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	<title>Jens Bullerjahn &#187; Finanzpolitik</title>
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	<description>Mitglied des Landtages, Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 Nov 2011 14:35:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>F&#252;r ein attraktives Sachsen-Anhalt: Keine neuen Schulden &#8211; die „Null“ muss stehen!</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 10:44:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelhaushalt 2012/2013]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldenabbau]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Down-Verfahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Sachsen-Anhalt wird in Zukunft nur dann auf eigenen F&#252;&#223;en stehen und seine Geschicke selbst bestimmen k&#246;nnen, wenn es keine neuen Schulden macht. Deshalb muss sowohl im Doppelhaushalt 2012/2013 als auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-1053" title="Doppel-Landeshaushalt 2012/2013" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/07/doppelhaushalt.jpg" alt="Doppel-Landeshaushalt 2012/2013" width="210" height="168" />Sachsen-Anhalt wird in Zukunft nur dann auf eigenen F&uuml;&szlig;en stehen  und seine Geschicke selbst bestimmen k&ouml;nnen, wenn es keine neuen Schulden macht.  Deshalb muss sowohl im Doppelhaushalt 2012/2013 als auch in der Mittelfristigen Finanzplanung <strong>„die Null stehen“</strong>.</p>
<p><strong>Im Klartext hei&szlig;t das:</strong></p>
<ul>
<li> ab 2012  keine neue neuen Kredite f&uuml;r Sachsen-Anhalt</li>
<li> ab 2013 Anlegen von Reserven (z.B. Steuerschwankungsreserve)</li>
<li> ab 2014 Tilgung der bisher angeh&auml;uften Schulden</li>
</ul>
<p>Zum strikten Sparkurs gibt es schon allein deshalb keine Alternative, weil Sachsen-Anhalt &uuml;ber verschiedene Landesregierungen und Koalitionen hinweg inzwischen einen Schuldenberg von mehr als 20 Milliarden Euro angeh&auml;uft hat. Bereits jetzt sind die daf&uuml;r zu zahlenden Zinsen eine riesige Belastung f&uuml;r die Landeskasse. Dar&uuml;ber hinaus grenzen sie die Spielr&auml;ume f&uuml;r Investitionen und andere Ausgaben dramatisch ein.</p>
<h2>Zinsausgaben-Quote im Vergleich (2010)</h2>
<p><img src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/07/zinsausgabenquote.jpg" alt="Zinsausgaben-Quote im Vergleich (2010)" title="Zinsausgaben-Quote im Vergleich (2010)" width="589" height="116" class="alignnone size-full wp-image-1099" /></p>
<p><strong>In absoluten Zahlen hei&szlig;t das:</strong> Sachsen muss &#8211; aufgrund einer &uuml;ber Jahre hinweg solideren Finanzpolitik &#8211; j&auml;hrlich etwa <strong>190 Millionen Euro</strong> an Zinsen zahlen, in Mecklenburg-Vorpommern sind das etwa <strong>560 Millionen Euro</strong>. Sachsen-Anhalt dagegen zahlte 2010 etwa <strong>780 Millionen Euro</strong> Zinsen f&uuml;r aufgelaufene Kredite. Dieser Vergleich macht deutlich, dass die vom Landtag inzwischen beschlossene Schuldenbremse  zwingend geboten ist und eingehalten werden muss.</p>
<h2>Die Finanzpolitik des Landes muss von einem Dreiklang bestimmt werden:<br />
<strong>Konsolidieren, Vorsorgen, Investieren</strong></h2>
<p>Wir bekommen mit dem Sparkurs nach 2007 bis 2009 die Chance, eine neue Krise (die bestimmt kommt) besser bew&auml;ltigen zu k&ouml;nnen. Sachsen und Mecklenburg Vorpommern zum Beispiel sind durch die j&uuml;ngste Krise ohne neue Schulden gekommen, weil sie vorgesorgt hatten! Zugleich werden so Spielr&auml;ume f&uuml;r Investitionen und andere wichtige Projekte etwa in der Bildung geschaffen.</p>
<p>Diese Ziele umzusetzen erfordern schwierige politische Entscheidungen und zum Teil gravierende Strukturver&auml;nderungen in der Finanzpolitik und damit im Haushalt. <strong>Die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, bestimmen die Entwicklung  unseres Landes in den n&auml;chsten zehn bis 15 Jahren entscheidend.</strong></p>
<p>Deshalb ist der k&uuml;nftige Doppelhaushalt der wohl wichtigste Etat in der Geschichte Sachsen-Anhalts seit der Neugr&uuml;ndung. Das neue Verfahren f&uuml;r den Doppeletat und die damit verbundenen Eckwerte (siehe Anhang) sorgen f&uuml;r mehr Transparenz sowie Planbarkeit und Berechenbarkeit als bisher. Sie schaffen Raum f&uuml;r eigene Ideen und Projekte in den Ministerien. Letztendlich wird dadurch auch die jahrelang geforderte n&ouml;tige Planungssicherheit f&uuml;r die Wirtschaft, die Kommunen, Vereine und Institutionen im Land geschaffen. Haushaltssperren und andere oft kritisierte Eingriffe durch den Finanzminister geh&ouml;ren mit dem Doppelhaushalt 2012/13 der Vergangenheit an.</p>
<h2>Mehr Investitionen – F&ouml;rdermittel besser genutzt</h2>
<p>Bei den nun folgenden Haushaltsberatungen ab dem Sommer werden weiter die Investitionen im Mittelpunkt stehen. Bei den bisherigen Etat-Beratungen wurden bereits mehr als 200 Millionen Euro zugunsten von Investitionen umgeschichtet. Ziel ist es, m&ouml;glichst viele F&ouml;rdermittel des Bundes und EU (Drittmittel) zu binden, also das Geld f&uuml;r die n&ouml;tige Ko-Finanzierung von Projekten bereitzustellen. In diesem Zusammenhang m&uuml;ssen intelligente Modelle zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Investitionsbank gefunden werden. Es geht bei der F&ouml;rderung sowohl um gr&ouml;&szlig;ere Unternehmen als auch um den hiesigen Mittelstand. Deshalb muss an Projekten  wie der Sanierung aller Kitas und Schulen genauso festgehalten werden wie an der Unterst&uuml;tzung von zukunftstr&auml;chtigen Gro&szlig;-Investitionen, die hier ihren Firmen-Mittelpunkt gestalten wollen.</p>
<h2>Bildungsoffensive &#8211; attraktiv gerade f&uuml;r junge Familien</h2>
<p>Mit dem jetzt diskutierten Finanzkonzept wird also der Rahmen gefertigt f&uuml;r ein selbstbewusstes, attraktives und modernes Sachsen-Anhalt, das insbesondere jungen Familien eine Perspektive er&ouml;ffnen soll. Schon jetzt haben wir eine hervorragende Kinderbetreuung und im Bundesvergleich nach Th&uuml;ringen die kleinsten Klassen in den Schulen (etwa 11 Sch&uuml;ler je Lehrer). Ziel unserer Politik ist es, der Abwanderung entgegenzuwirken. Daf&uuml;r wurden in der Koalitionsvereinbarung Ziele formuliert, die zum Teil bundesweit einzigartig sind. Und mit dem Doppelhaushalt wird f&uuml;r diese Projekte eine solide finanzielle Basis geschaffen.</p>
<h2>Die wichtigsten Schwerpunkte sind:</h2>
<ul>
<li>Der Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung f&uuml;r alle Kinder wird umgesetzt, alle Schulen und Kitas werden bis 2016 saniert sein.</li>
<li>Die Budgets der Hochschulen werden nicht gek&uuml;rzt.</li>
<li>Investitionen werden auf die Schaffung gut bezahlter Arbeitspl&auml;tze in der Wirtschaft konzentriert, vor allem im Hochtechnologiebereich.</li>
<li>Die kommunalen Finanzzuweisungen richten sich nach dem Bedarf und den Aufgaben der St&auml;dte und Gemeinden, Belastungen durch teure Standards und Vorschriften werden abgebaut.</li>
<li>Das Datennetz wird erneuert, damit alle Landesteile an die Datenautobahn angeschlossen werden.</li>
<li>Die in vielen St&auml;dten Sachsen-Anhalts willkommene St&auml;dtebauf&ouml;rderung durch Bundes- und Landesmittel wird auf hohem Niveau weitergehen.</li>
<li>Immobilienmanagement und staatlicher Hochbau werden einen Einheit, die auch &uuml;ber ein Mieter-Vermieter-Modell Effizienzgewinne erziele wird.</li>
<li>Weitere Strukturanpassungen werden im Strafvollzug vorgenommen; Teilprivatisierungen werden in verschiedenen Bereichen gepr&uuml;ft.</li>
</ul>
<h2>Struktur-&Uuml;bersicht – Doppelhaushalt 2012/13</h2>
<p><img src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/07/top-down-2012.jpg" alt="Struktur-&Uuml;bersicht – Doppelhaushalt 2012/13" title="Struktur-&Uuml;bersicht – Doppelhaushalt 2012/13" width="685" height="890" class="alignnone size-full wp-image-1094" /></p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>In Summe stehen den H&auml;usern nicht weniger Zusch&uuml;sse als im Vergleichsjahr 2010 zur Verf&uuml;gung. Es kann gestaltet werden (Investitionen, KiF&Ouml;G u.a.) trotz der Einsparung erheblicher Mittel (z.B. 180 Mio. € weniger durch schwindende Einwohnerzahl, &uuml;ber 600 Mio. € weniger weil keine Neuverschuldung mehr u.a.). Es ist der einzige Weg (der fortgesetzt werden muss), in zehn Jahren finanziell auf eigenen F&uuml;&szlig;en zu stehen – <strong>ein Weg ohne Sparen f&uuml;hrt in die Zwangsverwaltung durch Dritte.</strong></p>
<h2>Warum ein neues Haushaltsverfahren?</h2>
<p>Solide und feste finanzielle Standbeine f&uuml;r Sachsen-Anhalt entwickeln – und das langfristig und einigerma&szlig;en stark gegen &auml;u&szlig;ere Einfl&uuml;sse – das ist das Ziel des Doppelhaushaltes der Landesregierung. Dabei wollen und m&uuml;ssen alle Ressorts intensiv und kreativ mitwirken. Deshalb ist mit diesem Haushaltsentwurf das Verfahren ge&auml;ndert worden. Erstmals wird ein so genanntes <strong>„Top-Down-Verfahren“</strong> angewandt. Das Verfahren wenden bereits etliche andere L&auml;nder an, zum Beispiel die skandinavischen L&auml;nder und inzwischen auch die Bundesregierung.</p>
<p>War es bisher in Sachsen-Anhalt so, dass die Minister zu Jahresbeginn beim Finanzminister ihre Pl&auml;ne und damit verbundene Ausgabew&uuml;nsche anmeldeten, gibt im neuen Verfahren das Haseloff-Kabinett den einzelnen Ressorts spezielle „Eckwerte“. Das sind Budgets, &uuml;ber die hinaus die jeweiligen Minister kein Geld ausgeben d&uuml;rfen. Das erh&ouml;ht den Spardruck auf die gesamte Regierung und &uuml;bertr&auml;gt den Ressortchefs mehr Verantwortung. Ein weiterer Pluspunkt des neuen Verfahrens – es wird ab 2013 keine versteckten Haushaltsl&ouml;cher (unter dem Stichwort „globale Minderausgabe“) mehr geben und auch keine Haushaltssperren. <strong>Das erh&ouml;ht die Planungssicherheit in allen Ministerien.</strong></p>
<h3>Im Top-Down-Verfahren werden s&auml;mtliche Ausgaben…</h3>
<ul>
<li>f&uuml;r das Personal (gr&ouml;&szlig;ter Ausgabe-Posten mit etwa 3 Milliarden €),</li>
<li> f&uuml;r so genannte Rechtsverpflichtungen (Ausgaben, die das Land zwingend machen muss weil dahinter Gesetze, Vereinbarungen oder Vertr&auml;ge stehen),</li>
<li> sowie f&uuml;r politisch gewollte Ausgaben (wie zum Beispiel die Mehrausgaben f&uuml;r die Kinderf&ouml;rderung, wo ja die CDU-SPD-Koalition zur Ganztags-Betreuung f&uuml;r alle Kinder unabh&auml;ngig von der Arbeit ihrer Eltern zur&uuml;ckkehren will)</li>
</ul>
<h3>…aus den gesamten Haushalt gespeist.</h3>
<p>Danach bleibt ein &Uuml;berschuss, der die Grundlage f&uuml;r den Eckwert jedes einzelnen Ministeriums bildet – im Doppelhaushalt 2012/13 eine Summe von etwa 1,8 Mrd. €. Allerdings – das zur Verf&uuml;gung stehende Geld wird durch eine &Auml;nderung des Verfahrens nicht weniger, aber leider auch nicht mehr.</p>
<h2>Wie kommt das Finanzministerium zu den „Eckwerten“?</h2>
<p>Ausgegangen wird von der oben beschriebenen &Uuml;berschuss-Summe von etwa 1,8 Milliarden €. Die ergibt sich nach Abzug der Kosten f&uuml;r Personal, f&uuml;r Rechtsverpflichtungen des Landes und f&uuml;r politisch gewollte Schwerpunktaufgaben von der Gesamtsumme des Landeshaushaltes.</p>
<p>Grundlage f&uuml;r die Berechnung der Eckwerte sind weiterhin Erfahrungen aus den Vorjahren – wie viel Geld wurde wo umgesetzt und mit welchen Effekten – und die mittelfristige Finanzplanung des Landes. Dazu kommen dann Ver&auml;nderungen, die sich gegen&uuml;ber dem vorigen Haushalt ergeben haben (z.B. Schuldenbremse).</p>
<p>Ein direkter Vergleich zwischen bisherigen Haushaltstiteln und neuen Titel nach dem Top-Down-Verfahren ist nur f&uuml;r echte Insider m&ouml;glich. In der Gesamtsumme allerdings steht den einzelnen Ministerien nach Aussagen der Experten im Finanzministerium nicht wesentlich weniger als fr&uuml;her zur Verf&uuml;gung. In 2010 waren es etwa 1,836 Milliarden Euro, die die Ressorts ausgeben konnten. Im kommenden Jahr 2012 liegt die vergleichbare Summe bei 1,802 Milliarden Euro.</p>
<p>Zugegeben, das sind 34 Millionen € weniger, allerdings sind das nicht einmal 2 % Ver&auml;nderung – das ist durchaus verkraftbar und zumutbar f&uuml;r die Ressorts. Jeder private Haushalt hat dies fast j&auml;hrlich durch die Teuerungsrate zu schultern.</p>
<h2>Wie geht es weiter?</h2>
<p>Die Ministerien werden bis Anfang August ihre Eckwerte mit konkreten Projekten unterlegen und dann ihre detaillierten  Haushaltspl&auml;ne vorlegen. Anfang September werden diese Projekte, die Mittelfristige Finanzplanung des Landes sowie das Personalentwicklungskonzept (PEK) im Kabinett beraten. Der Landtag wird sich dann sp&auml;testens im Oktober erstmals mit dem Doppelhaushalt 2012/13 befassen k&ouml;nnen.</p>
<p>(Quelle: Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt)</p>
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		<title>Eckwerte des Doppelhaushaltes 2012/13 beschlossen</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 13:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelhaushalt 2012/2013]]></category>
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		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldenabbau]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Down-Verfahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Landesregierung hat heute den vom Finanzministerium vorgeschlagenen Eckwerten f&#252;r den Doppel-Landeshaushalt 2012/13 zugestimmt. Damit sind auch wesentliche Schwerpunkte f&#252;r die mittelfristige Finanzplanung des Landes &#252;ber den zweij&#228;hrigen Etat hinaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-1053" title="Doppel-Landeshaushalt 2012/2013" src="http://www.bullerjahn2011.de/files/2011/07/doppelhaushalt.jpg" alt="Doppel-Landeshaushalt 2012/2013" width="192" height="154" />Die Landesregierung hat heute den vom Finanzministerium vorgeschlagenen Eckwerten f&uuml;r den Doppel-Landeshaushalt 2012/13 zugestimmt. Damit sind auch wesentliche Schwerpunkte f&uuml;r die mittelfristige Finanzplanung des Landes &uuml;ber den zweij&auml;hrigen Etat hinaus festgeschrieben:</p>
<ul>
<li>ab 2012 keine neuen Schulden,</li>
<li>ab 2013 Bildung von R&uuml;cklagen zur Vorsorge (Steuerschwankungsreserve, Pensionsfond),</li>
<li>ab 2014 Beginn der Tilgung von Alt-Schulden (2014 = 50 Mio. €, 2015= 100 Mio. €)</li>
</ul>
<p>Die erstmals nach dem neuen Top-Down-Verfahren beschlossenen Eckwerte f&uuml;r die Ressorts sorgen f&uuml;r mehr Planbarkeit in den Ministerien, den Kommunen und der Wirtschaft. In den Vorjahren &uuml;bliche Haushaltssperren oder andere Beschr&auml;nkungen sind ausgeschlossen, die Ministerien bekommen dazu die M&ouml;glichkeit, nicht verwendete Gelder ins Folgejahr zweckgebunden zu &uuml;bertragen.</p>
<p>Mit dem Eckwerte-Beschluss der Landesregierung zum Doppelhaushalt 2012/13 wird f&uuml;r wichtige Projekte der Landesregierung gr&uuml;nes Licht gegeben:</p>
<ul>
<li>Investitionen bleiben trotz Sparbem&uuml;hungen auf hohem Niveau.</li>
<li>Mehr Geld f&uuml;r Bildung; dabei keine K&uuml;rzung der Budgets f&uuml;r die Hochschulen und Wiedereinf&uuml;hrung der Ganztags-Betreuung f&uuml;r alle Kinder in Kindertagesst&auml;tten sowie Sanierungsprogramm f&uuml;r Kitas und Schulen in Sachsen-Anhalt.</li>
<li>Trotz Personalabbau insgesamt mehr Neueinstellungen im &Ouml;ffentlichen Dienst Sachsen-Anhalts – zum Beispiel bei den Lehrern und den Polizisten – die Formel lautet 400 + x  (= Einstellungskorridor j&auml;hrlich). Die genauen Zahlen werden im aktualisierten Personalentwicklungskonzept im August im Kabinett beraten.</li>
<li>Die Kommunen bekommen etwa 50 Millionen € Zusch&uuml;sse j&auml;hrlich weniger – alle anderen finanziellen Ver&auml;nderungen begr&uuml;nden sich auf zur&uuml;ckgehende Bundesmittel. Land und Kommunen sorgen gemeinsam daf&uuml;r, dass teure Standards und Vorschriften abgebaut werden.</li>
</ul>
<p>Die Ressorts werden bis August ihre Eckwerte mit konkreten Projekten unterlegen und in eigene Haushaltspl&auml;ne umwandeln. Anfang September werden dann diese Projekte sowie die Mittelfristige Finanzplanung des Landes und das Personalentwicklungskonzept (PEK) erneut im Kabinett beraten. Der Landtag wird sich dann sp&auml;testens im Oktober erstmals mit dem Doppelhaushalt 2012/13 befassen k&ouml;nnen.</p>
<p>Finanzminister Jens Bullerjahn betonte: „Ich freue mich, dass wir n&auml;chstes Jahr keine neuen Schulden machen werden. Das ist ein gutes Signal f&uuml;r das Land. Dem heutigen Eckwertebeschluss gingen schwierige und intensive Beratungen voraus, wobei das Kabinett konstruktiv und l&ouml;sungsorientiert den Spagat ‚Sparen und trotzdem Gestalten’ hinbekommen hat. Der kommende Doppelhaushalt f&uuml;r unser Land ist nicht nur ein schwieriges Zahlenwerk &#8211; er ist eine Weichenstellung; entweder es gelingt der Weg hin zum stringenten Schuldenabbau oder Sachsen-Anhalt wird im L&auml;ndervergleich abgeh&auml;ngt – insofern tragen Landesregierung und auch der Landtag &uuml;ber alle Fraktionen hinweg eine hohe Verantwortung.“</p>
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		<title>Drei Jahre ohne neue Schulden in Sachsen-Anhalt</title>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 08:33:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Schulden]]></category>

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		<description><![CDATA[Erstmals in der Geschichte des Landes, wurde 2007, 2008 und 2009 ein ausgeglichener Haushalt ohne Neuverschuldung vorgelegt. Gleichzeitig wurde begonnen, R&#252;cklagen und Vorsorgebereiche aufzubauen, die k&#252;nftige Risiken wie Pensionsanspr&#252;che von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmals in der Geschichte des Landes, wurde 2007, 2008 und 2009 ein ausgeglichener Haushalt ohne Neuverschuldung vorgelegt. Gleichzeitig wurde begonnen, R&uuml;cklagen und Vorsorgebereiche aufzubauen, die k&uuml;nftige Risiken wie Pensionsanspr&uuml;che von Beamten und Steuerschwankungen ausgleichen sollen.</p>
<p>Ab 2010 sollte das erste Mal mit der Tilgung von Krediten begonnen werden.<br />
Durch die Wirtschafts- und Finanzkrise droht jedoch 2010 erstmals wieder eine Nettoneuverschuldung in H&ouml;he von 739 Millionen Euro. Mit der derzeitigen Haushaltssperre werden Ausgaben reduziert, um Risiken bei den Steuereinnahmen aufzufangen.</p>
<p>In der vierj&auml;hrigen Amtszeit von FDP-Finanzminister Paque hat das Land Sachsen-Anhalt insgesamt &uuml;ber 4,7 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen – ohne Wirtschafts- und Finanzkrise. Damit wurde in den vier Jahren fast ein Viertel der Gesamtschulden des Landes aufgenommen! Es wurde nicht f&uuml;r die Zukunft vorgesorgt, sondern auf Kosten der Zukunft gewirtschaftet.</p>
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		<title>Unsere Handschrift: Vier Jahre Gro&#223;e Koalition in Sachsen-Anhalt</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 13:07:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bullerjahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landtagswahl 2011]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Dialog]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Im April vor vier Jahren haben wir die rot-schwarze Koalitionsregierung in Sachsen-Anhalt gebildet. Mein Ziel ist es, die Arbeit der derzeitigen Koalitionsregierung mit der CDU erfolgreich und bis zum letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im April vor vier Jahren haben wir die rot-schwarze Koalitionsregierung in Sachsen-Anhalt gebildet. Mein Ziel ist es, die Arbeit der derzeitigen Koalitionsregierung mit der CDU erfolgreich und bis zum letzten Tag professionell zu Ende zu f&uuml;hren. </p>
<p>Im ersten Jahr mu&szlig;te die SPD den Koalitionspartner bisweilen daran erinnern, dass der Koalitionsvertrag gilt und nicht verw&auml;ssert werden kann – diese Vertragstreue werden auch wir bis zum Ende der Legislaturperiode im kommenden Jahr an den Tag legen.</p>
<p>Wir wollen sagen k&ouml;nnen: <strong>Die SPD ist  „vertragstreu“ und die Landesregierung wird die Projekte, auf die sie sich im Koalitionsvertrag geeinigt hat, im Wesentlichen abgearbeitet und mit vorzeigbaren Ergebnissen  umgesetzt haben.</strong></p>
<p>Ich habe Grund zu dieser Annahme, denn trotz gelegentlicher inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten mit den Ministern des Koalitionspartners hat sich in der gemeinsamen Arbeit ein hohes Ma&szlig; an Zuverl&auml;ssigkeit und gegenseitigem Respekt entwickelt. Dass dabei in jedem Hause und f&uuml;r alle Ministerien jeweils besondere Baustellen zu bearbeiten sind, liegt in der Natur der Sache. Insgesamt jedoch ist es beiden Seiten immer wieder gelungen, zu tragf&auml;higen Kompromissen zu kommen, die Anzahl der Konflikte zu begrenzen.</p>
<p>Und so ist auch unsere Zusammenarbeit: Wir gehen die Probleme des Landes professionell und zielstrebig an; wir haben die Projekte, die wir uns im Koalitionsvertrag vorgenommen haben, rechtzeitig auf die Schienen gestellt und sind mit ihrer Umsetzung auf allen Feldern weit gekommen. Nicht alles ist uns dabei gelungen, manchmal ging auch etwas richtig schief – ganz wie im wirklichen Leben.</p>
<p>Die gleiche Erfahrung haben wir auch im Parlament gemacht. Es ist nicht zuletzt das Verdienst der Fraktion und hier insbesondere der Fraktionsf&uuml;hrung um Katrin Budde, dass zum Wohle der Entwicklung des Landes immer wieder Mehrheiten gefunden werden konnten. Das ist bei der Zusammensetzung und Struktur der CDU-Fraktion nicht immer einfach und macht im Einzelfall auch richtig M&uuml;he.</p>
<p>Dass dabei im parlamentarischen Alltag immer wieder unterschiedliche politische Positionen hervortreten und die Widerspr&uuml;che gelegentlich hart aufeinandertreffen ist nicht nur in Koalitionen selbstverst&auml;ndlich, sondern in der Demokratie auch ausdr&uuml;cklich erw&uuml;nscht.</p>
<p>Aber wir sind auch keine Kuscheltiere: Widerspruch sch&auml;rft das Profil. Unsere politischen Vorstellungen reichen &uuml;ber das Ende der Legislaturperiode weit hinaus. Einen Teil davon k&ouml;nnen wir in dieser Koalition nicht durchsetzen, aber wir k&ouml;nnen diese Vorstellungen deutlich werden lassen – insbesondere im kommenden Jahr. Am Ende will der W&auml;hler entscheiden k&ouml;nnen und dann werden wir unsere Erfolge ebenso klar vertreten wie unsere Vorhaben f&uuml;r die Zukunft.</p>
<p>Die Kunst besteht bekanntlich darin, nach der Diskussion zu praktischen und mehrheitlichen Ergebnissen zu kommen. Das gilt  bei der Gemeindegebietsreform, wie Bildungskonvent, in Haushaltsdiskussionen genauso wie bei Strukturver&auml;nderungen, f&uuml;r den Bereich der Kitas ebenso wie bei Universit&auml;ten oder beispielsweise in der Debatte um den Mindestlohn oder in der Frauenpolitik.</p>
<p>&Uuml;ber allem jedoch steht: Regierungen werden nicht gebildet, um sich im Dauerstreit zu blockieren. Sie sollen etwas bewegen, sich der Probleme der Menschen annehmen und die Entwicklung des Landes gestalten. Dazu schlie&szlig;en die sie tragenden Parteien Koalitionsvertr&auml;ge.</p>
<p><strong>Die Landesregierung hat sich danach insbesondere die Konsolidierung der Landesfinanzen, mehr Investitionen, mehr Vorsorge, die Straffung der Verwaltung, neue Anstrengungen f&uuml;r Bildung und die Senkung der Arbeitslosigkeit zur Aufgabe gemacht.</strong></p>
<p><strong>Die Ministerien und die Minister der SPD haben in ihren Bereichen viel erreicht.</strong> Um nur wenige Beispiele zu nennen, verweise ich hier auf:</p>
<ul>
<li>die Zusammenfassung der Gerichtsstandorte sowie den Ausbau der Justizzentren, den Bau des modernsten Gef&auml;ngnisses in Europa und die Einf&uuml;hrung eines innovativen Jugendstrafvollzugsgesetzes durch unsere Justizministerin Angela Kolb;</li>
<li>die Sportf&ouml;rderung, die von unserer Sozialministerin Gerlinde Kuppe und ihrem Nachfolger Norbert Bischoff auf neue, gesunde F&uuml;&szlig;e gestellt wurde;</li>
<li>die vom Verfassungsgericht umfassend best&auml;tigte Reform der Gemeindestrukturen, die von unserem Innenminister Holger H&ouml;velmann betrieben und gegen mancherlei Widerst&auml;nde durchgesetzt wurde,</li>
<li>die Reform der Finanz&auml;mter, die Stellenhebungen bei der Polizei, die Sanierung von Polizeirevieren und Kitas, die Einstellungskorridore vor allem bei den Lehrern und der Polizei, finanzielle Erleichterungen bei der Sch&uuml;lerbef&ouml;rderung,</li>
<li>das Personalentwicklungskonzept, das Planungssicherheit und klare Perspektiven schafft;</li>
<li>die Sanierung und die strategische Neuorientierung der Landesfinanzen, die ein gro&szlig;es St&uuml;ck vorangekommen sind.</li>
</ul>
<p>Einen Schwerpunkt unserer Arbeit im vergangenen Jahr hat der Koalitionsvertrag allerdings nicht vorgesehen: Noch immer leben wir unter dem Eindruck und den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Auch in Sachsen-Anhalt.</p>
<p><strong>Die Abwehrma&szlig;nahmen gegen die Krise werden uns noch lange besch&auml;ftigen und die Handlungsm&ouml;glichkeiten der &ouml;ffentlichen Haushalte begrenzen. Die Finanzkrise war nicht nur eine ernste Bedrohung f&uuml;r die internationalen und nationalen M&auml;rkte, sie stellte auch f&uuml;r die Landesregierung eine gro&szlig;e Herausforderung mit erheblichen Risiken dar. </strong></p>
<p>Unter besonderen Belastung dennoch ihren Kurs fortgesetzt und gleichzeitig die Krisenfolgen f&uuml;r das Land in den Griff bekommen zu haben, werden Kommentatoren dereinst vielleicht als den eigentlichen Erfolg dieser Legislaturperiode bezeichnen.</p>
<p><strong>Die Bundesregierung, aber auch die Landesregierung, musste handeln und wir haben gehandelt. In Sachsen-Anhalt insbesondere durch die Umsetzung des Konjunkturpakets II. </strong></p>
<p><a title="Besichtigung Bestehornaprk in Aschersleben mit Oberb&uuml;rgermeister Michelmann" href="http://farm5.static.flickr.com/4066/4527174317_f9d4798d05.jpg"  class="lightbox"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4066/4527174317_f9d4798d05.jpg" alt="Besichtigung Bestehornaprk in Aschersleben mit Oberb&uuml;rgermeister Michelmann" /></a></p>
<p>Mit dem Stichtag 18. M&auml;rz wurden landesweit 1964 laufende Projekte registriert. Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Bewilligungen ist erfolgt. Bis Ende M&auml;rz waren rund 433 Millionen Euro von 475 Millionen Euro bewilligt (91%). Bis Mitte April waren rund 82, 5 Mio. Euro an Bundes- und Landesmitteln ausgezahlt.</p>
<p>Die Konsolidierung der &ouml;ffentlichen Kassen kann nur miteinander funktionieren, in einem <strong>finanzpolitischen Dialog</strong> aller Beteiligten. Ich habe diesen Dialog im vergangenen Jahren mit zahlreichen Veranstaltungen institutionalisiert. Ich werde diese Veranstaltungsreihe fortf&uuml;hren. Zur Information, zur Diskussion, zur gemeinsamen Meinungsbildung. Die Landesregierung hat sich einer „Konsolidierungspartnerschaft“ verschrieben. Wir wollen die Probleme gemeinsam angehen.</p>
<p>Dazu brauchen wir eine <strong>Leitbild – Diskussion</strong>. Die f&uuml;hren wir derzeit und werden sie in der zweiten Jahresh&auml;lfte abschlie&szlig;en. Ziel ist es, die Vorstellungen zu konkretisieren, wohin sich unser Land entwickeln soll. Dazu brauchen wir Schwerpunkte. Auch diese Diskussion kann erfolgreich nur gef&uuml;hrt werden, wenn sie aus der Mitte der Gesellschaft und mit allen Akteuren gef&uuml;hrt werden. Denn Ziel kann nicht ein weiteres Papier sein, das in den Akten verschwindet, sondern eine gemeinsame Perspektive, an der wir in diesem Lande arbeiten wollen. Zu diesen &Uuml;berlegungen der Landesregierung k&ouml;nnen sich dann im Wahlkampf alle Parteien positionieren. Politischer Wahlkampf mit unterschiedlichen Inhalten und um unterschiedliche Inhalte – das ist die beste Art der Wahlkampfauseinandersetzung!</p>
<p>Schlie&szlig;lich treffen die Probleme von Infrastruktur und Demografie, Steuereinnahmen und Stadt-Umland-Problematik, Daseinsvorsorge und Kulturetats alle Beteiligten. Nur im Ausgleich k&ouml;nnen wir zu ausgewogenen L&ouml;sungen kommen. Und nur partnerschaftliche L&ouml;sungen bieten die Chance zu einer breiten Akzeptanz der getroffenen Entscheidungen.</p>
<p>Neben zahlreichen anderen Ma&szlig;nahmen, mit denen besonders finanzschwache Kommunen unterst&uuml;tzt werden, hat die Landesregierung Sachsen-Anhalt nach Gespr&auml;chen im Landtag, mit dem Landkreistag, mit dem St&auml;dte- und Gemeindebund und in insgesamt sechs regionalen Veranstaltungen mit ca. 800 Kommunalvertretern ein <strong>eigenes Teilentschuldungsprogramm f&uuml;r Kommunen</strong> entwickelt.</p>
<p>Abgewickelt wird das Programm unter dem Namen <strong>STARK II</strong> von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) als Vertragspartnerin der Kommunen. Das Land stellt zu diesem Zweck innerhalb von zehn Jahren 629 Mio. Euro zur Verf&uuml;gung; die Schuldenlast der Kommunen kann damit bis 2024 von ca. 2,7 Mrd. auf ca. 1,3 Mio. Euro verringert werden. Mit Hilfe von STARK II k&ouml;nnen laufende, auf dem freien Finanzmarkt aufgenommene kommunale Kredit zinsg&uuml;nstig getilgt werden.</p>
<p>Art und Ausgestaltung des Programms stellen ein neues, kreatives Instrument dar. STARK II beseitigt zwar nicht die Folgen der Krise, es bietet keine „frisches Geld“, aber es ist geeignet, den Kommunen Luft zu verschaffen, um in den kommenden Jahren ihre Konsolidierungsanstrengungen zu verst&auml;rken.</p>
<p><strong>Die Sonderaufgabe des Konjunkturpakets II haben wir in Sachsen-Anhalt, das best&auml;tigen uns auch unabh&auml;ngige Gutachter, mit erheblichem Aufwand, aber auch mit beachtlichem Erfolg gemeistert</strong>.</p>
<p>Die eigentliche Best&auml;tigung jedoch ziehe ich aus der Tatsache, dass die Arbeitslosenzahlen im Rahmen gehalten werden konnten – sie sind die niedrigsten seit der Wende -  und, dass die Wirtschaft augenscheinlich wieder Tritt fassen konnte.</p>
<p>Aber: am selben Tag, an dem die IHK Halle-Dessau in der vergangenen Woche meldete, dass sich die Konjunktur im s&uuml;dlichen Sachsen-Anhalt im ersten Quartal sp&uuml;rbar erholt habe, musste ich auch zur Kenntnis nehmen, dass die Steuereinnahmen in Sachsen-Anhalt in diesem ersten Quartal erheblich eingebrochen sind. Allein im M&auml;rz 2010 um 132 Mio. Euro weniger als im Vorjahresmonat. Und nat&uuml;rlich war es f&uuml;r uns alle schmerzhaft, nach drei Jahren ohne die Aufnahme neuer Schulden, in diesem Januar einen Doppelhaushalt 2010/2011 verabschieden zu m&uuml;ssen, der  Kredite in H&ouml;he von 739 Mio. (2010) und 540 Mio. Euro (in 2011) vorsieht. Wir sind also noch nicht &uuml;ber den Berg.</p>
<p><strong>Es gibt also keinen Grund, von den im Koalitionsvertrag vereinbarten Zielen der Konsolidierung, der Schwerpunktsetzung und der weiteren Entwicklung von Vorsorgema&szlig;nahmen abzuweichen.  Wir m&uuml;ssen in den kommenden Jahren auch wieder ohne neue Schulden auskommen, damit auch in Zukunft weiter investiert werden kann.</strong></p>
<p><strong>Im Jahr 2020 wird sich entscheiden, ob unsere Anstrengungen gefruchtet haben. Das gilt auch im Vergleich zu den anderen Bundesl&auml;ndern, die unsere Verb&uuml;ndeten, aber auch unsere Konkurrenten sind. </strong></p>
<p>Wenn wir bei Auslaufen des Solidarpaktes 2019 und dem Einsetzen der Schuldenbremse 2010 auf eigenen F&uuml;ssen stehen wollen, ist das ohne Alternative. Erfolg bedeutet zugleich auch, Perspektiven f&uuml;r die Zukunft m&ouml;glich zu machen!</p>
<p><strong>Wenn Politik die Kunst des M&ouml;glichen ist, dann tr&auml;gt das M&ouml;gliche in dieser Legislaturperiode unsere Handschrift.</strong> Wir haben dazu beigetragen, unter schwierigen Bedingungen das Land voranzubringen.  Das ist kein Grund zur Selbstgef&auml;lligkeit, eher ein Ansporn.</p>
<p>Noch immer haben wir eine zu hohe Arbeitslosigkeit, keinen selbsttragenden Aufschwung, noch immer ist die industrielle Basis nicht breit genug, noch immer sind wir „Nehmerland“ im L&auml;nderfinanzausgleich, vor allem: Noch immer sitzen wir in der „demographischen Falle“.</p>
<p>Dieser Falle werden wir nur entkommen, wenn wir Zuwanderung organisieren k&ouml;nnen. Zuwanderung werden wir nur organisieren, wenn es attraktiver wird, in Sachsen-Anhalt zu leben als in anderen Bundesl&auml;ndern. Weil wir das bessere Ausbildungs- und Bildungssystem haben, die bessere Kinderbetreuung, eine lebendige kulturelle Landschaft, die Menschen in Sicherheit hier leben k&ouml;nnen, ein gutes Gesundheitssystem finden, gute Infrastruktur, soziale F&uuml;rsorge. Vor allem jedoch: weil wir ausreichende und attraktive (und das hei&szlig;t auch: gut bezahlte) Arbeitspl&auml;tze mit entsprechenden Perspektiven bieten k&ouml;nnen.</p>
<p><strong>So kommen wir vom M&ouml;glichen zum W&uuml;nschbaren.</strong> Zu politischen und gesellschaftlichen Zielen. Zur Gestaltung von Zukunft. Zu sozialdemokratischer Politik.</p>
<p><strong>Sozialdemokraten haben immer versucht, angesichts der gesellschaftlichen Probleme nicht die Gegenwart zu verwalten, sondern die Verbindung herzustellen zwischen den M&uuml;hen der Ebene und den Zielen f&uuml;r die Zukunft.</strong></p>
<p>Dazu bekenne ich mich ausdr&uuml;cklich. Beides ist wichtig, auf beide Fragen m&uuml;ssen die Antworten immer neu gefunden werden. Und: diese Antworten m&uuml;ssen erkennbar bleiben.</p>
<p>In den vergangenen Jahren ist das der SPD nicht immer gelungen. In der Folge ist einiges an Vertrauen verloren gegangen. Und da in der Demokratie am Ende immer gez&auml;hlt und nicht gewogen wird, hat sich dieser Vertrauensverlust in Wahlergebnissen niedergeschlagen. Das hat uns auch uns in Sachsen-Anhalt zu schaffen gemacht.</p>
<p>Dagegen hilft nur gute Politik. Vor allem in der Regierung, denn die Menschen sehen inzwischen: die SPD kann das. Aber auch in der Entwicklung neuer, alter Ziele. Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarit&auml;t.</p>
<p><strong>Seit dem Dresdner Parteitag und der fulminanten Rede von Sigmar Gabriel ist einiges in Bewegung gekommen in der SPD.</strong></p>
<p>Aber Parteitagsreden allein reichen nicht aus – wir m&uuml;ssen einen neuen Dialog f&uuml;hren, Ziele konkret f&uuml;r unser Land gemeinsam entwickeln – in der Partei, in aller &Ouml;ffentlichkeit. Am Ende stehen ein Programm und ein Politikangebot f&uuml;r das Land. Konkret, machbar, zukunftsfest.</p>
<p><strong>Die SPD Sachsen-Anhalt – Landesvorstand, Regierungsmitglieder – haben die Signale aufgenommen</strong>.</p>
<p>Wir haben neue personelle und organisatorische Weichenstellungen vorgenommen, werden in vielen Diskussionen und in verschiedenen Formaten gemeinsam mit den Mitgliedern und Interessierten die bislang geleistete Politik besprechen und weitere Ziel formulieren, die in das Landtagswahlprogramm einflie&szlig;en sollen. Mit dem „Kompass f&uuml;r Sachsen-Anhalt“ habe ich dazu eine Vorlage geliefert.</p>
<p><strong>Ebenso wie beim „finanzpolitischen Dialog“ und der „Leitbild-Diskussion“ der Landesregierung ist es mir auch parteiintern wichtig, die Willensbildung „von unten nach oben“ zu betreiben.</strong></p>
<p>Ich bin in den vergangenen Wochen in zahlreichen SPD-Kreis- und Stadtverb&auml;nden, sowie Ortsvereinen gewesen, um &uuml;ber unsere Lage und unsere Ziele im Landtagswahlkampf zu diskutieren. Ich werde diese Besuche fortsetzen. Ich versuche, m&ouml;glichst viele andere Parteiveranstaltungen wahrzunehmen, oder an Podien teilzunehmen, die die Friedrich-Ebert-Stiftung anbietet. Dieser Prozess muss von vielen getragen, gef&uuml;hrt und am Ende entschieden werden, sonst wird es nichts!</p>
<p><a title="Aschersleben, 10. M&auml;rz 2010" href="http://farm5.static.flickr.com/4043/4426844962_ca0249db16.jpg"  class="lightbox"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4043/4426844962_ca0249db16.jpg" alt="Aschersleben, 10. M&auml;rz 2010" /></a></p>
<p><strong>Entschieden werden soll auf dem Parteikonvent am 19. Juni 2010.</strong> Dort wollen wir nicht nur den Spitzenkandidaten nominieren, dort wollen wir vor allem &uuml;ber ein Wahlprogramm diskutieren. In aller Offenheit und mit den Impulsen, die wir aus der internen Debatte der vergangenen Monate gewonnen haben.</p>
<p><strong>Zur Offenheit geh&ouml;rt auch, dass ich mich auf diesem Konvent einer geheimen Wahl stellen will.</strong> Jeder soll frei entscheiden k&ouml;nnen. M&ouml;gen die anderen Parteien sich bei der Nominierung ihrer Spitzenkandidaten in offenen Abstimmungen bei 95 plus X-Ergebnisse  wiederfinden – ich bin f&uuml;r eine ehrliche Bewertung. Und die ist nur in geheimen Abstimmungen m&ouml;glich.</p>
<p><strong>Also: Offene Diskussion &uuml;ber das Wahlprogramm und offene Diskussion, aber geheime Abstimmung &uuml;ber den Spitzenkandidaten. </strong></p>
<p>Auf dieser Basis k&ouml;nnen wir danach an die weitere Planung unseres Wahlkampfes gehen. Ich bin mir sicher, dass wir in diesen Wahlkampf dann mit gro&szlig;er Geschlossenheit und Optimismus hinein gehen werden. Wenn Eure Entscheidung auf mich f&auml;llt, will ich meinen Teil dazu beitragen.</p>
<p><strong>Ich freue mich auf den Wahlkampf und ich glaube an unseren gemeinsamen Erfolg!</strong></p>
<p>Dabei braucht die SPD den Vergleich mit anderen Parteien nicht zu scheuen – nicht mit denen, mit denen wir in dieser Legislaturperiode zusammen regieren noch mit denen, die sich in der Opposition befinden.</p>
<p><strong>Aber: Wir wollen st&auml;rker werden, wir wollen regieren, wir wollen die Regierung f&uuml;hren!</strong></p>
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