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	<title>Jens Bullerjahn &#187; Finanzen</title>
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	<description>Mitglied des Landtages, Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt</description>
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		<title>Mehr Geld f&#252;r die Kommunen in Sachsen-Anhalt / Kabinett beschlie&#223;t &#196;nderungen am Finanzausgleichsgesetz</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 14:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelhaushalt 2012/2013]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzausgleichsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalfinanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Finanzausgleichsgesetz (FAG) soll strukturell fortgeschrieben werden. Dazu hat die Landesregierung heute auf Vorschlag von Finanzminister Jens Bullerjahn wichtige &#196;nderungen im Finanzausgleichsgesetz (FAG) und dar&#252;ber hinaus finanzielle Verbesserungen f&#252;r die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Finanzausgleichsgesetz (FAG) soll strukturell fortgeschrieben  werden. Dazu hat die Landesregierung heute auf Vorschlag von  Finanzminister Jens Bullerjahn wichtige &Auml;nderungen im  Finanzausgleichsgesetz (FAG) und dar&uuml;ber hinaus finanzielle  Verbesserungen f&uuml;r die Kommunen beschlossen. Das Finanzausgleichsgesetz  (FAG) ist die Grundlage f&uuml;r die Finanzzuweisungen des Landes an die  Landkreise, St&auml;dte und Gemeinden.</p>
<p>Nach vielen Diskussionen des Finanzministers mit Kommunalpolitikern,  den kommunalen Spitzenverb&auml;nden und dem Parlament hat das Kabinett an  wichtigen Stellen gr&uuml;nes Licht gegeben f&uuml;r eine deutlich verbesserte  finanzielle Ausstattung der Kommunen:</p>
<ul>
<li>Die f&uuml;r die Kommunen wichtige Investitionspauschale wird in den  Jahren 2012 und 2013 nahezu verstetigt. In 2012 bleibt sie in gleicher  H&ouml;he wie im laufenden Jahr bei 128 Mio. €, in 2013 sinkt sie geringf&uuml;gig  um 3 Mio. € auf dann 125 Mio. € (Das sind 73 Mio. Euro mehr als im  ersten Haushaltsentwurf geplant).</li>
<li>Wegen einer &Uuml;berzahlung im Jahre 2009 m&uuml;ssen die Kommunen eine  letzte Rate von 53,3 Mio. € in 2012 an das Land zur&uuml;ckzahlen. Diese  Forderung sollte urspr&uuml;nglich in zwei Jahresraten gesplittet werden.  Jetzt empfiehlt die Landesregierung den Regierungsfraktionen, die erste  Rate f&uuml;r 2012 zu streichen und die zweite Rate in 2013 im Zusammenhang  mit der umfassenden &Uuml;berarbeitung des FAG ab 2013 neu zu regeln.</li>
<li>Das Land wird eine alte Zinsforderung aus den Jahren 1991-1995 in  H&ouml;he von etwa 11 Mio. € nicht mehr von den 150 betroffenen Kommunen  zur&uuml;ckfordern. Damit ist f&uuml;r die Gemeinden ein Jahre w&auml;hrendes  Haushaltsrisiko vom Tisch. Diese hatten damals Gelder f&uuml;r den St&auml;dtebau  nicht fristgem&auml;&szlig; ausgegeben, daraufhin hatte das Land Zinsen  zur&uuml;ckverlangt.</li>
<li>Das Land zahlt vorbehaltlich der Zustimmung im Finanzausschuss des  Landtages noch in diesem Jahr 30 Mio. € an etliche Kommunen. Dieses Geld  soll den Kommunen zuteil werden, die im Rahmen der  Gemeinde-Gebietsreform freiwillig fusionierten. Es ist ein Ausgleich f&uuml;r  damit verbundene Lasten und hilft erheblich bei der Konsolidierung der  betroffenen kommunalen Haushalte. Diese zus&auml;tzliche Ausgabe geht zu  Lasten des Vollzugs im laufenden Landeshaushaltsjahr 2011.</li>
<li>Das Land wird wegen zur&uuml;ckgehender Sonderbedarfszuweisungen vom Bund  (SoBEZ)den Landkreisen und kreisfreien St&auml;dten eine Summe von etwa 48  Mio. € vorfinanzieren. Dieses Geld fehlt den Landkreisen und kreisfreien  St&auml;dten durch die Bundesk&uuml;rzungen in den kommenden zwei Jahren.</li>
<li>In 2012 werden 20 Mio. Euro aus dem Ausgleichsstock entnommen und  zur Aufstockung der allgemeinen Zuweisungen f&uuml;r Gemeinden des  kreisangeh&ouml;rigen Raums verwandt.</li>
</ul>
<p>Mit den oben beschlossenen Ver&auml;nderungen bei den Kommunalfinanzen  &uuml;berweist das Land den Kommunen insgesamt etwa 140 Mio. € mehr als im  ersten Haushaltsentwurf geplant war. Dazu kommt die Vorfinanzierung  kommunaler Fehlbetr&auml;ge in H&ouml;he von etwa 48 Mio. € (SoBEZ).</p>
<p>Die heutigen Beschl&uuml;sse sind die erste S&auml;ule des B&uuml;ndnisses f&uuml;r  starke Kommunen, das Minister Bullerjahn den Kommunen bereits vor einer  Woche angeboten hatte. Dazu geh&ouml;ren auch die Programme STARK II  (Teilentschuldungs-Programm f&uuml;r Kommunen), STARK III (Sanierung aller  Kitas und Schulen) und STARK IV (geplantes Programm zur  Gewerbesteuer-Stabilisierung f&uuml;r Kommunen).</p>
<p>Eine umfassende &Auml;nderung des Finanzausgleichsgesetzes wird im  kommenden Jahr beraten. Daf&uuml;r wird das Ministerium der Finanzen ein  Gutachten einholen, das dann helfen soll, in breiter Diskussion mit  allen Beteiligten ein neues FAG zu erarbeiten, das dann ab 2013 gelten  soll. Das neue FAG soll dann f&uuml;r Politik wie Kommunen durchschaubarer,  nachvollziehbarer sowie zeitlich strukturierter werden.</p>
<h3>Minister Bullerjahn erkl&auml;rt dazu:</h3>
<p>„Wir haben jetzt f&uuml;r schnelle und umfangreiche Hilfen gesorgt, da wo  es m&ouml;glich ist. Weil aber alle Regeln des Finanzausgleichsgesetzes  verzahnt ineinandergreifen, reicht es nicht, einige Probleme selektiv  herauszugreifen, um damit h&ouml;here Zuweisungen zu begr&uuml;nden. Deshalb  strebe ich – in breiter &ouml;ffentlicher Diskussion – eine umfassende  &Uuml;berarbeitung des FAG bereits ab 2013 an.“</p>
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		<title>Diskussion &#252;ber Kommunalfinanzen &#8211; Land st&#246;&#223;t sich nicht auf Kosten der St&#228;dte und Gemeinden gesund</title>
		<link>http://www.bullerjahn2011.de/2011/08/10/diskussion-ueber-kommunalfinanzen-land-stoeszt-sich-nicht-auf-kosten-der-staedte-und-gemeinden-gesund/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 12:46:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzausgleichsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalfinanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Anfang der 90er Jahre kommt es immer wieder zum heftigen Streit &#252;ber die H&#246;he der kommunalen Finanzzuweisungen. Schon damals lautete oft der Vorwurf, dass sich das Land Sachsen-Anhalt auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/08/fag-grafik.jpg"  class="lightbox"><img class="alignright size-medium wp-image-1156" title="Diskussion &uuml;ber Kommunalfinanzen" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/08/fag-grafik-350x232.jpg" alt="Diskussion &uuml;ber Kommunalfinanzen" width="280" height="186" /></a>Seit Anfang der 90er Jahre kommt es immer wieder zum heftigen Streit &uuml;ber die H&ouml;he der kommunalen Finanzzuweisungen. Schon damals lautete oft der Vorwurf, dass sich das Land Sachsen-Anhalt auf Kosten seiner Kommunen gesund sto&szlig;e oder seine Finanzprobleme zu Lasten der St&auml;dte und Gemeinden l&ouml;sen wolle. Auch deshalb wurde 2009 vom Landtag das System des kommunalen Finanzausgleichsgesetzes (FAG) ge&auml;ndert. Bis dahin richtete sich die H&ouml;he der Zuweisungen nach einer festgelegten Quote am Landeshaushalt. Der Nachteil: Wurde der Landeshaushalt geringer, sanken auch die kommunalen Zuwendungen &#8211; ganz gleich welche Aufgaben vor Ort zu bew&auml;ltigen waren.</p>
<p>Im Dezember 2009 wurde dann vom Landtag der aufgabenbezogene &#8211; am Bedarf orientierte &#8211; Finanzausgleich eingef&uuml;hrt. An der Erarbeitung dieses Verfahrens waren auch die kommunalen Spitzenverb&auml;nde beteiligt. Nach dem alten Quotensystem w&auml;ren die kommunalen Zuweisungen schon in den Jahren 2010 (minus 66 Millionen Euro) und 2011 (minus 94 Millionen Euro) geringer ausgefallen als nach dem jetzt geltenden FAG.</p>
<h2>Drei S&auml;ulen des Finanzausgleichsgesetzes</h2>
<p>Die H&ouml;he der kommunalen Zuweisungen insgesamt (Fachbegriff: kommunale Finanzausgleichsmasse)  setzt  sich aus dem errechneten  angemessenen Finanzbedarf, der Investitionspauschale  und den Bedarfszuweisungen zusammen.</p>
<p><strong>1. Errechneter angemessener Finanzbedarf </strong></p>
<p>Der angemessene Finanzbedarf wird auf der Grundlage der Verwaltungshaushalte der Kommunen und nach dem von einer daf&uuml;r eingesetzten Arbeitsgruppe, an der auch die kommunalen Spitzenverb&auml;nde beteiligt waren, vereinbarten Verfahren berechnet. Darauf nimmt also weder der Finanzminister noch die Landesregierung oder der Landtag Einfluss.</p>
<p>F&uuml;r das Jahr 2012 wurde von Experten des Statistischen Landesamtes ein angemessener Finanzbedarf f&uuml;r die Kommunen von 1.353.432.786 Euro errechnet. Gegen&uuml;ber 2011 bedeutet dies ein R&uuml;ckgang von rund 49 Millionen Euro. Als Datenbasis f&uuml;r die aktuellen Berechnungen dienten dabei die Jahre 2008-2010. Der R&uuml;ckgang von 49 Millionen Euro beruht im Wesentlichen auf den Mehreinnahmen der Kommunen von &uuml;ber 350 Millionen Euro in den Jahren 2008-2010. Davon sind Landkreise, kreisfreie St&auml;dte und kreisangeh&ouml;rige Gemeinden unterschiedlich betroffen.</p>
<p>Der R&uuml;ckgang bei den Kreisen ist im Wesentlichen auf die erh&ouml;hten Kreisumlagen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Die Zusch&uuml;sse f&uuml;r die kreisfreien St&auml;dte fallen geringer aus, weil diese ein Plus bei Steuern verzeichnen und weniger f&uuml;r Tilgungen zahlten. Der h&ouml;here Bedarf bei den kreisangeh&ouml;rigen Gemeinden wiederum beruht auf einem Anstieg bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt, wobei rechnerisch die Steuermehreinnahmen hier die erh&ouml;hte Kreisumlage ausgleichen.</p>
<p>Bei der Berechnung des angemessenen Finanzbedarfs ist das Land den Kommunen in mehreren Punkten entgegen gekommen. So werden die Ausgaben f&uuml;r freiwillige Leistungen in voller H&ouml;he angerechnet. In Th&uuml;ringen zum Beispiel werden die Ausgaben im freiwilligen Bereich nur mit sechs Prozent in die FAG einbezogen. In Sachsen-Anhalt werden zudem &ouml;rtliche Steuern (Hunde-, Vergn&uuml;gungs-, Zweitwohnsitzsteuer) und das Teilentschuldungsprogramm STARK II, das die Kommunen entlastet, beim Finanzbedarf nicht mit ber&uuml;cksichtigt. Und nat&uuml;rlich wird den Kommunen die Sanierung ihrer Kitas und Schulen bei den Landeszusch&uuml;ssen ebenfalls nicht angerechnet.</p>
<p><strong>2. Investitionspauschale</strong></p>
<p>Die zweite S&auml;ule des kommunalen Finanzausgleichs, die Investitionspauschale, wird sich 2012 voraussichtlich auf 102 Millionen Euro und 2013 auf 76 Millionen Euro belaufen. In diesem Jahr betr&auml;gt die Pauschale 128 Millionen Euro. Die Differenz zu 2011 betr&auml;gt demnach 26 Millionen Euro. Der R&uuml;ckgang ist auf den drastischen Abbau bei den Bundeserg&auml;nzungszuweisungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Hier gibt das Land einen relativ geringen Teil der Lasten an die Kommunen weiter, denn  4/5 des R&uuml;ckgangs tr&auml;gt das Land.</p>
<p><strong>3. Bedarfszuweisungen</strong></p>
<p>F&uuml;r die Bedarfszuweisungen (auch Ausgleichsstock f&uuml;r Notf&auml;lle) sind wieder rund 40 Millionen Euro vorgesehen. 2010 und 2011 waren es jeweils 60 Millionen Euro, weil man einen „Anstieg an Notf&auml;llen“ prognostiziert hatte.</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen die Kommunen im  kommenden Jahr letztmalig gut 53 Millionen Euro an das Land zur&uuml;ckzahlen, weil sie im Jahr 2009 mehr als 150 Millionen Euro zuviel vom Land bekommen hatten. Die H&ouml;he der Landeszuweisungen wird ja im Vorfeld nach den Einnahmeerwartungen im Landeshaushalt berechnet. F&auml;llt nun das Jahr schlechter als erwartet aus, m&uuml;ssen die zu hoch ausgefallenen Zuweisungen wieder zur&uuml;ckgezahlt werden. Und 2009 war f&uuml;r alle ein besonders mageres Jahr. Das Land hat den Kommunen einger&auml;umt, die R&uuml;ckzahlungen in drei Jahresscheiben vornehmen zu k&ouml;nnen.</p>
<p>In der &ouml;ffentlichen Debatte ist des &Ouml;fteren davon die Rede, dass die Kommunen im kommenden Jahr 150 Millionen Euro weniger vom Land bekommen w&uuml;rden. Diese Summe setzt sich aus dem errechneten geringeren Finanzbedarf von rund 49 Millionen Euro zusammen, worauf die Landesregierung keinen Einfluss hat. Um 26 Millionen Euro sinkt die Investitionspauschale, weil der Bund sein Erg&auml;nzungszuweisungen drastisch senkt, wovon das Land 4/5 tr&auml;gt. Um 20 Millionen Euro werden die f&uuml;r zwei Jahre aufgestockten Zuweisungen aus dem Ausgleichsstock wieder zur&uuml;ckgefahren. Und gut 53 Millionen Euro m&uuml;ssen die Kommunen letztmalig an das Land zur&uuml;ckzahlen, weil sie 2009 mehr als 150 Millionen Euro zuviel vom Land bekommen haben.</p>
<h2>Neues FAG</h2>
<p>Das jetzt g&uuml;ltige, unter Federf&uuml;hrung des Innenministeriums entstandene Gesetz, wird 2012 und 2013 fortgeschrieben. Es werden nur kleinere &Auml;nderungen vorgenommen. Ein wirklich neues FAG k&ouml;nnte dann im Jahr 2014 in Kraft treten. In einem Gutachten sollen die Finanzsituation und die Probleme der Kommunen des Landes in ihrer Vielfalt er&ouml;rtert werden.</p>
<p>Vor einer umfassenden Gesetzes&auml;nderung muss nat&uuml;rlich der Ausgang von drei beim Landesverfassungsgericht anh&auml;ngigen Verfassungsbeschwerden gegen das jetzt g&uuml;ltige FAG abgewartet werden. Und vor allem soll eine m&ouml;gliche Novellierung erst nach einer breiten gesellschaftlichen Debatte erfolgen.</p>
<p><strong>Den Auftakt daf&uuml;r wollen die kommunalen Spitzenverb&auml;nde gemeinsam mit dem jetzt f&uuml;r das FAG zust&auml;ndigen Finanzminister Jens Bullerjahn und dem Innenministerium mit zwei gro&szlig;en „B&uuml;rgermeisterkonferenzen“ am 15. August in Magdeburg und am 16. August in Halle machen.</strong></p>
<p>Zu diesen Konferenzen gibt es schon jetzt jede Menge Anregungen und Anmeldungen. Dies zeigt deutlich, dass das Interesse an einem umfassenden Meinungsaustausch gro&szlig; ist. Angesprochene Diskussionspunkte sind zum Beispiel die Finanzsituation in den gro&szlig;en St&auml;dten des Landes. Dabei geht es auch um die Stadt-Umland-Problematik. Wie kann zum Beispiel mehr Gerechtigkeit bei der Finanzierung von Aufgaben eines Oberzentrums hergestellt werden, sollten auch die Umland-Gemeinden dabei finanziell helfen, lauten einige Fragen.  B&uuml;rgermeister beklagen, dass ihnen bei laufender Konsolidierung die Mittel f&uuml;r Investitionen fehlten.</p>
<p>Angesichts des immensen Diskussionsbedarfs soll das FAG nicht in wenigen Wochen oder Monaten &uuml;berarbeitet werden. Gr&uuml;ndlichkeit muss vor Schnelligkeit gehen. Deshalb sollte aus Sicht des Finanzministeriums  das neue FAG erst ab 2014 greifen.</p>
<h2>Weitere Informationen:</h2>
<p><a title="Kurzfassung des Kommunalfinanzberichtes 2011 des Innenministeriums als pdf-Datei herunterladen" href="http://www.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Elementbibliothek/Bibliothek_Politik_und_Verwaltung/Bibliothek_Ministerium_der_Finanzen/Dokumente/MF_Nachrichten/FAGKurz4.pdf" target="_blank">Kurzfassung des Kommunalfinanzberichtes 2011 des Innenministeriums als pdf-Datei herunterladen</a></p>
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		<title>Finanzminister Jens Bullerjahn legt Gesetzentwurf &#252;ber die Finanzausgleichsleistungen an die Kommunen vor</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 13:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzausgleichsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetzentwurf]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunen]]></category>

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		<description><![CDATA[Finanzminister Jens Bullerjahn hat heute der Landesregierung den Gesetzentwurf zur &#196;nderung des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) vorgelegt. Mit der Einbringung des Gesetzentwurfs &#252;ber die Finanzausgleichsleistungen an die St&#228;dte und Gemeinden, Landkreise und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-1107" title="inanzminister Jens Bullerjahn legt Gesetzentwurf &uuml;ber die Finanzausgleichsleistungen an die Kommunen vor" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/08/fahne-sachsen-anhalt-350x232.jpg" alt="inanzminister Jens Bullerjahn legt Gesetzentwurf &uuml;ber die Finanzausgleichsleistungen an die Kommunen vor" width="280" height="186" />Finanzminister Jens Bullerjahn hat heute der Landesregierung den Gesetzentwurf zur &Auml;nderung des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) vorgelegt.</p>
<p>Mit der Einbringung des Gesetzentwurfs &uuml;ber die Finanzausgleichsleistungen an die St&auml;dte und Gemeinden, Landkreise und Verbandsgemeinden des Landes in das Kabinett am heutigen Tage sei eine Verabschiedung noch in diesem Jahr gew&auml;hrleistet, erkl&auml;rte der Minister. So erhielten die Kommunen auch f&uuml;r 2012 und 2013 Finanzmittel, f&uuml;gte Bullerjahn hinzu, die zur Erf&uuml;llung ihrer Aufgaben erforderlich seien. Dabei sei der angemessene Finanzbedarf in Fortschreibung des Systems des jetzigen Ausgleichsgesetzes ermittelt und entsprechend in das Gesetz aufgenommen worden. Nach den Berechnungen von Experten des Statistischen Landesamtes erhalten die Kommunen gegen&uuml;ber dem Jahr 2011 etwa 49 Millionen Euro weniger.  Als Datenbasis f&uuml;r diese Berechnungen dienten die Jahre 2008 bis 2010. Der R&uuml;ckgang beruhe im Wesentlichen auf Mehreinnahmen der Kommunen von &uuml;ber 350 Millionen Euro in den Jahren 2008 bis 2010. Bullerjahn verwies darauf, dass das Teil-Entschuldungsprogramm STARK II, das die Kommunen entlaste, beim Finanzbedarf nicht mit ber&uuml;cksichtigt worden sei.</p>
<p>Zudem erhalten die Kommunen auch in 2012 und 2013 eine Investitionspauschale, die weitere notwendige Investitionen erm&ouml;glichen wird. Die Pauschale werde sich 2012 voraussichtlich auf 102 Millionen Euro und 2013 auf 76 Millionen Euro belaufen, so der Minister. In diesem Jahr betr&auml;gt sie 128 Millionen Euro. Der R&uuml;ckgang ist auf den drastischen Abbau bei den Bundeserg&auml;nzungszuweisungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Hier gebe das Land nur einen relativ geringen Teil der Lasten an die Kommunen weiter, 4/5 des R&uuml;ckgangs trage das Land. Bei den Investitionen m&uuml;sse beachtet werden, dass das Land im Rahmen von STARK III daf&uuml;r Sorge tragen wolle, dass bis Ende der Legislaturperiode alle Schulen und Kitas saniert sind.</p>
<p>Bei den Bedarfszuweisungen (auch Ausgleichsstock) sind wieder rund 40 Millionen Euro vorgesehen. 2010 und 2011 waren es jeweils 60 Millionen Euro, weil eine h&ouml;here Zahl an Notf&auml;llen prognostiziert worden sei.</p>
<p>Der Gesetzentwurf solle jetzt zur Anh&ouml;rung freigegeben werden. Das Ende der Anh&ouml;rungsfrist ist f&uuml;r den 9. September 2011 vorgesehen. Die zweite Kabinettsbefassung soll am 27. September erfolgen.</p>
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		<title>Anspruchsvolle Haushaltsziele f&#252;r Sachsen-Anhalt</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 13:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelhaushalt 2012/2013]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir stehen erst an Beginn der Beratungen &#252;ber den Doppelhaushalt 2012/2013 und der Mittelfristigen Finanzplanung. Mit den in der kommenden Woche im Landeskabinett vorgelegten Eckwerten f&#252;r den Doppelhaushalt wird die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/06/haushalt.jpg"  class="lightbox"><img class="alignright size-medium wp-image-1039" title="Haushalt des Landes Sachsen-Anhalt (Foto: Archiv)" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/06/haushalt-350x261.jpg" alt="Haushalt des Landes Sachsen-Anhalt (Foto: Archiv)" width="202" height="150" /></a>Wir stehen erst an Beginn der Beratungen &uuml;ber den Doppelhaushalt 2012/2013 und der Mittelfristigen Finanzplanung. Mit den in der kommenden Woche im Landeskabinett  vorgelegten Eckwerten f&uuml;r den Doppelhaushalt wird die weitere Basis f&uuml;r ein lebenswertes, eigenst&auml;ndiges und selbstbewusstes Sachsen-Anhalt gelegt. Wir m&uuml;ssen das Land noch attraktiver insbesondere f&uuml;r junge Familien machen, ohne die Bed&uuml;rfnisse der &auml;lteren Generation zu vernachl&auml;ssigen. Wir m&uuml;ssen der Abwanderung entgegenwirken und uns den Herausforderungen des demographischen Wandels stellen. Wir m&uuml;ssen das Wirtschaftswachstum st&auml;rken und noch bessere Bedingungen f&uuml;r die Forschung schaffen. Wir m&uuml;ssen den Landeshaushalt konsolidieren und zugleich die Voraussetzungen daf&uuml;r schaffen, dass auch die Kommunen ausgeglichene Haushalte aufstellen k&ouml;nnen.</p>
<h3>F&uuml;r den Doppelhaushalt 2012/13 und die Mittelfristige Finanzplanung ergeben sich daraus folgende zentrale Aussagen:</h3>
<ul>
<li>Die vorgeschlagenen Eckwerte f&uuml;r den Doppelhaushalt und die Mittelfristige Finanzplanung folgen einem klaren Kompass: <strong>Keine Neuverschuldung ab 2012, Aufbau von Reserven ab 2013 und Schuldentilgung ab 2014.</strong></li>
<li>Damit legen wir die Basis daf&uuml;r, dass <strong>unser Land</strong> trotz Einnahmer&uuml;ckg&auml;ngen von 180 Mio. Euro j&auml;hrlich (R&uuml;ckgang der Zahlungen aus dem Solidarpakt II und Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang) <strong>auch zum Ende des Jahrzehnts auf eigenen F&uuml;&szlig;en stehen wird.</strong></li>
<li><strong>Trotz des anhaltenden Konsolidierungsdrucks setzt die Landesregierung politische Schwerpunkte</strong>, insbesondere <strong>im Bereich der Bildung sowie Wirtschaft und Forschung</strong>. Der Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung f&uuml;r alle Kinder wird im neuen Kinderf&ouml;rderungsgesetz umgesetzt. Alle Schulen und Kitas werden im Laufe der Legislaturperiode zwischen 2012 und 2016 saniert sein.</li>
<li><strong>Die Budgets der Hochschulen werden nicht gek&uuml;rzt. </strong>Die n&auml;chsten Zielvereinbarungen 2014 – 2019 werden vorbereitet.</li>
<li>Die <strong>Investitionen </strong>werden auf die Schaffung gut bezahlter Arbeitspl&auml;tze in der Wirtschaft konzentriert, vor allem im <strong>Hochtechnologiebereich insbesondere mit hoher Wertsch&ouml;pfung.</strong></li>
<li>Bei der <strong>Personalausstattung </strong>orientiert sich die Landesregierung am Durchschnitt der Fl&auml;chenl&auml;nder. Bis zum Ende des Jahrzehnts wollen wir den Benchmark <strong>19 Vollzeit&auml;quivalente je 1.000 Einwohner</strong> erreichen. Dazu wird der Korridor von zun&auml;chst 400 Neueinstellungen im Jahr schrittweise erh&ouml;ht.</li>
<li>Die <strong>kommunalen Finanzzuweisungen richten sich nach dem Bedarf und den Aufgaben der St&auml;dte und Gemeinden</strong>; Belastungen durch teure Standards und Vorschriften werden Schritt f&uuml;r Schritt abgebaut.</li>
<li><strong>Wir verschmelzen das Immobilienmanagement und den staatlichen Hochbau</strong> zu einer Einheit, die auch &uuml;ber ein neues Mieter-Vermieter-Modell Effizienzgewinne erzielen wird. Gepr&uuml;ft wird derzeit die freiwillige Einbindung der kommunalen Ebene und von Bildungseinrichtungen.</li>
<li>Wir schaffen durch die <strong>Erneuerung des Landesdatennetzes</strong> die Voraussetzungen f&uuml;r die Anbindung aller Landesteile an die Datenautobahn.</li>
<li>Weitere <strong>Strukturanpassungen im Strafvollzug</strong> werden vorgenommen. Die Teilprivatisierung wird in verschiedenen Bereichen gepr&uuml;ft.</li>
<li><strong>Die Ressorts erhalten mehr Planungssicherheit:</strong> Es gibt verbindliche Eckwerte f&uuml;r den gesamten mittelfristigen Finanzplanungszeitraum (neues Top-Down-Haushaltsverfahren).</li>
<li><strong>Die Ressorts erhalten mehr Freiheiten: </strong>K&uuml;nftig gibt es einen flexibleren Mitteleinsatz und eine erweiterte &Uuml;bertragbarkeit der Ressortmittel im Vollzug, grunds&auml;tzlich keine Bewirtschaftungsbeschr&auml;nkungen und ab 2013 keine globalen Minderausgaben mehr.</li>
</ul>
<p><strong>Mit diesen Schwerpunktma&szlig;nahmen wird es uns gelingen, dass Sachsen-Anhalt bis zum Ende des Jahrzehnts auf eigenen F&uuml;&szlig;en stehen kann. Selbstbewusst, modern und weltoffen soll unser Land sein – dazu wollen wir auch mit dem Doppelhaushalt 2012/2013 beitragen.</strong></p>
<p>F&uuml;r die Jahre 2012 und 2013 wird ein Doppelhaushalt aufgestellt. Der Mittelfristige Finanzplanungszeitraum erstreckt sich von 2011 bis 2015. Ausgangspunkt des Aufstellungsverfahrens ist ein Beschluss der Landesregierung &uuml;ber einzelplanbezogene Eckwerte, die verbindlich den finanziellen Rahmen sowohl f&uuml;r den Haushaltsplanungszeitraum (2012 und 2013) sowie f&uuml;r die Jahre der Mittelfristplanung (2014 und 2015) bestimmen. Diese Vorlage dient der Vorbereitung des Eckwertebeschlusses der Landesregierung sowie hiermit in Zusammenhang stehende Entscheidungen.</p>
<h3>Folgender Zeitplan ist vorgesehen:</h3>
<p>Die Ressorts reichen ihre am Eckwert orientierten Haushaltsanmeldungen beim Ministerium der Finanzen <strong>bis zum 29. Juli 2011</strong> ein. Die Landesregierung wird im Rahmen einer Haushaltsklausur <strong>am 6. September 2011</strong> bzw. <strong>abschlie&szlig;end am 13. September 2011</strong> &uuml;ber den Haushaltsplanentwurf und die Mittelfristige Finanzplanung beschlie&szlig;en.</p>
<p>Um die anspruchsvollen Ziele im Haushalt zu erreichen, habe ich mehr als vierzig Vorschl&auml;ge unterbreitet, &uuml;ber die in den n&auml;chsten Wochen konstruktiv diskutiert werden wird.</p>
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		<title>Notfonds f&#252;r den Ausgleich von Schwankungen der Gewerbesteuer</title>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 15:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerbesteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalfinanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Notfonds]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Landesregierung denken wir &#252;ber eine Art Fonds des Landes nach, mit dem St&#228;dte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt bei Schwankungen der Gewerbesteuer unterst&#252;tzt werden k&#246;nnten. Um dies und mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Landesregierung denken wir &uuml;ber eine Art Fonds des Landes nach, mit dem St&auml;dte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt bei Schwankungen der Gewerbesteuer unterst&uuml;tzt werden k&ouml;nnten. Um dies und mehr ging es beim Streitgespr&auml;ch mit J&uuml;rgen Leindecker, dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des St&auml;dte- und Gemeindebunds (SGSA). Das vollst&auml;ndige Gespr&auml;ch zur finanziellen Lage der Kommunen finden Sie auf der Homepage der Mitteldeutschen Zeitung auf <a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta%2Fpage&amp;atype=ksArtikel&amp;aid=1300342877973">http://www.mz-web.de</a></p>
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		<title>600 Millionen Euro – Investitionsprogramm Bildung f&#252;r die Sanierung aller Kindertagesst&#228;tten und Schulen im Land</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 09:36:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
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		<description><![CDATA[Finanzminister Jens Bullerjahn bereitet ein neues Investitionspaket von 600 Millionen Euro f&#252;r die Modernisierung der Geb&#228;ude von Kindertagesst&#228;tten und Schulen vor. „Mein Ziel ist, dass der aus der DDR-Zeit &#252;bernommene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Gro&szlig;fl&auml;chenmotiv „Wir streichen nicht eine einzige Schule. Sondern alle.“ " href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/02/grossflaeche-ltw2011-schule.jpg"  class="lightbox"><img class="alignright size-medium wp-image-550"  src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/02/grossflaeche-ltw2011-schule-350x247.jpg" alt="Gro&szlig;fl&auml;chenmotiv „Wir streichen nicht eine einzige Schule. Sondern alle.“" width="280" height="198" /></a>Finanzminister Jens Bullerjahn bereitet ein neues Investitionspaket von 600 Millionen Euro f&uuml;r die Modernisierung der Geb&auml;ude von Kindertagesst&auml;tten und Schulen vor.</p>
<p>„Mein Ziel ist, dass der aus der DDR-Zeit &uuml;bernommene und auch zuk&uuml;nftig ben&ouml;tigte Bestand an Schulen und Kindertagesst&auml;tten bis 2016 komplett durchsaniert sein wird, so der Minister. Dabei sollen zugleich auch bauliche Voraussetzungen f&uuml;r moderne Bildungskonzepte, wie Ganztagsschule, geschaffen werden. Gute Bildungserfolge brauchen eine gute Bildungsinfrastruktur“, so Jens Bullerjahn.</p>
<p>Schon im Rahmen des Konjunkturpakets II sind in den letzten beiden Jahren gut 165 Millionen Euro zus&auml;tzlich in die Bildungsinfrastruktur investiert worden. Dennoch ist nach wie vor ein Sanierungsr&uuml;ckstand festzustellen, der Ausgaben von ca. 600 Mio. Euro f&uuml;r Schulen und Kinderg&auml;rten erfordert. Die Kommunen, St&auml;dte und Landkreise sind als Tr&auml;ger der Einrichtungen meistens nicht in der Lage, aus eigener Kraft diese finanzielle Anstrengung zu bew&auml;ltigen. Deshalb will Minister Bullerjahn mit Hilfe der Investitionsbank Sachsen-Anhalt die Kommunen unterst&uuml;tzen.</p>
<p>Nach Modellrechnungen werden kommunale Haushalte kaum belastet, wenn die gef&ouml;rderte Ma&szlig;nahme die energetische Sanierung des Geb&auml;udes mit umfasst. Die Umsetzung des Programms in der kommenden Legislaturperiode wird weiter daf&uuml;r sorgen, dass vor Ort in den Kommunen Auftragsvolumen f&uuml;r das Handwerk entsteht, Besch&auml;ftigung und Einkommen gesichert werden.</p>
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		<title>Sch&#228;uble darf Haushaltskonsolidierung nicht dem Wahlkampf opfern</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 14:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Haushaltskonsolidierung]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldenbremse]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>

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		<description><![CDATA[Bundesfinanzminister Sch&#228;uble hat nach heutigen Pressemeldungen Steuersenkungen in dieser Legislaturperiode in Aussicht gestellt. Der SPD-Spitzenkandidat Jens Bullerjahn kritisiert diese Ank&#252;ndigung scharf. „Alle wissen, dass die Lage der &#246;ffentlichen Finanzen, besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Jens Bullerjahn" href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/03/jens-bullerjahn-10.jpg"  class="lightbox"><img class="alignright size-medium wp-image-801"  src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/03/jens-bullerjahn-10-350x232.jpg" alt="Jens Bullerjahn" width="252" height="167" /></a>Bundesfinanzminister Sch&auml;uble hat nach heutigen Pressemeldungen Steuersenkungen in dieser Legislaturperiode in Aussicht gestellt. Der SPD-Spitzenkandidat Jens Bullerjahn kritisiert diese Ank&uuml;ndigung scharf. „Alle wissen, dass die Lage der &ouml;ffentlichen Finanzen, besonders im Bund, keine Steuersenkungen zulassen“, erkl&auml;rte Bullerjahn. Offensichtlich stehe Sch&auml;uble kurz vor der Landtagswahl in Baden-W&uuml;rttemberg stark unter Druck, anders sei seine Kehrtwendung nicht zu verstehen. „Bisher war gerade Sch&auml;uble im Bundeskabinett der letzte Anker, wenn es um Frage der Haushaltskonsolidierung ging“, so Bullerjahn weiter.</p>
<p>Als Verfechter der Schuldenbremse hatte Sch&auml;uble in der Vergangenheit konsequent erkl&auml;rt, dass es nach den erheblichen Belastungen durch die Finanz- und Wirtschaftskrise Spielr&auml;ume f&uuml;r Steuersenkungen geben k&ouml;nnte. „Das soll jetzt alles nicht mehr gelten“, zeigt sich Bullerjahn emp&ouml;rt. „Wir werden noch in dieser Woche mit dem Bund eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichnen, die uns in den n&auml;chsten Jahren erhebliche Anstrengung zur Konsolidierung unseres Landeshaushaltes abverlangen wird. Gleichzeitig haben wir die Einf&uuml;hrung der Schuldenbremse f&uuml;r Sachsen-Anhalt vorgezogen. Der Bund dagegen k&uuml;ndigt Steuergeschenke an.“</p>
<p>Bullerjahn bef&uuml;rchtet zudem, dass gerade diejenigen entlastet werden sollen, die ohnehin schon vom derzeitigen Steuersystem profitieren. „Da muss man genau hinsehen“, so der Spitzenkandidat. „Herr Sch&auml;uble sollte nicht vor der FDP einknicken, das ist schon bei der M&ouml;venpick-Steuer schief gegangen.“</p>
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		<title>Gesundheitsreform: Weniger Netto vom Brutto</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 15:08:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsreform]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Jahresbeginn ist Gesundheitsreform der Bundesregierung in Kraft getreten. „Wer jetzt Ende Januar die Lohn- oder Gehaltsabrechnung erhalten hat, konnte schwarz auf wei&#223; nachlesen, welche Auswirkung in Euro und Cent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Jens Bullerjahn" href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/02/jens-bullerjahn-08.jpg"  class="lightbox"><img class="alignright size-medium wp-image-623"  src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/02/jens-bullerjahn-08-350x232.jpg" alt="Jens Bullerjahn" width="280" height="186" /></a>Zum Jahresbeginn ist Gesundheitsreform der Bundesregierung in Kraft getreten. „Wer jetzt Ende Januar die Lohn- oder Gehaltsabrechnung erhalten hat, konnte schwarz auf wei&szlig; nachlesen, welche Auswirkung in Euro und Cent die Gesundheitsreform hat“, so der SPD-Spitzenkandidat Jens Bullerjahn. Statt den Beitrag zu senken, wurde der Krankenversicherungsbeitrages gesetzlich auf 15,5 Prozent  erh&ouml;ht. „Sp&auml;testens jetzt wird deutlich, dass es keine Entlastung bei den Einkommen gibt. Unter dem Strich bleibt weniger Netto vom Brutto“, so Bullerjahn weiter.</p>
<p>Und das ist nur der Anfang, denn gleichzeitig hat die Bundesregierung den Anteil der Arbeitgeber am Krankenversicherungsbeitrag auf 7,3 Prozent eingefroren. Die Versicherten dagegen zahlen bereits 8,2 Prozent. Weiterhin m&uuml;ssen in Zukunft sich abzeichnende Zusatzbeitr&auml;ge, die von den Kassen einkommensunabh&auml;ngig erhoben werden k&ouml;nnen, allein von den Versicherten getragen werden. Das ist zutiefst unsolidarisch. Das Solidarprinzip in der Krankenversicherung wird damit faktisch abgeschafft.</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus wurde die bisherige Deckelung der Zusatzbeitr&auml;ge aufgehoben. Stattdessen wurde ein Sozialausgleich eingef&uuml;hrt, der sich am durchschnittlichen Zusatzbeitrag orientiert und aus Steuermitteln finanziert wird. Hierbei wird untersch&auml;tzt, wie schnell Menschen an ihre finanziellen Grenzen geraten. W&uuml;rde die Krankenkassen in Sachsen-Anhalt einen Zusatzbeitrag von 20 Euro erheben, h&auml;tten 50 Prozent der Bev&ouml;lkerung Anspruch auf einen Sozialausgleich vom Staat.</p>
<p>„Unser Ziel bleibt ein zukunftsf&auml;higes Gesundheitswesen, das sich an den Bed&uuml;rfnissen der Versicherten orientiert und das finanziell auf gesunden F&uuml;&szlig;en steht. Dazu geh&ouml;rt f&uuml;r mich auch eine verl&auml;ssliche Krankenhausplanung, die nicht nur auf der jeweiligen Landesebene erfolgt, sondern f&uuml;r ganz Mitteldeutschland abgestimmt werden muss“, so Bullerjahn abschlie&szlig;end.</p>
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		<title>Solidarit&#228;t schafft Solidit&#228;t &#8211; Die weitere politische Integration in der EU hat Parallelen zum innerdeutschen L&#228;nderfinanzausgleich</title>
		<link>http://www.bullerjahn2011.de/2011/02/01/solidaritaet-schafft-soliditaet-die-weitere-politische-integration-in-der-eu-hat-parallelen-zum-innerdeutschen-laenderfinanzausgleich/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 10:39:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Länderfinanzausgleich]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarpakt]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Debatte &#252;ber die Stabilit&#228;t des Euro wird gerade von deutscher Seite bezweifelt, dass gegenseitige Hilfen zu mehr Haushaltskonsolidierung f&#252;hren k&#246;nnen. Im Gegenteil wird bef&#252;rchtet, dass sich Probleml&#228;nder wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/02/jens-bullerjahn-07.jpg"  class="lightbox"><img class="alignright size-medium wp-image-531" title="Jens Bullerjahn" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/02/jens-bullerjahn-07-350x232.jpg" alt="Jens Bullerjahn" width="350" height="232" /></a>In der Debatte &uuml;ber die Stabilit&auml;t des Euro wird gerade von deutscher Seite bezweifelt, dass gegenseitige Hilfen zu mehr Haushaltskonsolidierung f&uuml;hren k&ouml;nnen. Im Gegenteil wird bef&uuml;rchtet, dass sich Probleml&auml;nder wie Griechenland, Irland oder andere nur noch mehr verschulden, wenn ihnen ein g&uuml;nstigerer Zugang zum Kapitalmarkt einger&auml;umt wird.</p>
<p>Ein Blick auf den seit Jahrzehnten praktizierten innerdeutschen Finanzausgleich zeigt, dass es auch anders kommen kann. Das Land Sachsen-Anhalt etwa hat schon seit 2007 bis zur Finanzmarktkrise keine neuen Schulden mehr gemacht. Dies konnte nur im Zusammenwirken von eiserner Haushaltsdisziplin und den Hilfen aus L&auml;nderfinanzausgleich, Solidarpakt und EU-Zuwendungen gelingen. Solidarit&auml;t hat zu Solidit&auml;t gef&uuml;hrt – eine Erfolgsgeschichte, die konsequent fortgeschrieben wird.</p>
<p>Als erstes Bundesland will Sachsen-Anhalt bereits von 2012 an die Schuldenbremse wirksam werden lassen. Wie ein Ritterschlag wirkt die k&uuml;rzliche, einzigartig starke Erh&ouml;hung des Landes-Ratings durch die internationale Agentur Standard &amp; Poor&#8217;s um zwei Stufen auf die zweith&ouml;chste Note von 26 m&ouml;glichen Bewertungen. Mit AA+ wird die Bonit&auml;t Sachsen-Anhalts – trotz hoher Gesamtverschuldung &#8211; erstmals besser eingestuft als die von Hessen oder Hamburg.</p>
<p>Wer h&auml;tte das gedacht? Ein vergleichbares Szenario im europ&auml;ischen Ma&szlig;stab scheint f&uuml;r die deutsche Bundesregierung undenkbar zu sein. Ihre ablehnende Haltung etwa gegen&uuml;ber der Einf&uuml;hrung von gemeinsamen Staatsanleihen der Euro-Staaten, so genannten Eurobonds, wird von der Annahme bestimmt, wer bisher ges&uuml;ndigt und sich immer weiter verschuldet hat, wird das auch immer weiter tun – und solche notorischen Schuldens&uuml;nder darf man nicht noch mit deutschen Steuergeldern belohnen.</p>
<p>Diese Haltung ist mindestens kontraproduktiv. Sie zwingt die europ&auml;ischen Finanzminister jetzt dazu, die Kreditvergabe der Europ&auml;ischen Finanzstabilisierungsfazilit&auml;t (EFSF) auf 440 Mrd. € zu erh&ouml;hen, um die Stabilit&auml;t des Euroraums zu sichern. Mit anderen Worten werden gerade Quasi-Eurobonds durch die Hintert&uuml;r eingef&uuml;hrt, aber ohne dabei den n&auml;chsten Integrationsschritt zu gehen. Auch wenn manchen das deutsche f&ouml;derale Hemd n&auml;her sitzen mag als der europ&auml;ische Rock, ist dies in der Tat eine „uneurop&auml;ische“ und zudem auch noch offensichtlich schlecht begr&uuml;ndete und f&uuml;r Deutschland teure Haltung.</p>
<p>Nat&uuml;rlich sprechen die innerdeutschen Erfahrungen gegen jedwede Blau&auml;ugigkeit. Haushaltskonsolidierung ist und bleibt auch bei uns ein hartes Gesch&auml;ft. Erst in j&uuml;ngerer Zeit, seitdem die Verschuldungspraxis als besonders exzessiv und bedrohlich erscheint, l&auml;sst sich &uuml;berhaupt eine gewisse &ouml;ffentliche Akzeptanz und Unterst&uuml;tzung f&uuml;r konsolidierende Politik gewinnen. Gleichwohl werden vielerorts weiterhin unbeirrt Gegenwartsinteressen auf Kosten der Zukunftsf&auml;higkeit bedient. Deswegen d&uuml;rfen finanzielle Ausgleiche und Hilfen niemals unkonditioniert geleistet werden – nicht in Deutschland und nicht in Europa.</p>
<p>Aber wer den Euro ernsthaft st&uuml;tzen oder retten will, darf Hilfen f&uuml;r kriselnde L&auml;nder jetzt nicht als Bedrohung f&uuml;r den deutschen Wohlstand hinstellen – und sie durch die Hintert&uuml;r unkonditioniert doch einf&uuml;hren -, sondern muss die Union und die gemeinsame W&auml;hrung als unsere R&uuml;ckversicherung f&uuml;r Freiheit, Frieden und Wohlstand erkl&auml;ren und die aktuelle Krisenbew&auml;ltigung in eine europ&auml;ische Entwicklungsperspektive einordnen. Nur so wird erkl&auml;rbar und nachvollziehbar, dass es jetzt nicht um immer weitere punktuelle Kriseninterventionen bei gleichzeitiger europ&auml;ischer Entsolidarisierung gehen darf. Vielmehr muss jetzt klar gesagt werden, dass unsere gemeinsame W&auml;hrung solange auf wackligen F&uuml;&szlig;en steht, wie der bisher unterlassene n&auml;chste Integrationsschritt nicht erfolgt. Jeder wei&szlig; – das gilt leider auch f&uuml;r die Spekulanten auf den Devisenm&auml;rkten -, dass eine W&auml;hrungsunion auf Dauer nur erfolgreich existieren kann, wenn sie durch eine entsprechende wirtschaftspolitische Union abgesichert wird.</p>
<p>Deswegen lautet die europ&auml;ische Schicksalsfrage, der niemand ausweichen kann: Entweder mehr Integration oder ein Auseinanderbrechen der W&auml;hrungsunion. Ein schlichtes Weiter so wird die M&auml;rkte nicht beruhigen. Das Vertrauen in die Stabilit&auml;t des Euroraums ist verloren gegangen. Um es wieder zur&uuml;ck zu gewinnen, sind institutionelle Innovationen in Europa unerl&auml;sslich. Das hei&szlig;t nichts anderes, als die wirtschaftliche und haushaltspolitische Koordinierung bis hin zur wirtschaftspolitischen Integration voranzutreiben. Dazu sind f&uuml;r die Staaten des Euroraums erstens strikte haushaltspolitische Auflagen mit Verfassungsrang notwendig, wie sie zum Beispiel in der deutschen Schuldenbremse formuliert sind.</p>
<p>Zweitens muss eine Art Wirtschaftsregierung gebildet werden, deren wichtigste Aufgabe ist, europ&auml;ische Mindeststandards bei Steuers&auml;tzen, Bemessungsgrundlagen, Sozialniveaus und L&ouml;hnen verbindlich zu vereinbaren, um ein f&uuml;r alle mal zu verhindern, dass es wieder zu einem unsozialen europ&auml;ischen Standortwettbewerb ohne Grenze nach unten kommen kann. Verbindliche europ&auml;ische Mindeststandards als Voraussetzung f&uuml;r innereurop&auml;ische Solidarit&auml;t – diese Verbindung von w&auml;hrungspolitischer Vernunft mit sozialer, steuerlicher und arbeitmarktpolitischer Harmonisierung f&uuml;r ein faires Europa muss jetzt das offensiv propagierte Ziel sein.</p>
<p>Sachsen-Anhalt zeigt, dass Solidarit&auml;t in Solidit&auml;t umgesetzt werden kann. Ohne den L&auml;nderfinanzausgleich und den Solidarpakt w&auml;re das nicht gelungen. Wir Deutschen sollten nicht die Bayern von Europa werden. Ohne europ&auml;ische Solidarit&auml;t w&auml;re die Bundesrepublik Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg nicht wieder auf die Beine gekommen. Ohne den L&auml;nderfinanzausgleich h&auml;tte sich Bayern nicht in die Liga der Geberl&auml;nder hocharbeiten k&ouml;nnen.</p>
<p>Es ist richtig, Solidarit&auml;t ohne Schutz vor Missbrauch ist gef&auml;hrlich. Auf der anderen Seite k&ouml;nnten der Egoismus und die Angst des St&auml;rkeren zu einer Situation f&uuml;hren, die am Ende alle &auml;rmer macht. Gemeinsame St&auml;rke durch kontrollierte Solidarit&auml;t und forcierte Integration – das sollte die deutsche Position f&uuml;r ein hoffentlich gutes europ&auml;isches Jahrzehnt sein.</p>
<p>Ver&ouml;ffentlicht in der S&uuml;ddeutschen Zeitung am 31.01.2011</p>
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		<title>Politikgestaltung in Zeiten knapper Kassen</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 09:50:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor wenigen Tagen bekam ich eine kleine Brosch&#252;re in die H&#228;nde, in der die st&#228;dtebauliche Entwicklung der Stadt Landsberg im S&#252;den Sachsen-Anhalts dokumentiert wurde. Interessant wurde die Brosch&#252;re unter anderem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor wenigen Tagen bekam ich eine kleine Brosch&uuml;re in die H&auml;nde, in der die st&auml;dtebauliche Entwicklung der Stadt Landsberg im S&uuml;den Sachsen-Anhalts dokumentiert wurde. Interessant wurde die Brosch&uuml;re unter anderem auch dadurch, dass Fotos und Stadtansichten aus den Jahren 1989/90 mit denen aus der Gegenwart konfrontiert wurden.</p>
<p>So bietet das Heft einen sehr augenf&auml;lligen und detailreichen Eindruck von dem, was in den beiden letzten Jahrzehnten geschafft und geschaffen werden konnte. Ein gutes und sehr konkretes Beispiel, sich an den Weg zu erinnern, den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, die Gemeinden, Wirtschaft und Gesellschaft &#8211; das gesamte Land &#8211; seit der Wende hinter sich gebracht haben. In der Tat k&ouml;nnen wir, gemeinsam mit dem B&uuml;rgermeister von Landsberg, zwanzig Jahre nach der Wende nicht ohne <strong>Stolz auf das Erreichte</strong> zur&uuml;ckblicken.</p>
<p>Auf diesem Weg hat der Osten Hilfe und Unterst&uuml;tzung erfahren, ohne den der grundlegende Umbau der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Strukturen so nicht m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Gleichzeitig ist der Gestaltungswille der Ostdeutschen, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen, auch in den schwierigen Zeiten des Umbruchs nicht erloschen.</p>
<p>Die Ver&auml;nderungen dauern an: <strong>trotz bedeutender Fortschritte hat der Osten noch nicht zum Westen aufschlie&szlig;en </strong>k&ouml;nnen. Das Bruttoinlandsprodukt ist in zwanzig Jahren um 233 Prozent gestiegen, betr&auml;gt aber pro Einwohner erst 74 Prozent des Durchschnitts der alten Bundesl&auml;nder.</p>
<p>Ost und West haben sich heute gemeinsam neuen Aufgaben und Risiken zu stellen, die durch die versch&auml;rfte Globalisierung und eine ver&auml;nderte Rolle Deutschlands in Europa und der Welt entstanden sind.</p>
<p>Die <strong>Finanz- und Wirtschaftskrise </strong>der vergangen Jahre ist f&uuml;r diese neuen, gemeinsamen Aufgaben ein wichtiges Beispiel mit umfassender Wirkung; mit ihren Folgen werden Wirtschaft, Gesellschaft und Staat noch lange zu ringen haben. Weltweit wurden Hunderte von Milliarden in Bewegung gesetzt, um mit Rettungsschirmen, Konjunkturpaketen und anderen Ma&szlig;nahmen zur Krisenabwehr die M&auml;rkte zu stabilisieren und Einbr&uuml;che und Arbeitplatzverluste zu vermeiden. Ganze Staatshaushalte in Europa gerieten in Schieflage. Die Folge: r&uuml;ckl&auml;ufige Steuereinnahmen und milliardenschwere Neuverschuldungen der &ouml;ffentlichen H&auml;nde. In Deutschland gerieten die m&uuml;hsamen Konsolidierungsversuche der &ouml;ffentlichen Haushalte in Gefahr, die Spielr&auml;ume von Bund, L&auml;ndern und Gemeinden wurden noch enger, die Sparanstrengungen in allen Bereichen des &ouml;ffentlichen Lebens mussten versch&auml;rft werden.</p>
<p>Konkret: die Folgen der Krisen an der New Yorker Wallstreet haben inzwischen auch den B&uuml;rgermeister der Stadt Landsberg im S&uuml;den Sachsen-Anhalts erreicht; noch unsere Enkel werden diese Folgen zu tragen haben.</p>
<p>Die Politik musste in der Krise handeln – und sie hat gehandelt. <strong>Nun steht sie vor der Frage, diese Handlungsf&auml;higkeit zu erhalten.</strong></p>
<p>Schon vor der Krise war es &uuml;ber Jahrzehnte eine viel ge&uuml;bte Praxis, politische Gestaltungsspielr&auml;ume durch Neuverschuldung zu gewinnen. Im Resultat wurden gigantische Schuldenberge angeh&auml;uft, bei Bund, L&auml;ndern und Kommunen.</p>
<p>Das h&auml;ufig ge&uuml;bte Schwarze-Peter-Spiel der Parteien n&uuml;tzt an dieser Stelle gar nichts. Am Ende waren es n&auml;mlich Vertreter aller Parteien, die diese Verschuldung zu verantworten haben. Es wird daher h&ouml;chste Zeit, dass sich jetzt ebenso Vertreter aller Parteien daran beteiligen, diese Schulden in den Griff zu bekommen.</p>
<p>Dabei werden sie den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern unter anderem zu erkl&auml;ren haben, dass der &#8211; auch von den Anspr&uuml;chen der W&auml;hler gern unterst&uuml;tzte &#8211; Marsch in die Neuverschuldung ein Ende haben muss.</p>
<p>Ich glaube, den meisten Menschen ist das bewusst. Klar ist auch, dass die Konsolidierung nur mit Einschr&auml;nkungen erreicht werden kann.</p>
<p>Die<strong> notwendigen Ver&auml;nderungen werden die Menschen nur unter zwei Bedingungen akzeptieren</strong>:</p>
<p>1.) Sie m&uuml;ssen den Eindruck gewinnen, dass es dabei einigerma&szlig;en gerecht zugeht und</p>
<p>2.) dass Staat und Politik gleichwohl noch in der Lage sind, ihrer Kernaufgabe nachzukommen.</p>
<p>Diese <strong>Kernaufgaben</strong> sind: Sicherung der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Lebensgrundlagen des Einzelnen und der Gesellschaft und – die Gestaltung der Zukunft.</p>
<p>Dazu ist es unabdingbar, dass sich die Politik Spielr&auml;ume erh&auml;lt oder neu schafft, die politisches Handeln &uuml;berhaupt weiter m&ouml;glich machen. Politik lediglich als rechtssichere Verwaltung der eigenen Schulden w&uuml;rde ihren Anspruch auf Gestaltung verlieren und damit auf die Dauer auch ihre Legitimation.</p>
<p>Die Politik in Sachsen-Anhalt folgt diesem Gedankengang. Sie ist darauf ausgerichtet, zu <strong>konsolidieren, zu investieren und Vorsorge f&uuml;r die Zukunft</strong> zu treffen. Sie setzt Entwicklungsschwerpunkte, die f&uuml;r unsere Zukunft wichtig sind: Wirtschaft und Infrastruktur, Bildung und Erziehung, Wissenschaft und Forschung.</p>
<p>Sie kann dabei ankn&uuml;pfen an ihre Bem&uuml;hungen der vergangenen Jahre.</p>
<p>Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat zwar dazu gef&uuml;hrt, dass nicht alle Ziele im geplanten Zeitraum erreicht werden k&ouml;nnen, wir sehen jedoch keinen Grund, diese zu &auml;ndern.</p>
<p>Von Beginn der V. Legislaturperiode an hat sich die Landesregierung vor allem die Konsolidierung der Landesfinanzen, den Abbau der Neuverschuldung, die Reduzierung des Schuldenberges, mehr Vorsorge, die Straffung und Modernisierung der Verwaltung und eine Neuausrichtung der Personalplanung zur Aufgabe gemacht. Ziel dieses Konzeptes ist es, bei Auslaufen des Solidarpaktes im Jahre 2019 und dem Beginn des im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse <strong>im Jahre 2020 auf eigener finanzieller und wirtschaftlicher Grundlage </strong>zu stehen.</p>
<p>Die Finanzpolitik des Landes stand dabei vor besonderen Herausforderungen, denn Sachsen-Anhalt ist mit rd. 20 Mrd. Euro eines der Bundesl&auml;nder mit dem h&ouml;chsten Schuldenstand bezogen auf die Einwohnerzahl. Au&szlig;erdem sinken k&uuml;nftig die Einnahmen aus dem Solidarpakt und die EU-Zuwendungen, der Bev&ouml;lkerungsverlust f&uuml;hrt dar&uuml;ber hinaus zu sinkenden Zahlungen aus dem L&auml;nderfinanzausgleich.</p>
<p>Sachsen-Anhalt hat die von der Landesregierung festgelegte Strategie tatkr&auml;ftig, erfolgreich und mit nachhaltigen Effekten umgesetzt. Der <strong>Haushaltsabschluss 2007 erfolgte erstmals in der Geschichte des Landes ohne Neuverschuldung</strong>. Der Doppelhaushalt 2008/9 wurde ebenfalls ohne Neuverschuldung abgeschlossen. Der durch die Finanzkrise bedingte Fehlbetrag des Jahres 2009 wird in den Jahren 2010 und 2011 ausgeglichen.</p>
<p>Die aktuelle Krise, die damit einhergehenden r&uuml;ckl&auml;ufigen Steuereinnahmen und die Kosten der Programme zur Krisenabwehr machten f&uuml;r die Jahre 2010/11 eine erneute Nettoneuverschuldung und die Verschiebung der geplanten Tilgung der Landesschulden unvermeidlich. Andernfalls w&auml;ren erhebliche Einbr&uuml;che in der Wirtschaft des Landes und Arbeitsplatzverluste zu bef&uuml;rchten gewesen. <strong>Ab 2014 soll die Gesamtverschuldung wieder zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden. </strong>Ein Tilgungsplan sieht den Abbau der Landesschulden bis 2050 vor.</p>
<p>Mit den Beschl&uuml;ssen zur Mittelfristigen Finanzplanung wurde das Ziel erreicht, eine st&auml;rkere Verbindlichkeit f&uuml;r die Haushaltsaufstellung zu erreichen. Mit einer eigenen Regelung zur vorgezogenen Schuldenbremse wird die Landesregierung diesen Prozess unumkehrbar machen.</p>
<p>Eine Steuerschwankungsreserve bildet im Rahmen der Vorsorge R&uuml;cklage f&uuml;r den Landeshaushalt, um Einnahmeschwankungen nicht durch Kredite ausgleichen zu m&uuml;ssen. In einem neu aufgelegten Pensionsfond bereitet sich das Land systematisch auf die k&uuml;nftigen Altersversorgungsanspr&uuml;che vor.</p>
<p>Um die Zahl der Besch&auml;ftigten an die sinkende Bev&ouml;lkerungsentwicklung anzupassen, sieht ein Personalentwicklungskonzept die R&uuml;ckf&uuml;hrung der Zahl der Landesbediensteten auf rund 42000 Stellen bis zum Jahr 2020 vor. Ziel der Landesregierung ist es, auf Dauer eine leistungsf&auml;hige und bezahlbare Landesverwaltung zu erhalten.</p>
<p>Die Effizienz der Landesverwaltung wurde auch durch die Straffung der Verwaltung und die Fusion der Finanz&auml;mter in Magdeburg und im Landkreis Harz, in Bitterfeld-Wolfen und K&ouml;then und im s&uuml;dlichen Sachsen-Anhalt erh&ouml;ht.</p>
<p>Die Landesregierung hat sich aber auch zur <strong>Konsolidierungspartnerschaft mit den Kommunen </strong>bekannt: Neben zahlreichen anderen Ma&szlig;nahmen, mit denen besonders finanzschwache Kommunen unterst&uuml;tzt werden, hat die Landesregierung ein eigenes Teilentschuldungsprogramm f&uuml;r Kommunen (STARK II) entwickelt.</p>
<p>Demographischer Wandel und knappe &ouml;ffentliche Kassen erforderten auch verschiedene andere Strukturreformen auf Landes- wie auch kommunaler Ebene: Mit neuen Kreis-, Gemeinde-, Polizei- und Justizstrukturen hat sich die Leistungsf&auml;higkeit der Verwaltung weiter verbessert. Gleichzeitig wird sie schlanker und b&uuml;rgern&auml;her. Dazu tr&auml;gt auch der Ausbau der IT-Infrastruktur in der Verwaltung bei.</p>
<p>Die s<strong>trategische Neuordnung der Landesfinanzen und die Strukturreformen in der Landesverwaltung</strong> sind kein Selbstzweck. Sie haben das Ziel, politische Gestaltungsm&ouml;glichkeiten zu erhalten. Wir werden Spielr&auml;ume gewinnen f&uuml;r politische Schwerpunktsetzungen. Das n&uuml;tzt k&uuml;nftigen Parlamenten und k&uuml;nftigen Regierungen, gleichg&uuml;ltig, wie sie zusammengesetzt sind. Das wird aber vor allem den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern zugute kommen. Wir reden &uuml;ber Kindererziehung, Bildung und Wissenschaft, &uuml;ber Investitionen in Forschung und Technologie, &uuml;ber soziale Infrastruktur und eine vielf&auml;ltige Kulturlandschaft.</p>
<p>Die <strong>Politik wird auch in Zukunft Schwerpunkte setzen</strong> k&ouml;nnen, aber dazu d&uuml;rfen uns die Ausgaben und Schulden nicht die Luft zum Atmen nehmen. Derzeit k&ouml;nnen weniger als 50 Prozent der Landesausgaben durch eigene Steuereinnahmen gedeckt werden. Zu fast der H&auml;lfte lebt das Land von Geldern des Bundes und der anderen L&auml;nder.</p>
<p>Die Reformen dienen dazu, das Land weiter entwickeln zu k&ouml;nnen und auch in Zukunft an die je ver&auml;nderten Rahmenbedingungen und M&ouml;glichkeiten anzupassen.</p>
<p>Unser Anliegen bleibt, Sachsen-Anhalt zun&auml;chst weiter gut durch die Krise zu bringen und an die Erfolge der vergangenen Jahre anzukn&uuml;pfen. Aufgrund der Konsolidierung der Wirtschaft in diesen vergangenen Jahren sind die Unternehmen des Landes schon jetzt besser in der Lage, auch wirtschaftlich schwierige Zeiten durchzustehen.</p>
<p><strong>Zwanzig Jahre nach der Vereinigung beider deutscher Staaten sind wir trotz aller Erfolge und eines berechtigten Stolzes noch immer nicht am Ziel.</strong> Aber das Land steht, gemessen an den volkswirtschaftlichen Kennziffern, den Arbeitslosenzahlen, sozialen Standards, der neu geschaffenen oder instandgesetzten Infrastruktur sowie den Errungenschaften beim Abbau der Umweltaltlasten deutlich besser da als vor f&uuml;nfzehn oder zwanzig Jahren.</p>
<p>Und das dr&uuml;ckt sich auch in der kleine Brosch&uuml;re des B&uuml;rgermeisters der sch&ouml;nen Stadt Landsberg im Saalekreis aus.</p>
<p>(Der Text wurde in der Publikation &#8220;RegioPol Ausgabe 2/2010&#8243; ver&ouml;ffentlicht)</p>
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