldentilgung ab 2014.</strong></li>
<li>Damit legen wir die Basis daf&uuml;r, dass <strong>unser Land</strong> trotz Einnahmer&uuml;ckg&auml;ngen von 180 Mio. Euro j&auml;hrlich (R&uuml;ckgang der Zahlungen aus dem Solidarpakt II und Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang) <strong>auch zum Ende des Jahrzehnts auf eigenen F&uuml;&szlig;en stehen wird.</strong></li>
<li><strong>Trotz des anhaltenden Konsolidierungsdrucks setzt die Landesregierung politische Schwerpunkte</strong>, insbesondere <strong>im Bereich der Bildung sowie Wirtschaft und Forschung</strong>. Der Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung f&uuml;r alle Kinder wird im neuen Kinderf&ouml;rderungsgesetz umgesetzt. Alle Schulen und Kitas werden im Laufe der Legislaturperiode zwischen 2012 und 2016 saniert sein.</li>
<li><strong>Die Budgets der Hochschulen werden nicht gek&uuml;rzt. </strong>Die n&auml;chsten Zielvereinbarungen 2014 – 2019 werden vorbereitet.</li>
<li>Die <strong>Investitionen </strong>werden auf die Schaffung gut bezahlter Arbeitspl&auml;tze in der Wirtschaft konzentriert, vor allem im <strong>Hochtechnologiebereich insbesondere mit hoher Wertsch&ouml;pfung.</strong></li>
<li>Bei der <strong>Personalausstattung </strong>orientiert sich die Landesregierung am Durchschnitt der Fl&auml;chenl&auml;nder. Bis zum Ende des Jahrzehnts wollen wir den Benchmark <strong>19 Vollzeit&auml;quivalente je 1.000 Einwohner</strong> erreichen. Dazu wird der Korridor von zun&auml;chst 400 Neueinstellungen im Jahr schrittweise erh&ouml;ht.</li>
<li>Die <strong>kommunalen Finanzzuweisungen richten sich nach dem Bedarf und den Aufgaben der St&auml;dte und Gemeinden</strong>; Belastungen durch teure Standards und Vorschriften werden Schritt f&uuml;r Schritt abgebaut.</li>
<li><strong>Wir verschmelzen das Immobilienmanagement und den staatlichen Hochbau</strong> zu einer Einheit, die auch &uuml;ber ein neues Mieter-Vermieter-Modell Effizienzgewinne erzielen wird. Gepr&uuml;ft wird derzeit die freiwillige Einbindung der kommunalen Ebene und von Bildungseinrichtungen.</li>
<li>Wir schaffen durch die <strong>Erneuerung des Landesdatennetzes</strong> die Voraussetzungen f&uuml;r die Anbindung aller Landesteile an die Datenautobahn.</li>
<li>Weitere <strong>Strukturanpassungen im Strafvollzug</strong> werden vorgenommen. Die Teilprivatisierung wird in verschiedenen Bereichen gepr&uuml;ft.</li>
<li><strong>Die Ressorts erhalten mehr Planungssicherheit:</strong> Es gibt verbindliche Eckwerte f&uuml;r den gesamten mittelfristigen Finanzplanungszeitraum (neues Top-Down-Haushaltsverfahren).</li>
<li><strong>Die Ressorts erhalten mehr Freiheiten: </strong>K&uuml;nftig gibt es einen flexibleren Mitteleinsatz und eine erweiterte &Uuml;bertragbarkeit der Ressortmittel im Vollzug, grunds&auml;tzlich keine Bewirtschaftungsbeschr&auml;nkungen und ab 2013 keine globalen Minderausgaben mehr.</li>
</ul>
<p><strong>Mit diesen Schwerpunktma&szlig;nahmen wird es uns gelingen, dass Sachsen-Anhalt bis zum Ende des Jahrzehnts auf eigenen F&uuml;&szlig;en stehen kann. Selbstbewusst, modern und weltoffen soll unser Land sein – dazu wollen wir auch mit dem Doppelhaushalt 2012/2013 beitragen.</strong></p>
<p>F&uuml;r die Jahre 2012 und 2013 wird ein Doppelhaushalt aufgestellt. Der Mittelfristige Finanzplanungszeitraum erstreckt sich von 2011 bis 2015. Ausgangspunkt des Aufstellungsverfahrens ist ein Beschluss der Landesregierung &uuml;ber einzelplanbezogene Eckwerte, die verbindlich den finanziellen Rahmen sowohl f&uuml;r den Haushaltsplanungszeitraum (2012 und 2013) sowie f&uuml;r die Jahre der Mittelfristplanung (2014 und 2015) bestimmen. Diese Vorlage dient der Vorbereitung des Eckwertebeschlusses der Landesregierung sowie hiermit in Zusammenhang stehende Entscheidungen.</p>
<h3>Folgender Zeitplan ist vorgesehen:</h3>
<p>Die Ressorts reichen ihre am Eckwert orientierten Haushaltsanmeldungen beim Ministerium der Finanzen <strong>bis zum 29. Juli 2011</strong> ein. Die Landesregierung wird im Rahmen einer Haushaltsklausur <strong>am 6. September 2011</strong> bzw. <strong>abschlie&szlig;end am 13. September 2011</strong> &uuml;ber den Haushaltsplanentwurf und die Mittelfristige Finanzplanung beschlie&szlig;en.</p>
<p>Um die anspruchsvollen Ziele im Haushalt zu erreichen, habe ich mehr als vierzig Vorschl&auml;ge unterbreitet, &uuml;ber die in den n&auml;chsten Wochen konstruktiv diskutiert werden wird.</p>
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		<title>Aktionsprogramm „Energie und Umwelt“ – Sachsen-Anhalt soll Spitzenplatz in der Bundesrepublik einnehmen</title>
		<link>http://www.bullerjahn2011.de/2011/03/16/aktionsprogramm-energie-und-umwelt-sachsen-anhalt-soll-spitzenplatz-in-der-bundesrepublik-einnehmen/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 13:59:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Zukunft der Energieversorgung wird vor allem von Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit gepr&#228;gt sein, darin sind sich Spitzenkandidat Jens Bullerjahn, der SPD-Energieexperte Marko M&#252;hlstein und Andreas Steppuhn, Arbeitsmarktexperte der SPD in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/03/jens-bullerjahn-11.jpg"  class="lightbox"><img class="alignright size-medium wp-image-867" title="Jens Bullerjahn" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/03/jens-bullerjahn-11-350x232.jpg" alt="Jens Bullerjahn" width="280" height="186" /></a>Die Zukunft der Energieversorgung wird vor allem von Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit gepr&auml;gt sein, darin sind sich Spitzenkandidat Jens Bullerjahn, der SPD-Energieexperte Marko M&uuml;hlstein und Andreas Steppuhn, Arbeitsmarktexperte der SPD in Sachsen-Anhalt, einig. Nach Gespr&auml;chen mit Wissenschaftlern, Energiefachleuten, Architekten, Umweltverb&auml;nden und Gewerkschaftern haben sie das Aktionsprogramm „Energie und Umwelt“ ver&ouml;ffentlicht.</p>
<p>Dazu erkl&auml;rt der SPD-Spitzenkandidat Jens Bullerjahn: „Sachsen-Anhalt hat sich in den vergangenen Jahren im Umwelt- und Energiebereich hervorragend aufgestellt. Die gro&szlig;en Herausforderungen der Zukunft bei der Energiediskussion werden Versorgungssicherheit und Umweltvertr&auml;glichkeit sein. Da gibt es gute Technologien aus Sachsen-Anhalt. Ich m&ouml;chte, dass das Energieland Sachsen-Anhalt zuk&uuml;nftig einen Spitzenplatz in der energetischen Erneuerung der Bundesrepublik einnimmt. Wir haben dazu mit Fachleuten aus Sachsen-Anhalt gute Konzepte entwickelt.“</p>
<p>Marko M&uuml;hlstein, Energieexperte der SPD-Sachsen-Anhalt, erg&auml;nzt: „Die Energieversorgung von morgen ist erneuerbar. Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen des Landes im Strombereich wollen wir daher die gesamte Energieversorgung des Landes schrittweise auf erneuerbare Energien umstellen. Hierzu bedarf es der zentralen Steuerung durch eine Energieagentur. Andere L&auml;nder haben das seit Jahren. Leider haben CDU und FDP diese wichtige Agentur 2002 abgeschafft. Diesen Fehler wollen wir korrigieren.“</p>
<p>Ein besonders Augenmerk legt Arbeitsmarktexperte Andreas Steppuhn auf die energetische Geb&auml;udesanierung: „Allein durch das mit der Europ&auml;ischen Investitionsbank vereinbarten energetischen Sanierungsprogramm f&uuml;r alle Schulen und Kindertagesst&auml;tten l&auml;sst sich ein gro&szlig;er Teil des Energiebedarfs sparen und hunderte Arbeitspl&auml;tze in Sachsen-Anhalt schaffen. Das ist ein Konjunkturprogramm, das Energiekosten senkt und wertvolle Arbeitspl&auml;tze schafft.“</p>
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		<title>Im Interview mit dem Wirtschaftsspiegel: “Das ist ein tolles Land!”</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 12:02:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>

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		<description><![CDATA[In der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsspiegels f&#252;r Sachsen-Anhalt nimmt Jens Bullerjahn  ausf&#252;hrlich zu den aktuellen Themen Schuldenabbau, Finanzpolitik des Landes, Zukunft des Sozialstaates und dem anstehenden Wahlkampf Stellung. &#196;hnliche Beitr&#228;ge:16. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der aktuellen Ausgabe des <a title="Link zum Wirtschaftsspiegel" href="http://wwww.wirtschaftsspiegel.com" target="_blank">Wirtschaftsspiegels f&uuml;r Sachsen-Anhalt</a> nimmt Jens Bullerjahn  ausf&uuml;hrlich zu den aktuellen Themen Schuldenabbau, Finanzpolitik des Landes, Zukunft des Sozialstaates und dem anstehenden Wahlkampf Stellung.</p>
<p><object id="doc_867553169622069" name="doc_867553169622069" height="700" width="685" type="application/x-shockwave-flash" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" style="outline:none;" ><param name="movie" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf"><param name="wmode" value="opaque"><param name="bgcolor" value="#ffffff"><param name="allowFullScreen" value="true"><param name="allowScriptAccess" value="always"><param name="FlashVars" value="document_id=40229617&#038;access_key=key-2g4yj6ljndi9xwyj0s1e&#038;page=1&#038;viewMode=list"></object>	</p>
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		<title>Energiekonzept der Bundesregierung bringt Arbeitspl&#228;tze im Energieland Sachsen-Anhalt in Gefahr!</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 13:34:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Energiekonzept]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Energieland Sachsen-Anhalt ist klarer Verlierer des Energiekonzepts der Bundesregierung. W&#228;hrend die Energiekonzerne vor allem von den verl&#228;ngerten Laufzeiten mit zus&#228;tzlichen Milliardengewinnen bis 2040 profitieren, geraten Arbeitspl&#228;tze im Bereich der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Energieland Sachsen-Anhalt ist klarer Verlierer des Energiekonzepts  der Bundesregierung. W&auml;hrend die Energiekonzerne vor allem von den verl&auml;ngerten  Laufzeiten mit zus&auml;tzlichen Milliardengewinnen bis 2040 profitieren, geraten  Arbeitspl&auml;tze im Bereich der Zukunftsenergien in Sachsen-Anhalt in ernsthafte  Gefahr, weil der Bundesregierung die r&uuml;ckw&auml;rtsgewandte Lobbypolitik wichtiger  ist.</p>
<p>Bei dem von der  Bundesregierung versch&auml;rften Verdr&auml;ngungswettbewerb im Energiemarkt, werden die  Marktanteile f&uuml;r Atomstrom &uuml;ber Jahrzehnte zementiert, wobei die Verlierer die  erneuerbaren Energien, dezentrale Versorger, aber auch die heimische Braunkohle  sein werden. Da hilft es auch nicht, noch in letzter Minute noch wenige S&auml;tze  zur Zukunft der Braunkohle im Konzept nachzuschieben. Der energieproduzierenden  Wirtschaft, den Produktionsfirmen im Energiebereich und den Forschungsstandorten  im Land Sachsen-Anhalt wurde mit diesem Energiekonzept ein wahrer „B&auml;rendienst“  erwiesen. Das Energiekonzept wird der Wirtschaft im Energieland Sachsen-Anhalt  nachhaltig schaden.</p>
<p>Die durch die SPD vor  zehn Jahren eingeleitete Energiewende wird durch das Energiekonzept zur&uuml;ck  gedreht. Durch eine gezielte F&ouml;rderpolitik konnten in Sachsen-Anhalt in den  vergangenen Jahren Produktionsfirmen im Bereich der Photovoltaik und der  Windkraft angesiedelt werden, die mittlerweile mit Spitzentechnologie auf dem  Weltmarkt gl&auml;nzen. Zahlreiche Forschungsinstitute und die Hochschulen im Land  widmen sich verst&auml;rkt der energetischen Forschung und sind eng verzahnt mit den  leistungsstarken Produktionsfirmen der Zukunftsenergien. Hinzu kommen die knapp  30 Stadtwerke im Land, die den politischen Vereinbarungen im Bund vertrauten und  in hocheffiziente Technik investiert haben. &Uuml;ber 20.000 Arbeitspl&auml;tze sind so in  den vergangenen Jahren in Sachsen-Anhalt entstanden. Mit anderen Worten: die  Energiewende mit Atomausstieg und Erneuerbaren-Energien-Gesetz hat sich in  Sachsen-Anhalt zum wichtigen Wirtschaftsfaktor und zum Jobmotor entwickelt. Das  Energiekonzept dagegen wird zum Jobkiller!</p>
<p>Nach wie vor ungekl&auml;rt  sind die Sicherheits- und Endlagerfragen. Bis heute gibt es kein Endlager f&uuml;r  den in Deutschland anfallenden M&uuml;ll der Kernkraft. Trotzdem soll dieser  hochgef&auml;hrliche Atomm&uuml;ll die kommenden drei Jahrzehnte produziert werden. Wer  derart verantwortungslos agiert, der handelt mit „ungedeckten  Schecks“ f&uuml;r  unsere Kinder und Enkelkinder.</p>
<p><em> </em></p>
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		<title>Jens Bullerjahn &#8211; Vision Mitteldeutschland (2008)</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 15:15:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Mitteldeutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[In langfristigen Projektionen &#252;ber die Entwicklung des Landes und Mitteldeutschland hat sich Jens Bullerjahn immer wieder mit der Zukunft des mitteldeutschen Raumes  auseinandergesetzt. Bereits im Februar 2004 hei&#223;t es in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In langfristigen Projektionen &uuml;ber die Entwicklung des Landes und Mitteldeutschland hat sich Jens Bullerjahn immer wieder mit der Zukunft des mitteldeutschen Raumes  auseinandergesetzt. Bereits im Februar 2004 hei&szlig;t es in einer von ihm vorgelegten Brosch&uuml;re „Sachsen-Anhalt 2020. Einsichten und Perspektiven“: „Die Entwicklungsplanung ist &uuml;ber die L&auml;ndergrenzen hinweg zu koordinieren. Am Ende der Entwicklung muss die Bildung eines gemeinsamen Landes stehen. Ein starkes Land ist besser in der Lage, seine Interessen zur Geltung zu bringen.“</p>
<p>Die Vernetzung und gemeinsame Entwicklung Mitteldeutschlands hat sich in den vergangenen Jahren verst&auml;rkt. Wirtschaft, Wissenschaft und Politik fordern und erfordern eine engere Zusammenarbeit &uuml;ber die Landesgrenzen hinweg.</p>
<p>Die vorliegende Brosch&uuml;re stellt den Versuch dar, einen Beitrag zur &ouml;ffentlichen<br />
Diskussion zu leisten und weitere Denkanst&ouml;&szlig;e f&uuml;r eine notwendige Debatte zu liefern.</p>
<p><object id="doc_90978270398210" name="doc_90978270398210" height="700" width="685" type="application/x-shockwave-flash" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" style="outline:none;" ><param name="movie" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf"><param name="wmode" value="opaque"><param name="bgcolor" value="#ffffff"><param name="allowFullScreen" value="true"><param name="allowScriptAccess" value="always"><param name="FlashVars" value="document_id=36350158&#038;access_key=key-o5diyusdktl24eaj6ul&#038;page=1&#038;viewMode=list"></object>	</p>
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		<title>Jens Bullerjahn: Erinnerungen zur Neugr&#252;ndung der SPD im Mansfelder Land</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 10:36:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
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		<description><![CDATA[Schritte in eine neue Zeit Geschichte hat mit Zeit zu tun, mit vergangener Zeit. Manchmal allerdings kann sie sich erheblich beschleunigen. Zeitgenossen sp&#252;ren Geschichte dann als schieres Tempo. So geschehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schritte in eine neue Zeit</strong></p>
<p>Geschichte hat mit Zeit zu tun, mit vergangener Zeit. Manchmal allerdings kann sie sich erheblich beschleunigen. Zeitgenossen sp&uuml;ren Geschichte dann als schieres Tempo. So geschehen in der DDR in den Jahren 1989/90.</p>
<p>Manchmal sitzen wir heute &#8211; nach zwanzig Jahren &#8211; mit Freunden, im Familienkreis, im Ortsverein zusammen und erinnern uns an jene atemlose Zeit. Namen tauchen auf, Ereignisse, Daten, wichtige Situationen, unterschiedliche Erinnerungen. Manches geht inzwischen durcheinander, wird vergessen, muss aus Bruchst&uuml;cken rekonstruiert werden, wurde von unterschiedlichen Menschen anders erlebt. Jedenfalls waren wir damals so vom allt&auml;glichen Geschehen in Anspruch genommen, dass an eine Dokumentation niemand gedacht hat. Zun&auml;chst w&auml;re sie zu gef&auml;hrlich gewesen, sp&auml;ter hatten wir alle Wichtigeres zu tun.</p>
<p>Die SPD hat den Aufbau und die Entwicklung Sachsen-Anhalts in den vergangenen beiden Jahrzehnten entscheidend mit gepr&auml;gt. Da lohnt sich die Erinnerung, denn wir sind einen weiten Weg gegangen. Dieser Weg begann &uuml;berall im Osten, aber eben auch im Mansfelder Land.</p>
<p><strong>Das Kombinat …</strong></p>
<p>Das „Rote Mansfeld“. Das war 1989 nicht nur die hoch gehaltene Tradition der M&auml;rzk&auml;mpfe 1921, die Tradition des Bergbaus und der H&uuml;ttenwerke, die harte Arbeit &uuml;ber Generationen &#8211; das war auch eine relativ wohlhabende Ecke, ern&auml;hrt und strukturiert durch das Mansfeld Kombinat. Das waren gute L&ouml;hne f&uuml;r Bergleute und H&uuml;ttenarbeiter, gro&szlig;e Verg&uuml;nstigungen, Jahresdeputat und den Schnaps „Kumpeltod“; das war bis in die Familien hinein ein vielfach verflochtenes System von Partei, Verb&auml;nden, FDGB; zwei Kreisleitungen (Eisleben und Mansfeld Kombinat) und ein au&szlig;ergew&ouml;hnlich hoher Prozentsatz an SED-Mitgliedern – Mansfeld war nicht rebellisch; sozialdemokratische Strukturen gab es nat&uuml;rlich keine mehr.</p>
<p>Das Mansfeld Kombinat war ein Staat im Staate – sein Kupfer wurde an der Londoner B&ouml;rse gehandelt. Die Mansfelder waren nicht diejenigen, die zuallererst alle N&ouml;te erlebt haben. Ich f&uuml;hlte mich dazu geh&ouml;rig.</p>
<p><strong>… und ich mittendrin.</strong></p>
<p>Als junger Ingenieur arbeitete ich in der Prozessautomatisierung. An einer P 8000 Maschine. Es gab auch neue Technik von Siemens. Nebenher ein Fernstudium, um mich f&uuml;r ein Informatikstudium an der TU Dresden weiter zu qualifizieren.</p>
<p>Aber ich war – und das war f&uuml;r mich eine sehr bewusste Entscheidung – kein Mitglied der SED. Damit war auch klar, dass man bestimmte Dinge nicht machen konnte. Das Kombinat h&auml;tte mich als Parteilosen zwar noch an die TU gebracht, aber als es wegen der Rohstoffbeschaffung um ein Projektierungsb&uuml;ro in Kasachstan ging, hie&szlig; es sehr deutlich: „Du w&uuml;rdest Dir bestimmte Dinge sehr viel leichter machen, wenn Du in der Partei w&auml;rest.“</p>
<p>Und dann war da noch die Kaderakte. Vor meinem Ingenieurstudium war ich bei der Marine, Grenzbrigade K&uuml;ste<strong>.</strong> Danach wollte ich weiter zur See fahren, bei der Handelsmarine. Bei der Marine bin ich gefragt worden, ob ich f&uuml;r die Stasi werben wolle. Ich war einer der wenigen, die schriftlich abgelehnt haben. Insofern findet sich in meiner Akte eine von mir unterschriebene Erkl&auml;rung, nach der ich „aus egoistischen Gr&uuml;nden“ diesem Staat nicht dienen wolle und das nat&uuml;rlich Konsequenzen nach sich ziehen w&uuml;rde. Erste Konsequenz: bei der Handelsmarine konnte ich nicht mehr landen.</p>
<p>Wohlgemerkt: Ich war kein Opfer, ich war auch kein heroischer Oppositioneller. Ich war z.B. – auch das gab es – in der FDJ aktiv, ohne Parteimitglied zu sein. Gleichzeitig war mir immer klar, wie schnell es problematisch werden konnte, wenn man bestimmte Diskussionen aufmachte oder f&uuml;r bestimmte Anforderungen nicht zur Verf&uuml;gung stand. Im Mansfeld Kombinat hatte ich mich damit zurechtgefunden.</p>
<p>Diejenigen, die die SPD (oder zun&auml;chst die SDP) aufgebaut haben, waren Leute aus der Kirche. Aufgrund von Herkunft und Erziehung hatte ich zu ihnen keine Beziehung und bis zum Sommer 1989 auch keinen Kontakt.</p>
<p>Verschiedene Welten: Ich war Ingenieur. Ich war im Kombinat. Ich hielt nichts von Parteien. Ich war „fachlich gepr&auml;gt“.</p>
<p>Im Sommer 1989 wurde ich in der „Mansfeld Zeitung“ in einem Artikel &uuml;ber die neue – und ganz und gar unrentable – Brikettierungsanlage sehr kritisch zitiert. Das gab &Auml;rger – als Systemopposition wird man das sicher nicht bezeichnen k&ouml;nnen. Immerhin: die Anlage wurde direkt nach der Wende wieder abgebaut und ins Ausland verkauft.</p>
<p><strong>Frischer Wind</strong></p>
<p>Aber ich war politisch interessiert. Nicht nur Westfernsehen – ich hatte das Spannungsfeld in der Familie: Verwandtschaft in Westberlin, die uns regelm&auml;&szlig;ig besuchte. Diese Verwandten waren aktive Sozialdemokraten. Ein Gro&szlig;onkel war einer der ersten j&uuml;dischen Stadtverordneten. Ein anderer Onkel dagegen war Oberstleutnant der NVA. Ich hatte die best&auml;ndige Debatte in meiner Familie, in der es auch SED-Mitglieder gab: was ist gut, was weniger gut? Wir hatten Kenntnis vom Westen und von der SPD und es ging munter zu am K&uuml;chentisch.</p>
<p>Was wir alle nicht hatten: die Weitsicht f&uuml;r den wirtschaftlichen Zusammenbruch der DDR. Es mag sein, dass es an anderen Stellen in der DDR (in Ministerien, Planungsst&auml;ben etc.) diese Klarheit gab – wir hatten sie nicht. An dieser Stelle warne ich auch immer sehr vor nachtr&auml;glicher Legendenbildung. Die meisten DDR-B&uuml;rger hatten diese Weitsicht nicht, weil sie die Informationen dazu nicht hatten.</p>
<p>Meine Frau, Kerstin, bewegte sich in Kirchenkreisen. Ihr ist es zu verdanken, dass ich im Herbst 1989 an sog. Friedensgebeten in der Petrikirche in Eisleben teilnahm und so auf Pfarrer Ingo Rockmann stie&szlig;. Ingo Rockmann f&uuml;hrte die Diskussionen um die Zukunft der DDR schon lange. Im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen im Fr&uuml;hjahr war es zu ersten energischen Protesten gekommen. Ingo Rockmann hatte Kontakt zum Gr&uuml;nderkreis der SDP in Schwante, kannte Markus Meckel, Martin Gutzeit, Arndt Noak. Und &#8211; Ingo Rockmann hatte ein Telefon.</p>
<p>Es wurden viele Diskussionen gef&uuml;hrt in diesem Herbst. Da waren meine Frau und unsere Freunde aus dem Kirchenkreis; da waren meine Verwandten, die sich jetzt trauten, B&uuml;cher, Programme, Papiere mitzubringen. Da war Ingo Rockmann. Da war auch ein Besuch beim „Neuen Forum“, aber die dortigen Diskussionen waren mir nicht strukturiert genug. In diesen Gespr&auml;chen fand ich den entscheidenden Zugang zu sozialdemokratischem Denken. Wie auch in anderen Zirkeln und Parteien wurde zun&auml;chst viel &uuml;ber einen „dritten Weg“ diskutiert. So geh&ouml;rte ich auch zu denen, die nach der Mauer&ouml;ffnung nicht gleich hin&uuml;ber gefahren sind; „Westgeld“ war uns eigentlich zun&auml;chst nicht das Wichtigste. Aber auch dar&uuml;ber ging die Geschichte mit erheblichem Tempo hinweg.</p>
<p>Ich habe mir meine Entscheidungen nicht leicht gemacht. Aber nach intensivem Studium der SPD-Programmatik war klar: Wenn Du Dich jetzt parteipolitisch engagierst, dann mach es richtig. Besch&auml;ftige Dich mit dem Programm. Insofern habe ich eine sehr bewusste Wahl getroffen.</p>
<p>Im April 1989 war der erste Aufruf zur Gr&uuml;ndung der SDP formuliert worden, im September fand sich ein Kreis zur Gr&uuml;ndung der SDP Mansfelder Land zusammen, am 7.Oktober 1989 wurde die SDP in der DDR formell gegr&uuml;ndet. Noch im Oktober trat ich ein.</p>
<p>Die Gr&uuml;ndungssitzung der SDP Ortsgruppe Eisleben fand am 2. November 1989 statt. Tagesordnung, handschriftlich: 1. Fragen zum Statut vom 7.10. 1989, 2. Grundz&uuml;ge der Parteiarbeit in unserer Stadt, 3. Verschiedenes. Darauf folgte die 2. Sitzung am 9.11. Tagesordnung: 1. Reisegesetz, 2. Demonstrationen, 3. Verschiedenes.</p>
<p>Unsere Tagesordnungen waren, r&uuml;ckblickend gesehen, von erfrischender K&uuml;rze; ein Schulheft f&uuml;r die 9. &#8211; 12. Klasse reichte uns als Protokollbuch, ich selbst kam mit einer Arbeitskladde im A5-Format aus.</p>
<p>Ein kleines H&auml;ufchen im Mansfelder Land: knapp zehn Mitglieder. Um nur einige zu nennen: Alfred B&ouml;ttge, Frank Beier, Otto R&ouml;ver, J&ouml;rg L&uuml;tzmann, Katrin Konschak, Karl-Friedrich Piesnock und andere. Manche sind uns inzwischen verloren gegangen – das war damals in vielen gesellschaftlichen Bereichen so. Aber es &auml;ndert nichts an ihrem Engagement, ihrem Idealismus und ihrer Leistung. Ich bedaure diese Verluste noch heute. Viele andere sind dazu gekommen, um weiter f&uuml;r unsere sozialdemokratischen Ziele zu k&auml;mpfen.</p>
<p><strong>Sozialdemokratische Netzwerke</strong></p>
<p>In der Zeit zwischen Oktober und Dezember 1989 wurden in verschiedenen St&auml;dten Regionalgruppen der SDP gegr&uuml;ndet. Die SDP bekam zwei Sitze am Zentralen <a title="Runder Tisch" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Runder_Tisch">Runden Tisch</a> der DDR. Ab dem 13. Januar 1990 f&uuml;hrte die Partei nach einem Beschluss der 1. <a title="Delegiertenkonferenz (Seite nicht vorhanden)" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Delegiertenkonferenz&amp;action=edit&amp;redlink=1">Delegiertenkonferenz</a> in Berlin die Abk&uuml;rzung SPD, was eine Hinwendung zur westdeutschen Sozialdemokratie verdeutlichte. In diese Zeit f&auml;llt die Gr&uuml;ndung der Bezirks- und Regionalverb&auml;nde der Partei. Am 29. Januar entsandte die SPD der DDR mit <a title="Walter Romberg" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Romberg">Walter Romberg</a> einen Vertreter als <a title="Minister ohne Gesch&auml;ftsbereich" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Minister_ohne_Gesch%C3%A4ftsbereich">Minister ohne Gesch&auml;ftsbereich</a> in die <a title="Kabinett Modrow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Modrow">Regierung von Hans Modrow</a>.</p>
<p>In diesem Herbst sa&szlig;en auch wir am Runden Tisch in Eisleben; die CDU musste sich damals noch auf der Gegenseite rechtfertigen. Wir l&ouml;sten die &ouml;rtliche Stasi-Zentrale auf, entsandten Ingo und mich als Sprecher in den Stadtrat von Eisleben, suchten Kontakt zu anderen Ortsvereinen. Der sp&auml;tere Landesparteivorsitzende schildert diese Kontaktaufnahme so: „Wir schickten von Halle aus jemanden &uuml;ber die D&ouml;rfer, der an den Kirchent&uuml;ren Veranstaltungshinweise und Kontaktadressen gesammelt hat.“ – So lernte ich R&uuml;diger Fikentscher eines Tages in den Franckeschen Stiftungen kennen.</p>
<p>Bei aller Aufbauarbeit ist mir aus jener Zeit ein Anruf noch sehr in Erinnerung geblieben. Das B&uuml;ro des Bundestagsvizepr&auml;sidenten Westphal meldete sich. Heinz<strong> </strong>Westphal hatte seinen Wahlkreis im Ruhrgebiet. „Genossen, ihr seid Bergleute und wir auch. Wir wollen Euch am Wochenende besuchen und sehen, ob wir nicht eine Partnerschaft der Ortsvereine hinbekommen.“ – Am kommenden Wochenende enterten die Kumpel aus dem Ruhrpott Eisleben, brachten Papiere, Unterlagen, vor allem ihre Erfahrung mit. Wir mussten die G&auml;ste aufteilen, bei uns &uuml;bernachtete der NRW-Landtagsabgeordnete Helmut Hellwig und stellte mir nach langen Diskussionen unvermittelt die Frage: „Warum geht so einer wie Du nicht in den Landtag?“ – Im Januar 1990 waren Ingo Rockmann und ich auf dem Weg zu einem Parteitag der SPD im westf&auml;lischen Herne und hielten unsere erste Rede.</p>
<p>Die Herner Genossinnen und Genossen haben uns auch im Wahlkampf zur Volkskammerwahl am 18. M&auml;rz 1990 sehr unterst&uuml;tzt. Sie reisten mit Bussen und Blaskapelle an und veranstalten gemeinsam mit uns ein spektakul&auml;res B&uuml;rgerfest in Eisleben. Wir alle waren optimistisch, die Wahl zu gewinnen. Schlie&szlig;lich hatten wir viel geleistet in den zur&uuml;ckliegenden Monaten.</p>
<p>Die Volkskammerwahl am 18. M&auml;rz 1990 brachte uns allen eine herbe Entt&auml;uschung. Die SPD hatte 21,7 Prozent der Stimmen erhalten – weit entfernt von der erhofften Mehrheit. Wir waren ersch&uuml;ttert. Die Aussicht auf die deutsche Einheit war am st&auml;rksten von Helmut Kohl bedient worden. Dagegen waren die Bedenken des damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Lafontaine wie die &Auml;u&szlig;erungen eines Spielverderbers angekommen. Auch die anf&auml;ngliche Debatte &uuml;ber einen langsamen &Uuml;bergang wurde fortgesp&uuml;lt. Schon damals wurde deutlich, dass im Mansfelder Land der Bergbau seinem Ende zugehen w&uuml;rde. Viele Leute hatten Angst, viel zu verlieren. Gegen die Perspektivlosigkeit hatte Hans-Dietrich Genscher auf dem Marktplatz von Eisleben Autobahnen als probates Mittel angeboten, Helmut Kohl an gleicher Stelle die D-Mark. Bl&uuml;hende Landschaften sollten entstehen. &#8211; Wir hatten unsere erste politische Niederlage erlebt. Wir erlebten aber auch einen beeindruckenden Johannes Rau auf dem Marktplatz in Eisleben und den engagierten Wiederantritt der Mansfelder SPD zu den Landtagswahlen im Herbst.</p>
<p>Vom 12. April bis zum 20. August 1990 war die SPD der DDR an der <a title="Kabinett de Maizière" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_de_Maizi%C3%A8re">Regierung</a> des Christdemokraten <a title="Lothar de Maizière" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_de_Maizi%C3%A8re">Lothar de Maizière</a> mit sechs Ministern beteiligt, die bekanntesten Namen waren dabei Markus Meckel (&Auml;u&szlig;eres), <a title="Regine Hildebrandt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Regine_Hildebrandt">Regine Hildebrandt</a> (Soziales) und Walter Romberg (Finanzen). <a title="Reinhard H&ouml;ppner" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_H%C3%B6ppner">Reinhard H&ouml;ppner</a> wurde Vizepr&auml;sident der Volkskammer.</p>
<p>In diesem Sommer 1990 forderte mich mein Chef im Betrieb auf, eine Entscheidung zu treffen. Ich habe mich entschlossen, mich beruflich der Politik zuzuwenden. Zun&auml;chst f&uuml;r kurze Zeit als Regionalgesch&auml;ftsf&uuml;hrer in Eisleben, dann zur Kandidatur f&uuml;r die Landtagswahlen am 14. Oktober 1990.</p>
<p>Der Aufbau des Landes sollte voran gehen. Und zwar mit klarer sozialdemokratischer Handschrift. Daf&uuml;r hatten wir die SPD im Mansfelder Land ja schlie&szlig;lich gegr&uuml;ndet.</p>
<p><em>(Dieser Text wurde aus dem Heft 5 &#8220;Neugr&uuml;ndungen 1989/1990&#8243; der Historischen Kommission des SPD Landesverbandes Sachsen-Anhalt entnommen. Das Heft kann in K&uuml;rze auf <a title="Link zur SPD Sachsen-Anhalt" href="http://www.spd-sachsen-anhalt.de" target="_blank">www.spd-sachsen-anhalt.de </a>bezogen werden.)</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Jens Bullerjahn: Rede Mitgliederkonvent 19. Juni 2010 in Halle</title>
		<link>http://www.bullerjahn2011.de/2010/06/22/jens-bullerjahn-rede-mitgliederkonvent-19-juni-2010-in-halle/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 09:07:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2011]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgliederkonvent]]></category>

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		<description><![CDATA[Anrede, Wisst ihr, was mich heute richtig freut: Wir haben gegenseitig Wort gehalten!!! Ihr, weil Ihr in den letzten Monaten offen f&#252;r Diskussionen wart. Katrin, weil sie konsequent seit Dezember [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anrede,</p>
<p>Wisst ihr, was mich heute richtig freut:<br />
Wir haben gegenseitig Wort gehalten!!!</p>
<p>Ihr, weil Ihr in den letzten Monaten offen f&uuml;r Diskussionen wart.<br />
Katrin, weil sie konsequent seit Dezember die Partei wieder aufgebaut und gef&uuml;hrt hat. Danke daf&uuml;r!<br />
Ich will mich nicht ausnehmen, weil ich mit dem Kompass-Papier und mit vielen Gespr&auml;chen meine Zusage f&uuml;r Diskussionen eingehalten habe</p>
<p>Ich war in allen Kreis- und Stadtverb&auml;nden, in Ortsvereinen; bei den Jusos und AG60 plus sowie in ganz vielen Dialogforen!<br />
Viele von Euch haben mitgemacht! Auch daf&uuml;r meinen herzlichen Dank, liebe Genossinnen und Genossen.</p>
<p>Es gibt eine wichtige Erfahrung f&uuml;r mich aus den letzten Monaten, auch ganz pers&ouml;nlich:<br />
In schwierigen Situationen darf man sich nicht abducken, nicht als Partei, nicht als Fraktion und auch nicht als einzelner Sozialdemokrat. Man muss offen  reden, Entscheidungen treffen und dann zusammenstehen.</p>
<p>Und Genossinnen und Genossen,  weil die Dinge so gut gelaufen sind, stehe ich hier und werbe um euer aller Vertrauen. Ich m&ouml;chte, ich will mit Euch in den Wahlkampf ziehen.</p>
<p>Anrede,</p>
<p>nat&uuml;rlich k&ouml;nnte ich hier jetzt eine flammende Rede als Finanzminister halten, beispielsweise zum Personalentwicklungskonzept, oder dar&uuml;ber, dass wir in den Jahren 2007, 2008 und 2009 ohne neue Schulden ausgekommen sind.<br />
Oder &uuml;ber die vorgestern in den Landtag eingebracht Schuldenbremse. Interessant w&auml;re vielleicht auch das Thema Vorsorgeelemente, wie der Pensionsfonds, die Steuerschwankungsreserve oder die Zukunftsstiftung&#8230;..<br />
….. oder Derivate&#8230;..</p>
<p>Aber, das ist heute nicht das Thema und bestimmt heute nicht gefragt.</p>
<p>Ich will auch keinen &Auml;rger mit Katrin.</p>
<p>Lasst mich noch eines sagen:<br />
Glaubt Ihr wirklich, dass ein Finanzminister nur rechnen kann?</p>
<p>Ich nehme f&uuml;r mich in Anspruch, einiges auch &uuml;ber den Finanzbereich hinaus bewegt zu haben und will in Zukunft noch mehr bewegen: F&uuml;r das Land, die Menschen und auch f&uuml;r meine Partei!!</p>
<p><strong>Finanzpolitik ist kein Selbstzweck, sondern soll Spielr&auml;ume erhalten und zuk&uuml;nftige Entwicklung m&ouml;glich machen:</strong></p>
<p><strong>Ich will den Haushalt sanieren, damit wir bei der Bildung weiter Fahrt aufnehmen k&ouml;nnen, in Forschung und Infrastruktur weiter investieren k&ouml;nnen. Nur wer spart, kann  an den richtigen Stellen auch Geld ausgeben. </strong><br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Mein  Ziel ist ein starkes, ein soziales, und das hei&szlig;t eben:<br />
Ein handlungsf&auml;higes Land Sachsen-Anhalt.<br />
Wichtig: Auch ohne Schulden ist Politik m&ouml;glich!!</strong></p>
<p>Anrede,</p>
<p>derzeit geht es um viel in der Welt, in Europa, in Deutschland und auch in Sachsen-Anhalt. Wir leben in keinen einfachen Zeiten.</p>
<p>Viele Menschen machen sich Sorgen um ihre Zukunft und die Ihrer Kinder. Aber auch &uuml;ber politische Entwicklungen, an denen ihr Schicksal letztlich h&auml;ngt!</p>
<p>Die Wirtschafts- und Finanzkrise hinterl&auml;sst ihre Spuren. Jetzt geht es im ersten Schritt vorrangig um Schadensbegrenzung. Im zweiten Schritt brauchen wir Ma&szlig;nahmen, die dazu beitragen, dass derartige Krisen in der Zukunft ausgeschlossen sind.</p>
<p>Daf&uuml;r brauchen wir jetzt koordiniertes, effektives Regierungshandeln.</p>
<p>Wir brauchen jetzt klare und wirksame Regeln f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte.</p>
<p>Und wir m&uuml;ssen jetzt daf&uuml;r sorgen, dass sich eine solche Krise nicht wiederholt.</p>
<p>Europa steht vor der entscheidenden Herausforderung: Gelingt es Europa 2020 umzusetzen, die gro&szlig;e Idee, durch Bildung, Forschung, hohe Produktivit&auml;t und Weiterentwicklung des Sozialstaates der Kontinent zu werden, der den internationalen Wettbewerb pr&auml;gt.</p>
<p>Oder droht Europa auseinanderzufallen.</p>
<p>Anrede,</p>
<p>in dieser Situation ist eine derart chaotische und handlungsunf&auml;hige Bundesregierung f&uuml;r Deutschland ein gro&szlig;er Nachteil. Frankreich und andere europ&auml;ische Staaten nutzen das immer wieder f&uuml;r ihre Interessen.</p>
<p>Und was tut diese Bundesregierung?<br />
Sie verteilt Steuergeschenke und schn&uuml;rt ein so genanntes Sparpaket, das vor allem eins ist: Unausgegoren und schreiend ungerecht.</p>
<p>Bei dieser Bundesregierung ist keine politischer Wille zur Regulierung der Finanzm&auml;rkte zu erkennen und auch kein Wille, den sozialen Zusammenhalt in diesem Land zu erhalten.</p>
<p><strong>Ihr wisst, ich bin ja mit gro&szlig;en Spr&uuml;chen etwas zur&uuml;ckhaltender. Aber es ist wirklich nicht &uuml;bertrieben zu sagen:<br />
In der schwersten Krise seit 60 Jahren haben wir leider auch die schlechteste Bundesregierung seit 60 Jahren!<br />
Denen kann man wirklich nur noch sagen: H&ouml;rt einfach auf und lasst uns wieder dran.</strong></p>
<p>Viele Menschen w&uuml;nschen sich Steinmeier, Steinbr&uuml;ck und andere zur&uuml;ck. Was die aktuellen Umfragen von gestern ganz eindeutig zeigen: Die politische Auseinandersetzung lohnt sich.<br />
Wir sind auf Bundesebene erstmals wieder vor der CDU! &Uuml;brigens hat die FDP 3%.</p>
<p>Dank auch Sigmar, der seit Dresden einen wirklich guten Job macht!!</p>
<p>Anrede,</p>
<p>was haben wir in den letzten Jahren in Sachsen-Anhalt angepackt und geschafft?</p>
<p><strong>Sachsen-Anhalt ist ein so tolles Land</strong> , mit einer dynamischen Wirtschaft, mit gut ausgebauten Hochschulen, mit einem hervorragenden Kinderbetreuungsangebot, mit einem reichen kulturellen Erbe, mit einer gut entwickelten Infrastruktur in Stadt und Dorf, mit viel Potenzial f&uuml;r eine gute Entwicklung.</p>
<p>Wir haben viel erreicht und ich sage nicht ohne Stolz: Die sozialdemokratischen Kabinettsmitglieder und die Fraktion sind Motor dieser Landesregierung. Unsere Handschrift ist in dieser Regierung unverkennbar.</p>
<p>Da gerade wir aber zus&auml;tzliches Geld f&uuml;r Kinderg&auml;rten, Schulen und  Hochschulen dauerhaft brauchten, mussten wir in anderen Bereichen der Verwaltung Strukturen ver&auml;ndern.</p>
<p>Dazu geh&ouml;rten die Neugliederung der Gerichtsstandorte, Vollzugsanstalten, die Konzentration der Finanz&auml;mter oder die Personalanpassungen in der Landesverwaltung. Angela hat das gut gemanagt, auch die Inbetriebnahme der JVA in Burg.</p>
<p>Aber auch die Strukturver&auml;nderungen bei der Polizei, die ich gemeinsam mit Holger umgesetzt habe. Mit den Mitteln des Konjunkturpakets II wird zun&auml;chst die Fachhochschule der Polizei in Aschersleben saniert. Im zweiten Schritt verdreifachen wir den Einstellungskorridor der Polizei ab 2014.<br />
Ein gutes Beispiel daf&uuml;r, dass wir immer ganzheitlich gedacht haben, auch in der Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und auch in der Zusammenarbeit von Holger und mir!<br />
Ja, das haben Sozialdemokraten gemacht.<br />
Reden wir dr&uuml;ber!</p>
<p>Im kommunalen Bereich haben wir mit der Gemeindegebietsreform die Strukturver&auml;nderungen abgeschlossen.<br />
Mit der Neuregelung des FAG wurden die Kommunalfinanzen auf eine neue Grundlage gestellt. Die Wirkungen des Gesetzes werden in der n&auml;chsten Legislaturperiode &uuml;berpr&uuml;ft. Dabei soll auch die Stadt/Umland –Problematik nochmals diskutiert werden.</p>
<p>Beim Teilentschuldungsprogramm setzen wir rund 600 Million Euro ein und entschulden die Kommunen damit um 1,3 Milliarden Euro. Wir sind das einzige Land in Deutschland, in dem so etwas entwickelt wurde!<br />
Das haben Sozialdemokraten gemacht! Holger, R&uuml;diger und ich. Reden wir dr&uuml;ber!!</p>
<p>&Uuml;brigens, ganz nebenbei: <strong>Zur Sanierung und Modernisierung, vor allem von Bildungseinrichtungen; flie&szlig;en rund 2/3 der 475 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket in die Bildungseinrichtungen unseres Landes. </strong><br />
Dies wird gerade  von Sozialdemokraten voran getrieben: Im Kita &#8211; Bereich durch Gerlinde und Norbert und durch die Steuerung in meinem Haus!<br />
Reden wir dr&uuml;ber! Warum  betone ich dies?</p>
<p>Weil auch wir &ouml;fter dar&uuml;ber reden sollten; was wir gutes in dieser Regierung tun, liebe Genossinnen und Genossen!</p>
<p>Anrede,</p>
<p>in die Wirtschaftskraft unseres Landes investieren wir &uuml;ber eine Milliarde Euro j&auml;hrlich. Vieles ist gut gelaufen. Wir haben die wirtschaftsnahe Infrastruktur ausgebaut. Noch in j&uuml;ngster Zeit werden f&uuml;nf gro&szlig;e Industriegebiete im Land entwickelt.</p>
<p>&Uuml;brigens: Ich habe noch die Diskussion um die Bildung von Clustern, um die Schwerpunktsetzung aus dem Jahr 2006 im Ohr. Na ja.<br />
Mit dem Aufbau von Forschungszentren, wie dem Demenz-Zentrum in Magdeburg oder dem Chemisch-Biologischen Zentrum in Leuna, ist diese Diskussion &uuml;berfl&uuml;ssig geworden! Wirtschaftsf&ouml;rderung wird immer mehr Forschungsf&ouml;rderung, und das ist gut so!</p>
<p>F&uuml;r den Wirtschaftsbereich gilt: Wir m&uuml;ssen die geringer werdenden Mittel b&uuml;ndeln und sie auf Forschung und Entwicklung sowie Innovation konzentrieren.</p>
<p>Anrede,</p>
<p>trotz einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung bleibt der weitere Abbau der Arbeitslosigkeit die gr&ouml;&szlig;te politische und gesellschaftliche Herausforderung.</p>
<p>Wir brauchen mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitspl&auml;tze, aber auch weiterhin eine gezielte aktive Arbeitsmarktpolitik. <strong>Wir brauchen gute Arbeit.</strong></p>
<p>Gute Arbeit hei&szlig;t faire L&ouml;hne, von denen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihre Familien leben k&ouml;nnen.<br />
Mindestl&ouml;hne, Vergabegesetz, Entsendegesetz, Anwendung von Tarifvertr&auml;gen; diese Stichpunkte stehen deswegen zu recht in unserem Programmentwurf.</p>
<p>Anrede,</p>
<p>die demografische Entwicklung bleibt das dringendste Problem unseres Landes. Wir k&ouml;nnen noch so viele Ortsumgehungen bauen oder unsere Innenst&auml;dte noch so sehr versch&ouml;nern. Die Abwanderung werden wir damit nicht stoppen, geschweige denn den Trend umkehren.</p>
<p>Wir brauchen deshalb attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen , damit diejenigen, die hier leben im Land bleiben und wir &uuml;ber die Landesgrenzen hinaus f&uuml;r Menschen interessant werden, die zu uns kommen wollen – und zu uns kommen sollen.<br />
In Zukunft werden die Menschen, gerade die jungen, immer mehr auf das Gehalt und ihre zuk&uuml;nftige Entwicklungsperspektiven schauen!<br />
Deshalb keine Tarifunterscheidung mehr in Ost und West und Mindestl&ouml;hne.<br />
Damit die Menschen hier bleiben; andere herkommen und die Unternehmen sich Fachkr&auml;fte sichern!</p>
<p>Anrede,</p>
<p>mit <strong>unserem Programm</strong> entwerfen wir daf&uuml;r die richtigen Antworten.</p>
<p>Der Entwurf ist in einem offenen Prozess und unter Beteiligung vieler entstanden. Die heutige Vorstellung hier im Konvent ist nur ein Zwischenschritt. Jetzt geht es um eine breite Diskussion in der Partei, aber auch dar&uuml;ber hinaus.</p>
<p>Die SPD macht es sich als Programmpartei ja nie leicht. Und daf&uuml;r liebe ich ja diese Partei. – Sie macht es sich nicht leicht, auch wenn es manchmal noch so wehtut.</p>
<p>Bildung – Forschung – Wirtschaft – Kinder und Familie – Stadt/Land, das sind die Schwerpunkte. Und da bin ich wieder beim Thema Attraktivit&auml;t.</p>
<p>Was hilft den Menschen bei einem besseren Leben, dem Land als Ganzes?</p>
<p>Ich will nichts wiederholen, was Katrin hier schon gesagt hat und ich kann auch nicht auf alles eingehen.</p>
<p>Aber das Thema Bildung will ich doch besonders ansprechen:<br />
denn hier gibt es einen Unterschied, aber auch Zusammenh&auml;nge zwischen Vision – Programm und der Umsetzung in den n&auml;chsten Jahren.</p>
<p>Ich bin viel im Land unterwegs gewesen. Habe zugeh&ouml;rt und dabei unheimlich viel gelernt von denen, die t&auml;glich betreuen und bilden!</p>
<p>Der Bildungslebensweg schlie&szlig;t ja Kita – Schulen &#8211; Hochschulen – Volkshochschulen – Musikhochschulen ein. Also <strong>lebenslanges Lernen</strong>!</p>
<p>Was  habe ich in den Kitas geh&ouml;rt?<br />
Was soll anders werden?<br />
Ganztagsbetreuung f&uuml;r alle inklusive Mittagessen, kleinere Gruppen Null bis Eins, Vorbereitungsstunden.<br />
Dazu ein einfacheres Gesetz mit Pauschalen.<br />
&Uuml;ber diese Punkte rede ich gerade mit Norbert.</p>
<p>Au&szlig;erdem bin ich mit der Investitionsbank Sachsen-Anhalt und der Investitionsbank in Br&uuml;ssel im Gespr&auml;ch, um mit Mitteln der EU und der Europ&auml;ischen Investitionsbank ein Programm zu entwickeln, das es und erm&ouml;glicht, alle Kinderg&auml;rten und Schulen bis 2015, 2016 fertig zu sanieren. Mal sehen!</p>
<p>&Auml;hnliches gilt f&uuml;r unsere Hochschulen, deswegen will ich darauf jetzt nicht mehr extra eingehen. Die Zielvereinbarungen sind gut gelungen!! Die sich daraus ergebenden Effekte sollen in den n&auml;chsten Jahren immer mehr dazu genutzt werden, um junge Leute aus Westdeutschland, aber auch aus ganz Europa ins Land zu locken, sie gut auszubilden und ans Land zu binden! Und dann m&uuml;ssen unsere Rahmenbedingungen stimmen, auch der Verdienst! Dann bin ich wieder bei unserer Attraktivit&auml;t und da schlie&szlig;t sich dann auch unser konzeptioneller Kreis!</p>
<p>Ja, das Ziel ist: Mehr Bildung f&uuml;r alle! Bessere Arbeit f&uuml;r die Menschen! All diese Punkte sind auch Bestandteil von Europa 2020!</p>
<p>Anrede,</p>
<p>aber daf&uuml;r ist viel Geld n&ouml;tig! Wenn wir gemeinsam diese Vision von Bildung haben, dann kriegen wir das hin!<br />
Aber man muss auch die Menschen davon &uuml;berzeugen.</p>
<p>Man muss &uuml;ber die Jahre Priorit&auml;ten setzen. Man muss St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck das Geld daf&uuml;r umschichten. Und irgendwann wird man auch &uuml;ber mehr Steuern reden m&uuml;ssen. Wir haben bei der Bildung das Ziel: 10% Ausgaben vom BIP.<br />
Lasst uns also in den n&auml;chsten Monaten auch &uuml;ber die Finanzierung reden.<br />
Denn wir wollen nur das ins Wahlprogramm schreiben, was wir in den n&auml;chsten Jahren auch wirklich umsetzen k&ouml;nnen!</p>
<p>Denn wir sind uns ja einig:<br />
F&uuml;r alle Ma&szlig;nahmen, alle Konzepte und alle Vorhaben, die wir gemeinsam f&uuml;r notwendig und sinnvoll halten muss gelten: Einen Umsetzung ist nur ohne neue Schulden m&ouml;glich.</p>
<p>Anrede,</p>
<p>mit dem Programmentwurf definieren wir uns selbst.<br />
Die Menschen sollen sich entscheiden k&ouml;nnen zwischen den verschiedenen Parteien.</p>
<p>Sozialdemokraten wollen das Leben ver&auml;ndern und sich nicht mit bestehendem zufrieden geben!  Auch deshalb bin ich im Oktober 1989 in die SPD eingetreten.</p>
<p>Die SPD mit ihrer fast 150 j&auml;hriger Geschichte ist die &auml;lteste und erfolgreichste Partei.<br />
Die SPD hat eine Idee. Wir wollen einen starken Staat, der die Gesellschaft zusammenh&auml;lt, der die Voraussetzungen f&uuml;r Chancengleichheit schafft und dem Einzelnen trotzdem freie Entfaltung erm&ouml;glicht.</p>
<p>Der diejenigen nicht fallen l&auml;sst, die soziale Unterst&uuml;tzung brauchen. Das ist unser Verst&auml;ndnis von Solidarit&auml;t und sozialer Gerechtigkeit.</p>
<p>Die SPD ist die Partei, die linke Ziele und reale M&ouml;glichkeiten zusammenbringt. Da unterscheiden wir uns von weiten Teilen der Linken.</p>
<p>Deshalb habe ich mich, wie auch Katrin, gegen einen Ministerpr&auml;sidenten der Linken ausgesprochen.</p>
<p>Anrede,</p>
<p>Warum? Bei der Landtagswahl geht es auch f&uuml;r die SPD um viel.</p>
<p>Es entscheidet sich, welchen Weg die SPD geht.<br />
Sind wir in Zukunft nur Mehrheitsbeschaffer f&uuml;r andere Parteien oder haben wir einen eigenen Gestaltungsanspruch?</p>
<p>Wer mich kennt, wei&szlig;: F&uuml;r mich ist diese Frage l&auml;ngst beantwortet!</p>
<p>Mit Reinhard H&ouml;ppner, Manfred P&uuml;chel, Gerlinde Kuppe, R&uuml;diger Fikentscher und anderen waren Ergebnisse von &uuml;ber 35% bei Wahlen m&ouml;glich!!</p>
<p>Anrede,</p>
<p>wir wollen wieder so stark werden, dass andere dar&uuml;ber nachdenken m&uuml;ssen, was sich bei ihnen &auml;ndern muss, um mit uns zu regieren.<br />
Deshalb gibt es vor den Wahlen keine Koalitionsaussage!<br />
Dar&uuml;ber entscheidet nach den Wahlen ein Parteitag!</p>
<p><strong>Die Chancen f&uuml;r einen Wahlsieg sind gut! </strong></p>
<p>Liebe  Genossinnen und Genossen, ich werde mit euch gemeinsam f&uuml;r diesen Wahlsieg k&auml;mpfen, mich abrackern.<br />
Wie in den letzten Wochen und Monaten!<br />
Ich will, dass wir selbstbewusster die Chance ergreifen, an uns glauben!<br />
Ich will, dass wir die Wahlen gewinnen!</p>
<p><strong>Ich will Ministerpr&auml;sident in Sachsen-Anhalt werden!</strong></p>
<p>Anrede,</p>
<p>daf&uuml;r m&uuml;ssen wir bis zum Wahltag noch viel bewegen. Ja, wir m&uuml;ssen und k&ouml;nnen noch besser werden.</p>
<p>Sigmar Gabriel hat in Dresden gesagt, wir m&uuml;ssen dahin gehen, wo es stinkt. Das mache ich schon seit Monaten und f&uuml;hre viele Gespr&auml;che.<br />
Die SPD war lange nicht mehr so pr&auml;sent. Wir wissen wo die Menschen der „Schuh dr&uuml;ckt“. Aber wir m&uuml;ssen auch offen eingestehen: Wir haben nicht auf alle Fragen eine Antwort.</p>
<p>Wir definiert uns nicht durch Abgrenzung oder Ableitung von anderen Parteien. Wir definiert uns selbst, entwickelt selbst, was linke Politik ist!</p>
<p>Die SPD muss deshalb st&auml;ndig Politikwerkstatt f&uuml;r gesellschaftlichen Fortschritt sein.<br />
&Uuml;brigens kontinuierlich auch nach der LTW 2011!</p>
<p>Wir m&uuml;ssen langfristig denken, wenn wir als Sozialdemokratie wieder zu unserer alten St&auml;rke zur&uuml;ckfinden wollen.<br />
Unser Ziel muss es sein, bis zum Jahr 2020 unsere kommunale Basis so zu verbreitern, dass die SPD wieder zur bestimmenden politischen Kraft in Sachsen-Anhalt wird.</p>
<p>Wir m&uuml;ssen den Menschen aber auch klar machen, dass Demokratie vom Mitmachen lebt.<br />
Es kann nicht funktionieren, wenn sich ein Prozent politisch engagiert und 99 Prozent in der Zuschauerloge sitzen und Haltungsnoten verteilen.</p>
<p>Anrede,</p>
<p>mein Ziel ist es, die noch laufende Legislaturperiode als verl&auml;sslicher Koalitionspartner zu beenden.<br />
Einerseits weil ich glaube, dass die Menschen das von uns erwarten, gerade in der Krise.<br />
Andererseits wird Verl&auml;sslichkeit honoriert.</p>
<p>Die Zusammenarbeit mit Prof. B&ouml;hmer will ich zu Ende bringen, egal, was andere in der CDU mir manchmal zumuten.<br />
Verwechsele bitte niemand meinen sehr pers&ouml;nlichen Umgang mit dem MP mit Blindheit gegen die eigentlichen Interessen vieler in der CDU.</p>
<p>Ich pers&ouml;nlich bin davon &uuml;berzeugt, dass diese verl&auml;ssliche Art von uns Beiden vor allem dem Land und seinen Menschen geholfen hat. Und ich glaube auch nicht daran, dass dies f&uuml;r die SPD von Schaden ist.</p>
<p>Anrede,</p>
<p>wenn jetzt gleich &uuml;ber den Spitzenkandidaten entschieden wird, dann wird es dazu eine geheime Abstimmung geben.</p>
<p>Ich habe den Landesvorstand darum gebeten und bedanke mich ausdr&uuml;cklich, dass meine Bitte ber&uuml;cksichtigt wurde.</p>
<p>Bei einem geheimen Votum kann jede und jeder unabh&auml;ngig entscheiden. Wir haben viel vor uns, dass  geht nur zusammen!</p>
<p>Ich will ein ehrliches Ergebnis.</p>
<p>Anrede,</p>
<p><strong>was soll ich noch von mir erz&auml;hlen</strong>, ihr sollt ja schlie&szlig;lich auch &uuml;ber die Person abstimmen?</p>
<p>Von der Biographie her sozialdemokratisches Vorzeigeprofil. Vater Bergmann und Mutter Erzieherin.<br />
4 Br&uuml;der, also hie&szlig; es sich durchbei&szlig;en<br />
Nach Schule, Elektromonteur, Seefahrt dann Elektroingenieur.<br />
Bis zur Wende im Mansfeld-Kombinat als Prozessingenieur. Daher auch meine Vorliebe f&uuml;r Zahlen, Diagramme und  komplexe Sachverhalte. Geplant war ein weiteres Studium f&uuml;r IT in Dresden.</p>
<p>In der Wende eher durch Zufall 89 in die Politik.<br />
Seit dem aber aus tiefster &Uuml;berzeugung und vollem Elan. Meine Frau Kerstin und meine S&ouml;hne Toni und Andre sch&uuml;tteln dar&uuml;ber auch &ouml;fters den Kopf, haben mich aber immer unterst&uuml;tzt. Daf&uuml;r ausdr&uuml;cklichen Dank. Vom gelegentlichen Motorrad, Garten, Skat und Schwatz mit guten Freunden, Hermann Hesse, Pink Floyd bis AC/DC reicht der Ausgleich zur Finanzpolitik.</p>
<p>Viele von Euch  kennen mich seit vielen Jahren.<br />
Ich konnte gestalten in Partei und aktiver Politik. Ich erlebe Politik auch aktiv, bekenne mich ausdr&uuml;cklich zu pers&ouml;nlichen Ver&auml;nderungen. Ich will nicht stehen bleiben. Kalkuliere Fehler ein, weil ich viel zu entscheiden habe. Aber dies wollte ich immer und stelle mich auch dieser Verantwortung. Wir haben doch zusammen bei der Gestaltung unseres Landes soviel erreicht! Ich jedenfalls habe euch, dieser SPD in Sachsen-Anhalt auch viel zu verdanken.<br />
Diesen Dank ausdr&uuml;cklich auch jenen, die mit oder unter mir im Ministerium schwitzen. Liest man so, stimmt aber auch.<br />
Es gibt aber auch viel zu tun!</p>
<p>Anrede,</p>
<p>wir sind gut vorbereitet.<br />
Wir haben ein Programmentwurf, der in den kommenden Wochen und Monaten diskutiert werden soll. Wir haben uns als Landesverband stabilisiert.</p>
<p>Jetzt geht es darum, zus&auml;tzliches Selbstbewusstsein zu entwickeln und offensiv die inhaltliche Auseinandersetzung zu f&uuml;hren.</p>
<p>Lasst uns &uuml;berall im Land Flagge zeigen!</p>
<p>Lasst uns einen tollen Wahlkampf machen! Auch mal dabei l&auml;cheln!</p>
<p>Lasst uns auf unsere St&auml;rken besinnen!</p>
<p>Lasst uns gleiche Chancen f&uuml;r alle Kinder schaffen!</p>
<p>Lasst uns f&uuml;r ein solidarisches Miteinander eintreten! F&uuml;r L&ouml;hne, von denen die Menschen selbst bestimmt leben k&ouml;nnen!</p>
<p>Lasst uns wieder die bestimmende politische Kraft in unserem Land werden!</p>
<p>Ich bin dabei!!</p>
<p>(Es gilt das gesprochene Wort!)</p>
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		<title>Drei Jahre ohne neue Schulden in Sachsen-Anhalt</title>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 08:33:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Erstmals in der Geschichte des Landes, wurde 2007, 2008 und 2009 ein ausgeglichener Haushalt ohne Neuverschuldung vorgelegt. Gleichzeitig wurde begonnen, R&#252;cklagen und Vorsorgebereiche aufzubauen, die k&#252;nftige Risiken wie Pensionsanspr&#252;che von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmals in der Geschichte des Landes, wurde 2007, 2008 und 2009 ein ausgeglichener Haushalt ohne Neuverschuldung vorgelegt. Gleichzeitig wurde begonnen, R&uuml;cklagen und Vorsorgebereiche aufzubauen, die k&uuml;nftige Risiken wie Pensionsanspr&uuml;che von Beamten und Steuerschwankungen ausgleichen sollen.</p>
<p>Ab 2010 sollte das erste Mal mit der Tilgung von Krediten begonnen werden.<br />
Durch die Wirtschafts- und Finanzkrise droht jedoch 2010 erstmals wieder eine Nettoneuverschuldung in H&ouml;he von 739 Millionen Euro. Mit der derzeitigen Haushaltssperre werden Ausgaben reduziert, um Risiken bei den Steuereinnahmen aufzufangen.</p>
<p>In der vierj&auml;hrigen Amtszeit von FDP-Finanzminister Paque hat das Land Sachsen-Anhalt insgesamt &uuml;ber 4,7 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen – ohne Wirtschafts- und Finanzkrise. Damit wurde in den vier Jahren fast ein Viertel der Gesamtschulden des Landes aufgenommen! Es wurde nicht f&uuml;r die Zukunft vorgesorgt, sondern auf Kosten der Zukunft gewirtschaftet.</p>
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		<title>Unsere Handschrift: Vier Jahre Gro&#223;e Koalition in Sachsen-Anhalt</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 13:07:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landtagswahl 2011]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Im April vor vier Jahren haben wir die rot-schwarze Koalitionsregierung in Sachsen-Anhalt gebildet. Mein Ziel ist es, die Arbeit der derzeitigen Koalitionsregierung mit der CDU erfolgreich und bis zum letzten Tag professionell zu Ende zu f&uuml;hren. </p>
<p>Im ersten Jahr mu&szlig;te die SPD den Koalitionspartner bisweilen daran erinnern, dass der Koalitionsvertrag gilt und nicht verw&auml;ssert werden kann – diese Vertragstreue werden auch wir bis zum Ende der Legislaturperiode im kommenden Jahr an den Tag legen.</p>
<p>Wir wollen sagen k&ouml;nnen: <strong>Die SPD ist  „vertragstreu“ und die Landesregierung wird die Projekte, auf die sie sich im Koalitionsvertrag geeinigt hat, im Wesentlichen abgearbeitet und mit vorzeigbaren Ergebnissen  umgesetzt haben.</strong></p>
<p>Ich habe Grund zu dieser Annahme, denn trotz gelegentlicher inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten mit den Ministern des Koalitionspartners hat sich in der gemeinsamen Arbeit ein hohes Ma&szlig; an Zuverl&auml;ssigkeit und gegenseitigem Respekt entwickelt. Dass dabei in jedem Hause und f&uuml;r alle Ministerien jeweils besondere Baustellen zu bearbeiten sind, liegt in der Natur der Sache. Insgesamt jedoch ist es beiden Seiten immer wieder gelungen, zu tragf&auml;higen Kompromissen zu kommen, die Anzahl der Konflikte zu begrenzen.</p>
<p>Und so ist auch unsere Zusammenarbeit: Wir gehen die Probleme des Landes professionell und zielstrebig an; wir haben die Projekte, die wir uns im Koalitionsvertrag vorgenommen haben, rechtzeitig auf die Schienen gestellt und sind mit ihrer Umsetzung auf allen Feldern weit gekommen. Nicht alles ist uns dabei gelungen, manchmal ging auch etwas richtig schief – ganz wie im wirklichen Leben.</p>
<p>Die gleiche Erfahrung haben wir auch im Parlament gemacht. Es ist nicht zuletzt das Verdienst der Fraktion und hier insbesondere der Fraktionsf&uuml;hrung um Katrin Budde, dass zum Wohle der Entwicklung des Landes immer wieder Mehrheiten gefunden werden konnten. Das ist bei der Zusammensetzung und Struktur der CDU-Fraktion nicht immer einfach und macht im Einzelfall auch richtig M&uuml;he.</p>
<p>Dass dabei im parlamentarischen Alltag immer wieder unterschiedliche politische Positionen hervortreten und die Widerspr&uuml;che gelegentlich hart aufeinandertreffen ist nicht nur in Koalitionen selbstverst&auml;ndlich, sondern in der Demokratie auch ausdr&uuml;cklich erw&uuml;nscht.</p>
<p>Aber wir sind auch keine Kuscheltiere: Widerspruch sch&auml;rft das Profil. Unsere politischen Vorstellungen reichen &uuml;ber das Ende der Legislaturperiode weit hinaus. Einen Teil davon k&ouml;nnen wir in dieser Koalition nicht durchsetzen, aber wir k&ouml;nnen diese Vorstellungen deutlich werden lassen – insbesondere im kommenden Jahr. Am Ende will der W&auml;hler entscheiden k&ouml;nnen und dann werden wir unsere Erfolge ebenso klar vertreten wie unsere Vorhaben f&uuml;r die Zukunft.</p>
<p>Die Kunst besteht bekanntlich darin, nach der Diskussion zu praktischen und mehrheitlichen Ergebnissen zu kommen. Das gilt  bei der Gemeindegebietsreform, wie Bildungskonvent, in Haushaltsdiskussionen genauso wie bei Strukturver&auml;nderungen, f&uuml;r den Bereich der Kitas ebenso wie bei Universit&auml;ten oder beispielsweise in der Debatte um den Mindestlohn oder in der Frauenpolitik.</p>
<p>&Uuml;ber allem jedoch steht: Regierungen werden nicht gebildet, um sich im Dauerstreit zu blockieren. Sie sollen etwas bewegen, sich der Probleme der Menschen annehmen und die Entwicklung des Landes gestalten. Dazu schlie&szlig;en die sie tragenden Parteien Koalitionsvertr&auml;ge.</p>
<p><strong>Die Landesregierung hat sich danach insbesondere die Konsolidierung der Landesfinanzen, mehr Investitionen, mehr Vorsorge, die Straffung der Verwaltung, neue Anstrengungen f&uuml;r Bildung und die Senkung der Arbeitslosigkeit zur Aufgabe gemacht.</strong></p>
<p><strong>Die Ministerien und die Minister der SPD haben in ihren Bereichen viel erreicht.</strong> Um nur wenige Beispiele zu nennen, verweise ich hier auf:</p>
<ul>
<li>die Zusammenfassung der Gerichtsstandorte sowie den Ausbau der Justizzentren, den Bau des modernsten Gef&auml;ngnisses in Europa und die Einf&uuml;hrung eines innovativen Jugendstrafvollzugsgesetzes durch unsere Justizministerin Angela Kolb;</li>
<li>die Sportf&ouml;rderung, die von unserer Sozialministerin Gerlinde Kuppe und ihrem Nachfolger Norbert Bischoff auf neue, gesunde F&uuml;&szlig;e gestellt wurde;</li>
<li>die vom Verfassungsgericht umfassend best&auml;tigte Reform der Gemeindestrukturen, die von unserem Innenminister Holger H&ouml;velmann betrieben und gegen mancherlei Widerst&auml;nde durchgesetzt wurde,</li>
<li>die Reform der Finanz&auml;mter, die Stellenhebungen bei der Polizei, die Sanierung von Polizeirevieren und Kitas, die Einstellungskorridore vor allem bei den Lehrern und der Polizei, finanzielle Erleichterungen bei der Sch&uuml;lerbef&ouml;rderung,</li>
<li>das Personalentwicklungskonzept, das Planungssicherheit und klare Perspektiven schafft;</li>
<li>die Sanierung und die strategische Neuorientierung der Landesfinanzen, die ein gro&szlig;es St&uuml;ck vorangekommen sind.</li>
</ul>
<p>Einen Schwerpunkt unserer Arbeit im vergangenen Jahr hat der Koalitionsvertrag allerdings nicht vorgesehen: Noch immer leben wir unter dem Eindruck und den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Auch in Sachsen-Anhalt.</p>
<p><strong>Die Abwehrma&szlig;nahmen gegen die Krise werden uns noch lange besch&auml;ftigen und die Handlungsm&ouml;glichkeiten der &ouml;ffentlichen Haushalte begrenzen. Die Finanzkrise war nicht nur eine ernste Bedrohung f&uuml;r die internationalen und nationalen M&auml;rkte, sie stellte auch f&uuml;r die Landesregierung eine gro&szlig;e Herausforderung mit erheblichen Risiken dar. </strong></p>
<p>Unter besonderen Belastung dennoch ihren Kurs fortgesetzt und gleichzeitig die Krisenfolgen f&uuml;r das Land in den Griff bekommen zu haben, werden Kommentatoren dereinst vielleicht als den eigentlichen Erfolg dieser Legislaturperiode bezeichnen.</p>
<p><strong>Die Bundesregierung, aber auch die Landesregierung, musste handeln und wir haben gehandelt. In Sachsen-Anhalt insbesondere durch die Umsetzung des Konjunkturpakets II. </strong></p>
<p><a title="Besichtigung Bestehornaprk in Aschersleben mit Oberb&uuml;rgermeister Michelmann" href="http://farm5.static.flickr.com/4066/4527174317_f9d4798d05.jpg"  class="lightbox"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4066/4527174317_f9d4798d05.jpg" alt="Besichtigung Bestehornaprk in Aschersleben mit Oberb&uuml;rgermeister Michelmann" /></a></p>
<p>Mit dem Stichtag 18. M&auml;rz wurden landesweit 1964 laufende Projekte registriert. Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Bewilligungen ist erfolgt. Bis Ende M&auml;rz waren rund 433 Millionen Euro von 475 Millionen Euro bewilligt (91%). Bis Mitte April waren rund 82, 5 Mio. Euro an Bundes- und Landesmitteln ausgezahlt.</p>
<p>Die Konsolidierung der &ouml;ffentlichen Kassen kann nur miteinander funktionieren, in einem <strong>finanzpolitischen Dialog</strong> aller Beteiligten. Ich habe diesen Dialog im vergangenen Jahren mit zahlreichen Veranstaltungen institutionalisiert. Ich werde diese Veranstaltungsreihe fortf&uuml;hren. Zur Information, zur Diskussion, zur gemeinsamen Meinungsbildung. Die Landesregierung hat sich einer „Konsolidierungspartnerschaft“ verschrieben. Wir wollen die Probleme gemeinsam angehen.</p>
<p>Dazu brauchen wir eine <strong>Leitbild – Diskussion</strong>. Die f&uuml;hren wir derzeit und werden sie in der zweiten Jahresh&auml;lfte abschlie&szlig;en. Ziel ist es, die Vorstellungen zu konkretisieren, wohin sich unser Land entwickeln soll. Dazu brauchen wir Schwerpunkte. Auch diese Diskussion kann erfolgreich nur gef&uuml;hrt werden, wenn sie aus der Mitte der Gesellschaft und mit allen Akteuren gef&uuml;hrt werden. Denn Ziel kann nicht ein weiteres Papier sein, das in den Akten verschwindet, sondern eine gemeinsame Perspektive, an der wir in diesem Lande arbeiten wollen. Zu diesen &Uuml;berlegungen der Landesregierung k&ouml;nnen sich dann im Wahlkampf alle Parteien positionieren. Politischer Wahlkampf mit unterschiedlichen Inhalten und um unterschiedliche Inhalte – das ist die beste Art der Wahlkampfauseinandersetzung!</p>
<p>Schlie&szlig;lich treffen die Probleme von Infrastruktur und Demografie, Steuereinnahmen und Stadt-Umland-Problematik, Daseinsvorsorge und Kulturetats alle Beteiligten. Nur im Ausgleich k&ouml;nnen wir zu ausgewogenen L&ouml;sungen kommen. Und nur partnerschaftliche L&ouml;sungen bieten die Chance zu einer breiten Akzeptanz der getroffenen Entscheidungen.</p>
<p>Neben zahlreichen anderen Ma&szlig;nahmen, mit denen besonders finanzschwache Kommunen unterst&uuml;tzt werden, hat die Landesregierung Sachsen-Anhalt nach Gespr&auml;chen im Landtag, mit dem Landkreistag, mit dem St&auml;dte- und Gemeindebund und in insgesamt sechs regionalen Veranstaltungen mit ca. 800 Kommunalvertretern ein <strong>eigenes Teilentschuldungsprogramm f&uuml;r Kommunen</strong> entwickelt.</p>
<p>Abgewickelt wird das Programm unter dem Namen <strong>STARK II</strong> von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) als Vertragspartnerin der Kommunen. Das Land stellt zu diesem Zweck innerhalb von zehn Jahren 629 Mio. Euro zur Verf&uuml;gung; die Schuldenlast der Kommunen kann damit bis 2024 von ca. 2,7 Mrd. auf ca. 1,3 Mio. Euro verringert werden. Mit Hilfe von STARK II k&ouml;nnen laufende, auf dem freien Finanzmarkt aufgenommene kommunale Kredit zinsg&uuml;nstig getilgt werden.</p>
<p>Art und Ausgestaltung des Programms stellen ein neues, kreatives Instrument dar. STARK II beseitigt zwar nicht die Folgen der Krise, es bietet keine „frisches Geld“, aber es ist geeignet, den Kommunen Luft zu verschaffen, um in den kommenden Jahren ihre Konsolidierungsanstrengungen zu verst&auml;rken.</p>
<p><strong>Die Sonderaufgabe des Konjunkturpakets II haben wir in Sachsen-Anhalt, das best&auml;tigen uns auch unabh&auml;ngige Gutachter, mit erheblichem Aufwand, aber auch mit beachtlichem Erfolg gemeistert</strong>.</p>
<p>Die eigentliche Best&auml;tigung jedoch ziehe ich aus der Tatsache, dass die Arbeitslosenzahlen im Rahmen gehalten werden konnten – sie sind die niedrigsten seit der Wende -  und, dass die Wirtschaft augenscheinlich wieder Tritt fassen konnte.</p>
<p>Aber: am selben Tag, an dem die IHK Halle-Dessau in der vergangenen Woche meldete, dass sich die Konjunktur im s&uuml;dlichen Sachsen-Anhalt im ersten Quartal sp&uuml;rbar erholt habe, musste ich auch zur Kenntnis nehmen, dass die Steuereinnahmen in Sachsen-Anhalt in diesem ersten Quartal erheblich eingebrochen sind. Allein im M&auml;rz 2010 um 132 Mio. Euro weniger als im Vorjahresmonat. Und nat&uuml;rlich war es f&uuml;r uns alle schmerzhaft, nach drei Jahren ohne die Aufnahme neuer Schulden, in diesem Januar einen Doppelhaushalt 2010/2011 verabschieden zu m&uuml;ssen, der  Kredite in H&ouml;he von 739 Mio. (2010) und 540 Mio. Euro (in 2011) vorsieht. Wir sind also noch nicht &uuml;ber den Berg.</p>
<p><strong>Es gibt also keinen Grund, von den im Koalitionsvertrag vereinbarten Zielen der Konsolidierung, der Schwerpunktsetzung und der weiteren Entwicklung von Vorsorgema&szlig;nahmen abzuweichen.  Wir m&uuml;ssen in den kommenden Jahren auch wieder ohne neue Schulden auskommen, damit auch in Zukunft weiter investiert werden kann.</strong></p>
<p><strong>Im Jahr 2020 wird sich entscheiden, ob unsere Anstrengungen gefruchtet haben. Das gilt auch im Vergleich zu den anderen Bundesl&auml;ndern, die unsere Verb&uuml;ndeten, aber auch unsere Konkurrenten sind. </strong></p>
<p>Wenn wir bei Auslaufen des Solidarpaktes 2019 und dem Einsetzen der Schuldenbremse 2010 auf eigenen F&uuml;ssen stehen wollen, ist das ohne Alternative. Erfolg bedeutet zugleich auch, Perspektiven f&uuml;r die Zukunft m&ouml;glich zu machen!</p>
<p><strong>Wenn Politik die Kunst des M&ouml;glichen ist, dann tr&auml;gt das M&ouml;gliche in dieser Legislaturperiode unsere Handschrift.</strong> Wir haben dazu beigetragen, unter schwierigen Bedingungen das Land voranzubringen.  Das ist kein Grund zur Selbstgef&auml;lligkeit, eher ein Ansporn.</p>
<p>Noch immer haben wir eine zu hohe Arbeitslosigkeit, keinen selbsttragenden Aufschwung, noch immer ist die industrielle Basis nicht breit genug, noch immer sind wir „Nehmerland“ im L&auml;nderfinanzausgleich, vor allem: Noch immer sitzen wir in der „demographischen Falle“.</p>
<p>Dieser Falle werden wir nur entkommen, wenn wir Zuwanderung organisieren k&ouml;nnen. Zuwanderung werden wir nur organisieren, wenn es attraktiver wird, in Sachsen-Anhalt zu leben als in anderen Bundesl&auml;ndern. Weil wir das bessere Ausbildungs- und Bildungssystem haben, die bessere Kinderbetreuung, eine lebendige kulturelle Landschaft, die Menschen in Sicherheit hier leben k&ouml;nnen, ein gutes Gesundheitssystem finden, gute Infrastruktur, soziale F&uuml;rsorge. Vor allem jedoch: weil wir ausreichende und attraktive (und das hei&szlig;t auch: gut bezahlte) Arbeitspl&auml;tze mit entsprechenden Perspektiven bieten k&ouml;nnen.</p>
<p><strong>So kommen wir vom M&ouml;glichen zum W&uuml;nschbaren.</strong> Zu politischen und gesellschaftlichen Zielen. Zur Gestaltung von Zukunft. Zu sozialdemokratischer Politik.</p>
<p><strong>Sozialdemokraten haben immer versucht, angesichts der gesellschaftlichen Probleme nicht die Gegenwart zu verwalten, sondern die Verbindung herzustellen zwischen den M&uuml;hen der Ebene und den Zielen f&uuml;r die Zukunft.</strong></p>
<p>Dazu bekenne ich mich ausdr&uuml;cklich. Beides ist wichtig, auf beide Fragen m&uuml;ssen die Antworten immer neu gefunden werden. Und: diese Antworten m&uuml;ssen erkennbar bleiben.</p>
<p>In den vergangenen Jahren ist das der SPD nicht immer gelungen. In der Folge ist einiges an Vertrauen verloren gegangen. Und da in der Demokratie am Ende immer gez&auml;hlt und nicht gewogen wird, hat sich dieser Vertrauensverlust in Wahlergebnissen niedergeschlagen. Das hat uns auch uns in Sachsen-Anhalt zu schaffen gemacht.</p>
<p>Dagegen hilft nur gute Politik. Vor allem in der Regierung, denn die Menschen sehen inzwischen: die SPD kann das. Aber auch in der Entwicklung neuer, alter Ziele. Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarit&auml;t.</p>
<p><strong>Seit dem Dresdner Parteitag und der fulminanten Rede von Sigmar Gabriel ist einiges in Bewegung gekommen in der SPD.</strong></p>
<p>Aber Parteitagsreden allein reichen nicht aus – wir m&uuml;ssen einen neuen Dialog f&uuml;hren, Ziele konkret f&uuml;r unser Land gemeinsam entwickeln – in der Partei, in aller &Ouml;ffentlichkeit. Am Ende stehen ein Programm und ein Politikangebot f&uuml;r das Land. Konkret, machbar, zukunftsfest.</p>
<p><strong>Die SPD Sachsen-Anhalt – Landesvorstand, Regierungsmitglieder – haben die Signale aufgenommen</strong>.</p>
<p>Wir haben neue personelle und organisatorische Weichenstellungen vorgenommen, werden in vielen Diskussionen und in verschiedenen Formaten gemeinsam mit den Mitgliedern und Interessierten die bislang geleistete Politik besprechen und weitere Ziel formulieren, die in das Landtagswahlprogramm einflie&szlig;en sollen. Mit dem „Kompass f&uuml;r Sachsen-Anhalt“ habe ich dazu eine Vorlage geliefert.</p>
<p><strong>Ebenso wie beim „finanzpolitischen Dialog“ und der „Leitbild-Diskussion“ der Landesregierung ist es mir auch parteiintern wichtig, die Willensbildung „von unten nach oben“ zu betreiben.</strong></p>
<p>Ich bin in den vergangenen Wochen in zahlreichen SPD-Kreis- und Stadtverb&auml;nden, sowie Ortsvereinen gewesen, um &uuml;ber unsere Lage und unsere Ziele im Landtagswahlkampf zu diskutieren. Ich werde diese Besuche fortsetzen. Ich versuche, m&ouml;glichst viele andere Parteiveranstaltungen wahrzunehmen, oder an Podien teilzunehmen, die die Friedrich-Ebert-Stiftung anbietet. Dieser Prozess muss von vielen getragen, gef&uuml;hrt und am Ende entschieden werden, sonst wird es nichts!</p>
<p><a title="Aschersleben, 10. M&auml;rz 2010" href="http://farm5.static.flickr.com/4043/4426844962_ca0249db16.jpg"  class="lightbox"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4043/4426844962_ca0249db16.jpg" alt="Aschersleben, 10. M&auml;rz 2010" /></a></p>
<p><strong>Entschieden werden soll auf dem Parteikonvent am 19. Juni 2010.</strong> Dort wollen wir nicht nur den Spitzenkandidaten nominieren, dort wollen wir vor allem &uuml;ber ein Wahlprogramm diskutieren. In aller Offenheit und mit den Impulsen, die wir aus der internen Debatte der vergangenen Monate gewonnen haben.</p>
<p><strong>Zur Offenheit geh&ouml;rt auch, dass ich mich auf diesem Konvent einer geheimen Wahl stellen will.</strong> Jeder soll frei entscheiden k&ouml;nnen. M&ouml;gen die anderen Parteien sich bei der Nominierung ihrer Spitzenkandidaten in offenen Abstimmungen bei 95 plus X-Ergebnisse  wiederfinden – ich bin f&uuml;r eine ehrliche Bewertung. Und die ist nur in geheimen Abstimmungen m&ouml;glich.</p>
<p><strong>Also: Offene Diskussion &uuml;ber das Wahlprogramm und offene Diskussion, aber geheime Abstimmung &uuml;ber den Spitzenkandidaten. </strong></p>
<p>Auf dieser Basis k&ouml;nnen wir danach an die weitere Planung unseres Wahlkampfes gehen. Ich bin mir sicher, dass wir in diesen Wahlkampf dann mit gro&szlig;er Geschlossenheit und Optimismus hinein gehen werden. Wenn Eure Entscheidung auf mich f&auml;llt, will ich meinen Teil dazu beitragen.</p>
<p><strong>Ich freue mich auf den Wahlkampf und ich glaube an unseren gemeinsamen Erfolg!</strong></p>
<p>Dabei braucht die SPD den Vergleich mit anderen Parteien nicht zu scheuen – nicht mit denen, mit denen wir in dieser Legislaturperiode zusammen regieren noch mit denen, die sich in der Opposition befinden.</p>
<p><strong>Aber: Wir wollen st&auml;rker werden, wir wollen regieren, wir wollen die Regierung f&uuml;hren!</strong></p>
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